Förderbescheidübergabe an die herzlich digitale Stadt Kaiserslautern

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen in den Räumen der KL.digital. Ich glaube sagen zu dürfen: das ist eine der geilsten Locations, die wir in Kaiserslautern haben Das ist ein Treffpunkt für viele hier. Ich möchte dazu direkt noch etwas sagen. Diese Räumlichkeiten sind extra auch so eingerichtet worden. Mithilfe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einem Wettbewerb, den wir mit der Uni gemacht haben Also herzlich willkommen, ich begrüße den 5G-Gustav, (*Gelächter*) unser Bundestagsabgeordneter, der sich sehr stark eingesetzt hat für dieses Förderprogramm. Den Landtagsabgeordneten Wansch und die Staatssekretärin Nicole Steingaß Herzlich willkommen. Ganz besonders die lieben Kolleginnen und Kollegen aus Speyer, aus Zweibrücken und aus Wörth am Rhein. Wo ist der Herr Hammel? Ah ganz bescheiden – da hinten Das hat auch einen besonderen Grund, dass die Kollegen hier sind: Weil wir heute natürlich auch so ein Startsignal geben wollen für das Netzwerk, das wir jetzt aufbauen Ihr seid ja die ersten, die als Netzwerkpartner hinzugekommen sind – es werden ja noch einige folgen Auch ein herzlich willkommen an die Bürgermeisterin, Beate Kimmel und an viele, viele Ehrengäste! Ich würde mir das nun sparen, alle zu nennen. Wir haben ja auch nur begrenzt Zeit. Ich meine, ich hätte gelesen, in knapp 45 Minuten würde es Häppchen geben. Den Gang der Dinge sollte man nicht unnötig hemmen (*Gelächter*). Hier hat es vor zwei Jahren angefangen, was die Landesregierung mit ihrer Förderung der Digitalisierung in Kaiserslautern ermöglicht hat. Ermöglicht hat sie, diese Räumlichkeiten einzurichten, aber noch viel wichtiger: die Unterstützung, die wir beim Aufbau der Struktur erfahren haben – durch die Landesregierung – um Kaiserslautern zu einer herzlichen digitalen Stadt weiterzuentwickeln. Und dass sich der Erfolg mittlerweile einstellt, sehen sie nicht nur an den Räumlichkeiten, sondern speziell an den Projekten Kurze Bilanz: Unserer Projekte sind übertragbar Das war von Anfang an das Ziel, dass wir nicht etwas lokal für Kaiserslautern machen, sondern dass wir auch eine Blaupause hier entwickelt und die natürlich in verschiedene Städte und Kommunen exportieren können. Unsere Expertise ist mittlerweile landesweit gefragt, es gibt überregionale Anfragen für Expertenvorträge. Herr Dr. Verlage als Geschäftsführer ist ständig unterwegs Ich sehe ihn kaum noch – die Expertise ist mittlerweile bundesweit gefragt. Der Austausch läuft also – die überregionale Presse berichtet sehr gut über uns, auch die lokale Presse. Und der den Dialog über die Auswirkungen von Digitalisierung, den haben wir auch begonnen Es ist einfach unser Ziel möglichst viele Menschen mitzunehmen. Und wir dürfen uns nichts vormachen, es gibt nun mal 30-40 Prozent Nonliner. In Kaiserslautern, wie in jeder anderen Stadt. Und wenn wir nicht eine zwei Klassengesellschaft etablieren wollen, müssen wir natürlich zusehen, dass wir die alten Menschen auch mitnehmen. Das werden wir nicht bei allen schaffen, aber wir müssen es zumindest probieren Das organisieren wir hier über einen zivilgesellschaftlichen Dialog, in dem wir mit den Menschen versuchen in Kontakt zu treten. Zunächst waren das mal die Fachleute Aber jetzt müssen wir das natürlich breit ausrollen, auch auf jene, die nicht ein IT-Studium hinter sich haben Jetzt freuen wir uns über die zweite Phase. Frau Staatssekretärin, ich bin der Landesregierung wirklich sehr dankbar, dass sie Vertrauen in die Entwicklung der Stadt gesetzt haben Ich darf Sie mal eben kurz zitieren: “Hier ist ja immer etwas los.” Jedes Mal, wenn ich diese rote Mappe sehe, dann wird mein Gesicht ein strahlendes. (*Gelächter*) Denn es ist immer die gleiche Mappe und in dieser Mappe befinden sich in der regel Zuwendungen deutlich jeweils über einer Millionen. Insofern herzlichen Dank für die Unterstützung! Geben Sie das bitte auch an die Landesregierung weiter Es ist wirklich schön, wie wir Unterstützung erfahren Digitale Transformation: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nicht nur die digitale Transformation hier voranzubringen, sondern den Standort nicht nur digital

weiterzuentwickeln, sondern das Digitale zu verbinden mit Leitbild der Stadt “herzlich digital” Was dahinter steckt, habe ich schon oft erklärt, das ist einfach, dass wir versuchen möglichst lebensnah Digitalisierung auf die Schiene zu bringen, die für die Menschen unmittelbar greifbar sind Ich glaube, das ist auch das Geheimrezept gewesen, so dass sich sehr viele Menschen in Kaiserslautern in der Bewerbungsphase hinter uns und diese Entwicklungen gestellt haben Die Unterstützung in Form des Förderbescheides ist natürlich nicht nur eine Anerkennung der Leistung der Stadt, sondern auch eine Anerkennung für die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, die von Anfang an zu Hunderten diesen Wettbewerb mitgestaltet haben, in vielen arbeitslohnenden Workshops. Das haben wir gemerkt, hier ist der Wille dies zu tun. In diesen Räumen hier, in dieser Location, da ist viel Publikumsverkehr. Da ist viel los Hier treffen sich regelmäßig Mitglieder der Stadtverwaltung, Vertreter der Zivilgesellschaft – die kommen hier vorbei – Bahnhofsnähe – idealer geht nicht. Hier kommen auch Leute rein und fragen: Was ist denn eigentlich hier geboten? Was macht ihr denn hier? Der Kontakt beginnt sich langsam aufzubauen. Unternehmen, Kommunen, Spontanbesucher – das ist eben die Tagesordnung. Das ist die Lage – die kann eben einfach nicht besser sein Sichtbarkeit ist hier gegeben. Zur interkommunalen Kooperation in unserem Netzwerk: das Zusammenwirken findet nicht nur in Kaiserslautern statt. Das ist ja das Minimum. Sondern Innenministerium hat im Mai letzten Jahres ein interkommunales Netzwerk Digitale Stadt RLP ins Leben gerufen Und nicht nur ins Leben gerufen, sondern auch gleich mit Geld unterlegt, damit es auch losgehen kann Dabei sind im Moment: Speyer, Wörth am Rhein, Zweibrücken und Andernach. Ich muss die Kollegen aus Andernach entschuldigen: Die haben heute eine wichtige Sitzung und konnten nicht hier sein Wären aber gerne gekommen Das ist jetzt mal die Keimzelle. Und wir erwarten natürlich, dass noch einige Kommunen hinzukommen, um in diesem Netzwerk als Partner mitzuwirken. Es ist zielführend, dass sich die rheinland-pfälzischen Kommunen vernetzen, da natürlich die immer gleichen Fragen auftauchen Wenn man die jedes Mal isoliert beantworten muss, dann ist das natürlich sehr mühsam. Und es ist vor allem alles andere als effektiv. Wir haben die Fragen der Bürger/-innen, die jedes Mal kommen: Wie ausgereift ist die Technik? Was bringt es uns denn konkret? Besitzen wir ausreichend Wissen und Fähigkeiten, um das einzusetzen? Was sind die Folgen von Digitalisierung? Was uns natürlich bewegt: Wie steht es denn eigentlich mit der Akzeptanz? Das sind die Dinge, die wir in dem Netzwerk gemeinsam klären wollen. Und das was hier entwickelt wird, steht natürlich auch unseren Netzwerkpartnern zur Verfügung Ich komme nachher noch dazu, in welcher Weise wir hier schon kooperiert haben, was wir schon exportiert haben Gemeinsam lernen, gemeinsam voneinander profitieren und das austauschen, inspiriert werden, wertvolle Hinweise austauschen – das ist das Ziel dieses Netzwerkes Und das Netzwerk beginnt jetzt enger zu werden. ich bin deshalb sehr froh, dass die Kollegen aus den anderen Städten heute hier sind. Und sich mal ein Bild machen. Ich glaube, ihr wart hier in den Räumlichkeiten vorher noch nicht Zum Thema Sicherheit: Die Sicherheit bei städtischen Veranstaltungen war eines unserer ersten größeren Projekte Liegt zuerst einmal im Fokus der Polizeipräsidien Westpfalz und Rheinpfalz, mit denen kooperieren wir sehr eng. Das hat dazu geführt, dass bei Festen in Annweiler und in Speyer, in Bad Dürkheim und in Zweibrücken bereits die Dinge im Einsatz waren, die hier zusammen entwickelt wurden, zusammen mit unserem Ordnungsamt. Das Ordnungsamt hat eigentlich den Anstoß gegeben in Hinblick auf unsere Kerwe auf dem Messeplatz Die Technologie wurde in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt entwickelt. Das haben wir exportiert und es ist in anderen Städten zum Einsatz gekommen Und ich denke, wir werden das auch zukünftig erweitern. Ich glaube in Andernach ist der nächste RLP-Tag. In Annweiler waren wir ja auch dabei und auch in Andernach sind wir natürlich dabei Wir stehen natürlich auch zur Verfügung bei jeder Art von größeren Festen in euren Städten An der Stelle möchte ich ausdrücklich Frau Day danken. Ich hatte gehofft sie wäre hier, würde das mitbekommen Ich glaube, sie ist momentan unterwegs wegen der Bombenentschärfung (- Abteilungsleiterin der Ordnungsbehörde -) Wir hatten heute morgen deshalb eine Sperung der Autobahn. Vermutlich ist Frau Day dort noch eingebunden. Und natürlich danke ich Herrn Huber von der

KL.digital. Die beiden waren im Grunde genommen die Auslöser für diese Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und der KL.digital. Ich trenne das ein bisschen, aber eigentlich ist das nicht trennbar KL.digital ist eine einhundertprozentige städtische Tochter Das ist so ein Projekt, das sofort Nutzen gebracht hat ja, liebe Frau Staatssekretärin, neue Strukturen im Rathaus – das ist die zweite Phase von der ich eben gesprochen hatte. Ich bin dankbar, dass ihr Haus die Schaffung neuer Strukturen fördert Dies wird dadurch deutlich, dass wir jetzt im Rathaus dauerhaft auch neue Strukturen für die Digitalisierung schaffen. Es reicht nicht, allein eine KL.digital zu haben, sondern das muss natürlich in das Denken und Handeln der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses eingehen Denn selbst wenn die KL.digital eine hundertprozentige städtische Tochter ist, ist der Reflex oft “Ach, das sind die – Lass die mal machen!” Das wollen wir natürlich nicht, sondern wir müssen eine entsprechende Verbindung, eine Stabstelle, die direkt zugeordnet ist, schaffen Dieses Handeln, auch das Onlinezugangsgesetz und vieles mehr müssen wir in die Verwaltung hineinbringen und diese Struktur wird nun die nächsten Jahre gefördert werden Wir müssen das einfach in der Verwaltung verinnerlichen. Die Tragweite dessen, was auf uns zukommt – Ich halte das für wesentlich gravierender als die industrielle Revolution 1840 Die Technologiesierung unseres Rathauses war ein Pappenstil gegenüber dem, was jetzt mit der Digitalisierung auf uns zukommt Da gibt es ganz neue Geschäftsmodelle , ganz neue Arbeitsweisen. Ich glaube, auch die Arbeitsplätze der Vergangenheit, wie wir sie im Moment kennen, werden sich in den nächsten zehn Jahren auslösen. So etwas was ich im Moment noch gar nicht einschätzen kann. Solche Dinge müssen auch entwickelt werden und deshalb vielen herzlichen Dank für die Unterstützung dieser Strukturen Ich möchte aber auch jetzt die Gelegenheit zum Schluss noch nutzen, dem team von KL.digital zu danken – für das Engagement der letzten Jahre. Es sind jetzt etwas zwei Jahre, die ihr hier gearbeitet habt und ich erinnere mich noch an die raue See, die wir zu Beginn unseres Tuns hier hatten. Das war eine politisch raue See – hatte also nichts mit eurem Engagement und Wissen zu tun – sondern es war am Anfang ziemlich schwierig hier einen Weg zu finden. Herr Dr. Verlage und ich wissen, von was ich gerade rede. Wir haben sehr darunter gelitten, aber das ist jetzt vorbei – jetzt läuft’s! Und ich glaube jetzt wird auch keiner mehr diese Dinge in Frage stellen Ja, vielen Dank, lieber Klaus, es wurde ja einiges von dir schon angesprochen Es geht ja heute darum, dass wir, neben dem Förderbescheid, wirklich auch Gelegenheit haben zu netzwerken. Die interkommunale Zusammenarbeit – und zwar nicht nur im Bereich Digitalisierung – das geht nur gemeinsam, wenn wir in den Bereichen voneinander lernen wollen. ich glaube, was wir alle vermeiden sollten, ist zukünftig Insellösungen zu schaffen. Weil wir eben sonst die Themen Daten, Bürgerfreundlichkeit, Bürgerservices nicht ganz so ausgestaltet könnten, wie wir das wollten Deswegen freuen wir uns sehr, dass wir Partner sein dürfen, dass wir auch partizipieren dürfen an dem, was ihr in KL vielleicht schon ausprobiert habt, bei dem ihr sagt: “Das ist gut!” Aber vielleicht auch schon Erfahrungen zur Umstrukturierung gesammelt habt Und auch bei uns in Speyer ist sozusagen ein weiteres Netzwerk entstanden mit der Universität für Verwaltungswissenschaften, auch im Bereich Digitalisierung. Hier versuchen wir selbstverständlich auch über uns und über die Universität die Bausteine, die wir gemeinsam eruieren, mit euch gemeinsam zu diskutieren und vielleicht auch dort den ein oder anderen Punkt miteinander zu entwickeln, dass wir voranschreiten. Für mich Folgendes wichtig: Digitalisierung, Daseinsvorsorge, Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse Ich bin sehr froh, dass wir hier in Rheinland-Pfalz, mit dem interkommunalen Netzwerk, eben auch den Grundstein legen das auszubreiten. Also vielen Dank!

Auch aus Wörth einen schönen Gruß – direkt von der elsäßischen Grenzen, aus dem letzten Zipfel Wenn man so möchte, aus dem schönsten Zipfel von RLP. (*Gelächter*) Wir sind sehr geprägt von der Industrie, das wissen Sie. Wörth lebt von Daimler-Benz, wenn man so will. Aber auch von neuer Industrie. Ich will einen kleines Beispiel an digitalisierung bringen. Ich durfte vor kurzem in diesem Werk einen Prüfstand eröffnen Er befähigt LKW unter einer riesigen Strömung von Wind und unter Temperaturen von -20 Grad bis + 40 Grad mit Materialien belastet zu werden. Warum erzähle ich das? Ein ähnlicher Prüfstand steht in Brasilien. Dort werden andere Daten digital erfasst: wie der Wind und die Strömung sich auf Benzin auswirkt, oder in diesem Fall es umwandelt. Und wie das Auto dann darauf reagiert Gleichzeitig haben wir dann natürlich Forschungsinstitute, wie das Fraunhofer, die erforschen die Frage: Wenn so viel Wind und Temperatur auf ein Teil wirken, was macht das mit der Statik und Stabilität? Und in Kaiserslautern in der Uni, werden aus solchen Teilen – aus faserverstärkten Verbundstoffen – plötzlich Teile, die später in Autos oder LKW sind. Das ist Digitalisierung in Höchstform. Sämtliche Daten werden digital erfasst, sie werden ausgetauscht, sie sind so intelligent, dass sie sich weiterentwickeln und so zum Endprodukt werden. Wenn ich jetzt in meine Kommune reindenke, dann sag ich: “Ja, wir tun da auch schon was.” Wir haben auch schon im Rathaus auf das Digitale reagiert. Das was sie als Smart Home heute auf ihren Handys abgebildet bekommen, haben wir als Smart Rathaus Sämtliche Temperaturen und andere Dinge sind dort eingestellt. Das haben wir natürlich bei Hallen, bei Kindergärten und mit anderen Dingen. Das wird heute schon fast als selbstverständlich gesehen. Sehr schön! Wir haben auch ein Beispiel aus der Kategorie “papierloses Büro” Eine Idee, die es schon über Jahrzehnte gibt, die aber scheinbar keiner versteht Denn wir brauchen statt weniger, immer mehr Papier. Wir wollen damit aber unsere Belege und Rechnungsbelege auf einen Schlag digitalisieren. Und statt, dass dieser Beleg 5x in die Hand genommen, 6x ausgedruckt und 7x unterschrieben wird und durch viele Büros wandert, soll er digital springen. Das soll schneller werden. Und wenn Sie den PC anschalten, springt es Ihnen direkt ins Auge, dass sie den Beleg überprüfen und unterschreiben müssen. Könnte ja ein guter Hinweis sein. Wir arbeiten daran. Und wenn Sie heute kurz noch im Rathaus im Keller sind, dann sehen Sie diese weißen Wände an Ordnerrücken Dann sehen Sie welche Energie dahinter steckt, wenn nur Belege nicht mehr zu beschriften und weiter zu schicken sind Ich könnten Ihnen jetzt noch drei, vier Beispiele aus dem Rathaus nennen, die wir bearbeiten. Aber das machen wir dann im Netzwerk – das wollen Sie auch gar nicht alles wissen. Aber eines habe ich mir noch vorgenommen. Das war so eine paar Kleinigkeiten Ich habe mich vorhin darüber unterhalten. Quo vadis Digitalität? Wo gehst du hin? Ich hätte gerne eine Wörth-App, also für unser Wörth Und wenn jemand darauf klickt, dann weiß er, wo unsere Ärzte sind, welche Krankenhäuser wir haben, wer gerade Notdienst hat. Oder ein Geschichts-Caching, also ein historical Caching, um zu zeigen: Was bietet diese Stadt? Wo ist der Limes? Wo haben Bergmann und Zügel gemalt? Wo sind diese Punkte gewesen? Und das alles auf einer digitalen Anwendung. Wenn jemand neu in diese Stadt kommt, zum ersten Mal hier ist, erfährt er, wo der Limes ist, wann der Kindergarten aufmacht und wie er damit im Rathaus seien Ausweis verlängern kann. Das sind die Wünsche, die wir noch haben Daran arbeiten wir und ich habe gesehen, dass vieles bei Ihnen in Kaiserslautern schon im Anstoß ist. Hier in diesen Werkstätten. Wie Sie schon sagten, lassen Sie uns daran partizipieren Als ich vor wenigen Monaten das Amt angetreten bin, ist mir eine Sache sehr, sehr schnell klar geworden: Wir haben in Zweibrücken einen unfassbaren Nachholbedarf in all dem, was mit Digitalisierung zu tun hat. Wir haben schon über das Onlinezugangsgesetz gesprochen, über die eAkte. Wir haben noch nicht über den Digitalpakt Schulen gesprochen, der eine unfassbare Herausforderung für uns darstellt. Unglaublich viele Chancen, aber letztendlich auch eine unfassbare Herausforderung, insbesondere auch, wenn es um Breitband geht Es war aber auch relativ schnell klar, dass es überhaupt keinen Sinn macht, dass wir jetzt anfangen vor uns hin zu werkeln und jeder seine Mini-Lösung findet. Da kam es mir sehr gelegen, dass dieses Netzwerk diskutiert wurde. Und das war mein zweiter Förderbescheid, den ich jemals bekommen habe. (*Gelächter*) Seiler: Ich habe auch noch nicht so viele. Wosnitza: Er redet hier von Mappen

(*Gelächter*) und Millionen Ich bin froh, wenn ich überhaupt einen bekomme. (*Gelächter*) Und es war letztendlich die Lösung, die wir gebraucht haben, nämlich dass wir in Austausch kommen. Dass wir nicht alles von vorne neu erfinden müssen, dass wir im Kleinen, wie im Großen einfach zusammenarbeiten Ich bin z.B. nächste Woche in KL, weil wir in Zweibrücken das Handyparken noch nicht umgesetzt haben Ihr macht was hier. Wir sind im Abstimmungsprozess und werden im Januar mit einem ähnlichen, oder sogar dem gleichen, System an den Start gehen. Einfach auch als Hintergrund: dass wir darüber auf dem letzten Netzwerktreffen auch schon gesprochen haben. Das sind ganz viele Dinge, bei denen wir ansetzen müssen. Und die Westpfalz steht ja letztendlich auch eine enge Kooperation, Zukunftsregion Westpfalz, die Zusammenarbeit der Hochschulen etc. Ich glaube das ist die Stärke, die wir hier haben Wenn wir darüber hinaus noch entsprechende Vernetzung hinbekommen, ist das genau das, was wir brauchen Ich habe weder die Ressourcen, noch die Zeit, noch die Energie jeden Schritt neu zu erfinden. Wir müssen einfach zusammenarbeiten, nicht im Alleingang Mit Blick in die Zukunft, ist das vielleicht der Weg, auf dem wir uns – sagen wir mal – ins nächste Jahrzehnt bewegen. Wir wollen den Schritt mal nicht so groß machen. (*Gelächter*) *Applaus* Ich freue mich heute zum wiederholten Mal in Kaiserslautern zum Thema Digitalisierung sein zu können Denn bei dem Thema Digitalisierung, künstliche Intelligenz und smarte Anwendung kommt man an der Stadt KL eigentlich gar nicht mehr vorbei Es ist nicht immer die gleiche rote Mappe. Wir haben mehrere überreicht. Aber keine Sorge, in Mainz gibt es noch ein paar rote Mappen für weitere Bedürfnisse Meine sehr geehrten Damen und Herren, Digitalisierung ist in aller Munde und es gibt, wie bei den meisten Veränderung, Fürsprecher und Gegner. Chancen und mit dem Thema verbundene Ängste Die Welt dreht sich zwar nicht schneller durch die Digitalisierung, aber wir bekommen viel mehr von ihr mit und werden in Echtzeit mit den unterschiedlichsten Ereignissen rund um den Erdball konfrontiert und die Welt ist durch die Digitalisierung und Globalisierung nicht mehr die, die wir über Generationen hinweg gekannt haben. Sie wird sich auch immer noch weiter verändern und damit unser Alltag, unsere Arbeitswelt und die Art wie wir miteinander zusammenleben. Und daher müssen die technischen und infrastrukturellen Aspekte auch immer von den Fragen begleitet werden: Was macht die Digitalisierung mit den Menschen in unseren Städten und Dörfern und was bedeuten all die Veränderung für jeden einzelnen von uns? Welche Vorteile bringen sie, aber auch welche Nachteile? Wie können wir, die die Verantwortung tragen, die Menschen im Zuge dieser Digitalisierung begleiten? Und genau das ist es, was die herzlich digitale Stadt Kaiserslautern von Beginn an ausgemacht hat Auch für die Landesregierung ist das ein wichtiges Ziel. Dass aus technischer Innovation, insbesondere gesellschaftlichen Fortschritt wird. Fortschritt ja, aber nicht ohne die Belange der Menschen zu betrachten. Digitaler Wandel, aber eben mit Blick auf das Wesentliche. Das ist der Nutzen, den die Digitalisierung den Menschen bringt Meine sehr geehrten Damen und Herren, in diesem bundesweit einmaligen herzlich digitalen Ansatz unterscheidet sich Kaiserslautern von den – sag ich mal – mal gewöhnlichen Smart City Ansätzen. Praktisch bedeutet das, dass es sowohl einen Chief Digital Officer, als auch einen Chief Urban Officer gibt. Um die Digitalisierungsstrategie in die bereits bestehenden Strukturen einzubinden und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit – nach Innen und nach Außen – betreiben zu können. Bundesweit ist dies bislang einmalig Es bedeutet auch, dass sie einen gesellschaftlichen Dialog führen, um die digitalen Veränderungen zu erklären. Auch dies ist bundesweit einmalig Der Prozess der gesellschaftlichen Veränderung findet natürlich nicht nur in Kaiserslautern statt, sondern in jeder Stadt und jedem Dorf in RLP und in ganz Deutschland. Bereits 2015 haben wir – sehr geehrter Prof. Liggesmeyer – die digitalen Dörfer mit dern Verbandsgemeinden Göllheim, Eisenberg und Betzdorf ins Leben gerufen. Und auch dieses Projekt war bundesweit wegweisend. Im April 2019 folgte dann die Gründung des Interkommunalen Netzwerkes, um den Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam zu begegnen und gemeinsam Lösungswege zu finden. Da Kaiserslautern mit zahlreichen positiven Beispielen vorangegangen ist,

war es nur konsequent, dass die Koordination des Netzwerkes auch in den Händen der Stadt Kaiserslautern liegt. Wir hoffen, dass dieses Netzwerk in den kommenden Jahren wächst und neben Speyer Andernach, Wörth und Zweibrücken noch weitere Städte hinzukommen werden Ich habe es bereits anfangs gesagt, man kommt an Kaiserslautern nicht vorbei, wenn es um Digitalisierung geht Die Landesregierung wird auch zukünftig an der Seite der Stadt stehen und sie noch herzlicher und noch digitaler zu machen. Und wie könnte ich diese Aussage besser untermauern, als mit der Bereitstellung von weiteren Landesmitteln? Sehr geehrter Oberbürgermeister, lieber Klaus, es mir eine große Freude Ihnen heute einen weiteren Förderbescheid in Höhe von 1 Mio € für die kommenden zwei Jahre überreichen zu dürfen. Mit dem Fördersatz von 90 Prozent machen wir als Landesregierung deutlich, dass wir von diesem projekt voll und ganz überzeugt sind. Und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der Verdienst aller, die von Beginn an an dieses Projekt geglaubt haben Ich wünsche Ihnen und der Stadt Kaiserslautern und auch den anderen Netzwerkpartnern für die Zukunft alles Gute. Vielen Dank! Applaus