Reise ins Land der Vorfahren | Indien, Armenien, USA | Meine fremde Heimat (4/7) | Doku | SRF DOK

Ando findet in Armenien sein Elternhaus, in dem er bis zu seiner Flucht lebte Wow, das ist ja winzig. Aber das ist meine Herkunft. In den USA freut sich Susan auf ein besonderes Treffen Nach 21 Jahren soll sie ihren Vater wiedersehen Ich sehe jemanden. Aber der ist nicht gross genug. Das ist eine Reise zurück zu den Wurzeln, eine Reise in “Meine fremde Heimat” MIT TELETEXT-UNTERTITELUNG Ando flüchtete mit sieben Jahren mit seiner Familie aus Armenien 23 Jahre später ist er zum ersten Mal wieder in seiner Heimat, gemeinsam mit seiner Freundin Giada * Orientalische Musik * Andos Mutter und seine zwei Brüder wohnen in der Schweiz Weil es immer wieder Streit gab, hat er keinen Kontakt mehr Sein Vater starb vor vier Jahren und ist in Armenien begraben * Gespräch auf Armenisch * In der fremden Heimat warten viele Verwandte auf Ando Heute besucht er seine Tante, die Schwester seines verstorbenen Vaters Sie hat Töchter und inzwischen auch Enkelkinder Ich habe sie nicht mehr gesehen, seit ich Armenien verlassen habe. Das ist das erste Mal. Ich weiss nicht, ob ich sie noch … … in Erinnerung. – … richtig in Erinnerung habe. (Tante) Bari galust! * Sanfte Musik * Ich war in ihrem Alter, als ich wegging. Auf der Flucht konnte Andos Familie nur das Nötigste mitnehmen Deshalb hat er keine Fotos von sich als kleiner Junge Sie sagt, sie habe alte Bilder von mir, als ich klein war, und ob ich Bilder mitbringen könne. Das ist mein Onkel, der Bruder meines Vaters. Ich sehe diese Bilder zum ersten Mal in meinem Leben. Ein schönes Bild. Ich habe leider keine Bilder. Ich habe nur eins in Erinnerung. Es ist kein Bild von mir, aber von meinem Onkel. Aber sonst habe ich keine Bilder. Diese sehe ich zum ersten Mal. Ich kann ehrlich sagen, jetzt kommen alte Erinnerungen hoch. Das ist mein Vater, das ist meine Mutter. Das bin ich, das ist mein Gross- vater, der leider verstorben ist. Das ist mein älterer Bruder und das ist meine Cousine. Ja, ein schönes Bild. Ja, es ist etwas Besonderes. Ich habe sie noch nie vereint gesehen. Ich … … habe Ando immer nur allein gekannt. Ando hat auf dieser Reise nicht nur viele Erinnerungen an seine Kindheit gefunden, sondern auch die Familie, die er zu Hause nicht mehr hat Die Familie endlich wieder sehen – das ist einer Gründe, weshalb Susan unterwegs ist

Sie wuchs in der Schweiz auf, ihr Vater lebte in den USA Mit Mitte 20 ging Susan für vier Jahre nach Kalifornien, deshalb ist San Francisco die erste Station auf ihrer Reise in die fremde Heimat Hier leben Freunde, die sie seit 20 Jahren nicht gesehen hat Einer davon ist Vernon Vernon ist wirklich ein herzensguter Mensch. Und ich … Ich werde ihn gleich sehen, und ich habe das Gefühl, dass er im Kern noch derselbe ist. Ein sehr spiritueller Mensch auch. Einfach ein lieber Kerl. Monika ist eine gute Freundin von Susan und ihre Reisebegleiterin Ich lerne hier Susans Geschichte kennen. Denn vorher habe ich sie … … habe ich ihre ganzen Amerikaabenteuer nicht gekannt. Susan führte in ihrer Zeit in Kalifornien ein Hippieleben, wollte sich als Künstlerin durchschlagen und verdiente ihr Geld mit unterschiedlichen Jobs In den letzten 20 Jahren hat sie den Kontakt zu den meisten Freunden verloren Bis gestern, als sie Vernons Telefonnummer bekam * Entspannte Musik * Eine schöne Gegend. – Und so ruhig. Total. Meinst du, das ist es? Autsch! – Fall nicht hin! * Susan lacht. * I directed you right. I love you. – I love you too. Wow! So nice to see you after all this time. So, this is the kitchen. Hello, kitchen. Dass Susan einfach so auftaucht, nach 20 Jahren und von weit entfernt, überrascht Vernon nicht Die Planeten haben es ihm bereits verraten Er hat sich nicht stark verändert. I’m still going to school. Toll. Er hat sich überhaupt nicht verändert. Same smile. Für mich ist es wunderschön. Ich habe wirklich das Gefühl, wenn ich an Menschen denke, also Freunde, die wirklich mein Herz berühren, dass sie vielleicht zur gleichen Zeit an mich denken. Was er gesagt hat, bestätigt das. Wirklich … es passt einfach genau. Ta-da! So schön. Susan ist noch keine 24 Std. im Land und hat bereits zwei alte Freunde gefunden Ich bin gerade mega geflasht. Wie die Zeit … Zeit bedeutet einfach nichts. Dieser Moment ist … Ein bisschen Silber in den Haaren, aber sonst noch alles gleich. Keine Fremdheit, nichts. Am Ende dieser Reise will sie für das Treffen mit ihrem Vater bereit sein, nach über 20 Jahren Aber vorher will sie unbedingt noch einen Freund überraschen * Beschwingte Musik * Bei Ando und Giada gibt es einen weiteren Familienbesuch Seine Cousine begleitet ihn zu seiner Grossmutter mütterlicherseits Bei ihr verbrachte Ando früher viel Zeit * Sie sprechen armenisch. * Hier wohnt sie. Und wir sind … – Wo genau?

Wir müssen hier rein. Ich gehe vor, in Ordnung? – Ja. Seine Grossmutter sah ihn zuletzt als siebenjährigen Jungen Ich hoffe, ich bin hier richtig. – Wohnt sie gleich hier? Bist du sicher? Hat sie gesagt, es sei hier? Ja, Marlene tatik? Komm! * Sie sprechen armenisch. * * Lachen * * Sanfte Klaviermusik * * Sanfte Klaviermusik * * Schluchzen * Okay? Sie ist so ein gutherziger Mensch. Ich freue mich so. Schau mal, ein Bild von mir! – So süss, oh mein Gott! Schau mal, was für ein grosses Bild sie von mir hat. Nur von dir, wie? – Ja. Aber das bist nicht du? – Das ist mein Onkel. Mit seinem Sohn. Ich werde … Ich bin sehr gerührt, dass sie so … (Mit erstickter Stimme) Wirklich, ich bin … Es macht mich extrem stolz, dass sie so grosse Bilder von mir hat. Sie hat ja Kinder und andere Enkel, aber dass sie … Man sieht, von niemandem sonst hat sie so ein grosses Bild. Das zeigt mir, wie sehr sie mich vermisst hat. * Sie sprechen armenisch. * Sie sagt, ich müsse dich küssen, du seist so herzig. Die Grossmutter erzählt von Andos Vater, der für sie mehr gewesen sei als nur ein Schwiegersohn Er ging nach ein paar Jahren in der Schweiz zurück nach Armenien und habe sie täglich besucht, bis zu seinem Tod vor vier Jahren Also … Das tut weh. Zu hören, dass mein Vater kein Glück im Leben hatte, tut mir weh. Das ist … Andos Vater ist ausserhalb der Stadt in Dzoraglukh begraben Aber bevor Ando dorthin geht, will er noch sein Elternhaus suchen * Sanfte Klaviermusik * Barev. * Sanfte Klaviermusik * Abschied in Armenien,

Wiedersehensfreude in den USA Susan ist tief in ihre Vergangenheit eingetaucht Heute geht es weiter Gemeinsam mit ihrer Freundin Monika fährt sie aus der Stadt hinaus zu Darriel Auch er war vor 20 Jahren ein wichtiger Mann in Susans Leben Wir fahren jetzt nach Sonoma und schauen, ob Darriel … Mit ihm und einigen anderen habe ich mich um einen alten Künstler gekümmert. Ich will schauen, ob er wirklich noch an der Adresse, die ich recherchiert habe, wohnt. Darriel pflegte damals einen betagten Künstler und Susan half ihm dabei Eigentlich wollte sie etwas anderes tun Ich wollte damit ausprobieren, wie ich mich als Künstlerin durchschlagen kann. In der Praxis zeigte sich dann, dass es fast am besten geht, wenn man es mit anderen Jobs kombiniert. Und es hat sich gezeigt, dass mir Pflegearbeit zusagt. * Schwungvolle Musik * Auch dieser Besuch ist eine Überraschung Darriel hat keine Ahnung, dass Susan auf dem Weg zu ihm ist Ich glaube fast, das ist es. Hier ist es. Ich stelle den mal hierhin. Das wird wohl nicht gleich geklaut. (Lisa) Nice to meet you. Welcome. Darriel ist im Stress, er muss ins Radiostudio Oh, cool. (Darriel) I’ll see you there. Okay! Als Überrascherin werde ich jetzt überrascht. Wir gehen jetzt auf den Airstream, also in seine Radioshow. Einmal pro Woche moderiert Darriel seine eigene Radiosendung Das wollen sich Susan und Monika nicht entgehen lassen * Beschwingte Musik * Sorry for the wrong address. My bad! Ah, okay. No problem! – We found you. I’m on air right now. I left all the doors open. * Lachen * Darriel spielt v.a. Platten aus den guten alten Zeiten … the address was wrong. Come on in! So cool! The door’s open. Susan fühlt sich sofort wie zu Hause * Rockmusik * There we go. Here we go, there’s our dance party. And just like the old days. Have a seat. – Oh! This is okay. I need to adjust this a little. Jetzt hat sich auch Darriel vom ersten Schock erholt * Lachen * Zwischen den Songs schwärmen die beiden von den alten Zeiten,

als sie sich um einen betagten Künstler kümmerten Ted hiess er It’s not just all about you. – Again! Ja, es war mehr als ein Job. Eine Herzenssache. Er war zwar ihr Arbeitgeber, aber offenbar war es wirklich ein freundschaftliches Verhältnis. Und es ging nicht nur um die Pflege, sondern, wie er sagte, auch um die intellektuelle Unterhaltung, um intellektuelle Anreize. Ja, wir haben ihm Gedichte vorgelesen, die er hören wollte. Wir spielten für ihn Bach-Schallplatten. Ja. Nein! Smooth! Dieses Lied spielt Darriel nur für Ted Als Dankeschön, dass er durch ihn Susan kennengelernt hat * “The Waiting” von Tom Petty and the Heartbreakers * # Baby, we know better than to try and pretend # Honey, no one could have ever told me about this # I said – # … yeah, yeah. # Yeah, yeah. – # Yeah, yeah. # The waiting is the hardest part # Every day you see one more card # You take it on faith, you take it to the heart # The waiting is the hardest part Die ersten sieben Jahre lebte Ando in Armenien, gemeinsam mit seinen Eltern und den zwei Brüdern Er ist auf der Suche nach seinem Elternhaus Es ist umgeben von Hochhäusern, also von solchen Wohnblocks. Und es ist klein und hat einen Vorgarten. Schwierig. Nein, wir müssen uns nur umschauen. Huch! Mein Gott! Mein Gefühl sagt mir, ich müsse dort schauen. Merci. Nein! Ich sagte doch, mein Gefühl … – Oh mein Gott! Hier. – Krass. Er sagte zu mir, das sei nicht hier. Ich sagte: “Warte, ich will mal schauen.” Ich sagte, es sehe genau so aus. Wow. Boah. Wow! Hier hat mein Vater etwas gemacht. * Sanfte Klaviermusik * Das ist unser … Hier bin ich aufgewachsen. Das ist ja winzig. Wir waren hier zu fünft. Es gab hier nichts, wir hatten wirklich nichts.

Man sieht, hier war nichts. Das ist meine Herkunft. (Unter Tränen) In der Schweiz habe ich nie vergessen, woher ich gekommen bin – deshalb habe ich mich durchgebissen. Das hat mir die Kraft gegeben. Das hat mich so hart gemacht. Wir haben es in der Schweiz so schön. Immer wenn es mir schlecht ging, dachte ich: “In Armenien hatte ich nichts.” Das habe ich nie vergessen. Ich bin dankbar, dass ich in der Schweiz so viel aufbauen konnte. Das war meine Motivation: Ich hatte nichts. Man sieht es. Das ist … Seit dem Tod seines Vaters vor vier Jahren wohnt hier niemand mehr Das Haus will, dass ich hierbleibe. Aha. Wahnsinn, alles verrostet. (Seufzend) Gehen wir. * Melancholische Musik * * Lockere Gitarrenmusik * In Kalifornien läuft alles nach Plan Susan hat alte Freunde getroffen und fühlt sich wieder wie zu Hause Morgen fliegt sie mit Monika an die Ostküste nach Rochester Dort leben ihr Vater und ihre zwei Halbschwestern Vor diesem Wiedersehen nach über 20 Jahren braucht sie eine kleine Auszeit am Strand Wow! – Es ist hier ziemlich gefährlich. Ja, einfach mal, um so einen Moment in der Zeit zu haben, um wieder runterzufahren, zu meditieren, so zu atmen wie es mir … Ein … aus. Ja, auch als Vorbereitung für den grossen Trip übers Land und dann zu Dad. * Wellenrauschen * * Sanfte Klänge * * Sanfte Klänge * Kalifornien ist abgehakt Susan und Monika fliegen einmal quer über die USA nach Rochester im Bundesstaat New York Ich bin wirklich in freudiger Erwartung darauf, jetzt dann bei Dad anzukommen, meine Schwestern zu treffen. Jetzt habe ich wieder Platz, und … Irgendwie … Ja, vorher war ich so erfüllt von den Eindrücken. Auch jetzt noch, aber jetzt kann ich ins Auge fassen, was noch kommt. Mein persönlicher Hauptact dieser Reise. Mein Dad. Und meine Schwestern. * Sanfte Musik * Während Susan das grosse Treffen mit ihrem Vater bevorsteht, ist Andos Reise schon bald zu Ende Bevor er am letzten Tag aufs Land fährt,

gibt es bei seinem Onkel in Jerewan Khorovats Das bedeutet Gegrilltes Ein Menü, das nur bei besonderen Anlässen aufgetischt wird Für Ando und Giadas Abschied hat sich die ganze Familie versammelt * Fröhliche armenische Musik * So gut. – Das ist armenisches Khorovats. Schaschlik. Nein, in der Schweiz darf man so etwas nicht auf dem Balkon machen. Dafür brauchst du eine Sonderbewilligung. Aber in Armenien ist das etwas einfacher. Man darf grillieren, wann man will, egal welche Uhrzeit. 2 Uhr morgens ist kein Problem. Man wird keine Reklamationen aus der Nachbarschaft hören. Das sieht wirklich mega aus. Als hätte ich Geburtstag. Wahnsinn, Wahnsinn. Auch in Italien wird viel gekocht, wenn Gäste kommen. Es ist viel! Es gibt nichts, was es nicht gibt auf dem Tisch. * Fröhliche armenische Musik * * Die Cousine spricht. * Sie sagt, beim nächsten Mal müsse ich verheiratet kommen. Es ist Sonntag. Ando und Giada wollen einen Gottesdienst besuchen, gemeinsam mit dem Onkel und seinem Sohn Armenien war im 4. Jh das erste Land, das das Christentum als Staatsreligion anerkannte Sie fahren ins Johanneskloster, das hoch über der Kassagh-Schlucht steht Immer wenn ich einen Wettkampf hatte, ging ich in Baden in die katholische Kirche. Für mich allein. Aber in letzter Zeit bete ich allein, nicht mehr in der Kirche. * Glockengeläut * * Kirchlicher Gesang * * Kirchlicher Gesang * * Kirchlicher Gesang * Mit so viel Schutz von oben ist Ando bereit für sein allerletztes Ziel,

das Grab seines Vaters Susan ist in Rochester angekommen In dieser Stadt wurde sie vor 45 Jahren geboren Als sie eineinhalb Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern und ihre Mutter ging mit ihr in die Schweiz zurück Zu ihrem Vater hatte Susan nur selten Kontakt Das letzte Mal haben sie sich vor 21 Jahren gesehen * Beschwingte Musik * Jetzt ist es endlich so weit In 1 Std soll sie ihren Vater treffen Ich verspüre schon auch ein bisschen Nervosität. Ich will ja gut aussehen, wenn ich Dad treffe. Logisch. Ich habe Dad 21 Jahre lang nicht mehr gesehen. Ja. Genau, und es ist schon … Ich will ja sozusagen einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Gut. Ich glaube, es hat mich stark geprägt … … ohne eine Vaterfigur, die … Es hat mich geprägt, ohne ihn aufzuwachsen. Ja, ein kleiner Mangel an … … sozusagen einer gefestigten Identität und auch Autorität natürlich. Genau, und auch dieses Gefühl, dass man sich immer selbst kümmern muss. Ich fiebere total mit, wie diese Begegnung am Ende ausfallen wird. Mir wird gerade ganz warm. Die ersten Nervositätshitzeschübe. So, ich will es nicht übertreiben. Sieht gut aus. – Ja? Danke. * Sie lacht. * Den Schlüssel habe ich. Gut. Susan ist mit ihrem Vater auf einer Fussgängerbrücke in der Stadt verabredet * Sanft-beschwingte Musik * Er meinte sicher diese Brücke. Ich hoffe es. Er kennt sich ja aus. Ja, sie waren sicher ab und zu hier, um Sightseeing zu machen. Oder auf einem Ausflug. – Ich sehe jemanden. Aber der ist nicht gross genug. Schön hier. Jetzt fehlt nur noch ein Dad. Where’s Dad? Auf einer Skala von 1-10 für Nervosität bin ich bei 11. Tüdüdüdüdüdüdüdüdü! Ping! Soll ich ihn anrufen? Ich weiss nicht, was ich tun soll. Ruf doch an. – Aber warum ruft er nicht an? Jetzt kommen all diese Ängste hoch: Lässt er mich hier auflaufen? Ich weiss nicht, ob ich es noch lange aushalte. Oder ob ich da runter soll. – Ach was! Ich rufe ihn jetzt an und sage ihm, wo wir sind. * Unheilvolle Klänge * Dad. You? Hey, nein, ich könnte wirklich vor Angst pinkeln. Die Nieren sind ja … Die Blase ist von den Organen her … Weisst du, die Leber mit Wut, Nieren und Blase mit Angst. Und es ist wirklich brutal, wie es sich gerade auswirkt. Uh! Ich kann dir nachfühlen. * Unruhige Klänge * Ehrlich, hey!

Komm, wir gehen einfach wieder. Fuck him! Meinst du? Ruf doch noch mal an! Warum? Um zu sehen, wo er gestrandet ist. Vielleicht findet er uns nicht. Aber sorry, wirklich! Ich habe auch genug davon, mir für ihn irgendwelche Entschuldigungen oder Ausreden zusammenzureimen, nur damit es nicht so scheisse ist. He’s not here! We’ve been waiting for half an hour. Und wir haben uns beeilt, um ihn nicht warten zu lassen. * Düstere Musik * Nächste Woche bei “Meine fremde Heimat”: Ando besucht am letzten Tag der Reise das Grab seines Vaters Die schwierigsten Momente sind die Geschichten über meinen Vater. Dass er traurig gestorben sei. Dass er die Hoffnung aufgegeben hatte, uns wiederzusehen. Es tut mir immer noch weh, denn er hat es nicht verdient, so zu sterben. Und Susan verliert langsam die Geduld Ich drehe gleich durch und werfe die Scheisskamera ins Wasser. Hau ab, Mann! Ehrlich! Hi, Dad. Is that you there coming? Okay, all right. Taucht Susans Vater noch auf? SWISS TXT AG / Access Services Alexandra Duttweiler – 2020