Ausgerechnet Wien | WDR Reisen

Wien, die lebenswerteste Stadt der Welt Besonders bei deutschen Touristen beliebt Wo kommt ihr denn her? Düsseldorf? Schöne Grüße Die Stadt lebt von ihren Klassikern, von Kultur und auch von Kitsch Was kostet Sightseeing in Wien? Hier seh ich schon, kleine Rundfahrt 55 Euro pro Kutsche, große 80 Geldquelle oder willkommener Gast, wie kommen die Deutschen beim Wiener an? Piefke sind die Deutschen Schnitzel, Sachertorte und Kaffeehauskultur Was hat Wien kulinarisch zu bieten? Noch mal zum Mitschreiben Das ist der Buckel, das ist die Eitrige und das ist der Schiss Wie vermarktet Wien seine prunkvolle Vergangenheit? Und wie viel müssen Touristen für einen Besuch zahlen? Die Antworten jetzt in “Ausgerechnet Wien” mit Daniel Aßmann Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR Hallo aus Wien Ich möchte mir einen preislichen Überblick über Österreichs Hauptstadt verschaffen Was kostet die Übernachtung, wie siehts mit Kulinarik aus, und mit welchen Kosten muss ich rechnen für Erlebnisse Das finden wir raus Wien gilt laut einer internationalen Studie zum 10. Mal in Folge als lebenswerteste Stadt der Welt Aber nicht nur Einheimische lieben das Wiener Flair Historische Bauten aus der Zeit als Hauptstadt eines Kaiserreichs Und Stars wie Mozart und Sisi, das Schnitzel und die legendäre Sachertorte machen Wien zu einem der beliebtesten Reiseziele Europas Klassik, Kulinarik und Klischees sind die Kassenschlager Aber gibt es auch Neues zu entdecken? Der Tourismus boomt Knapp 900 Mio. Euro Umsatz allein bei den Hotelbetrieben 2018 Tendenz steigend Wir Deutschen sind die größte Touristengruppe Jede 5. Hotelübernachtung geht auf unser Konto Wo kommen Sie denn her? – Aus Gießen Empfinden Sie Wien als teuer, oder ist es günstig? Wie empfinden Sie Wien preislich gesehen? Bisschen teurer, aber nicht übermäßig Was macht Wien aus? – Die Kaffeehäuser Es hat einen besonderen Flair Gemütlich, aber auch modern Machst du hier Urlaub? Bist du Wienerin? Ich studiere hier – Ah, okay Was sind die Klassiker von Wien? Wenn man sich in der Innenstadt einmal bewegt, hat man alles dabei Dadurch kann man kürzer nach Wien und sich in zwei Tagen wunderbar die Stadt angucken Bis jetzt, erster Eindruck? Man hat Klischees erwartet und man hat Klischees bekommen Was ist so das Schöne? Was macht Wien aus? Ich mag alte Gebäude, und davon hat man sehr viel Neben alten Gebäuden der absolute Klassiker auf Wiens Straßen, die Fiakerpferdekutschen Daniel hat sich mit Marco Polland verabredet Von ihm will er wissen, welche Bedeutung die Fiaker in Wien haben Grüß dich. Ich bin Daniel Du bist Marco, richtig? – Genau An dem Thema kommt man als Tourist nicht vorbei Fiaker und Wien, das gehört einfach zusammen, richtig? – Ja Mich interessiert, wie setzen sich die Preise zusammen, wie funktioniert das Ganze Kann ich bei euch ein bisschen hinter die Kulissen schauen? Erste Frage vorab, nehmt ihr die Deutschen gerne mit? Man hört ja so Sag du einfach mal Die Deutschen spielen eine große Rolle im touristischen Markt Sind die größte Touristengruppe hier in Wien Dementsprechend müssen und dürfen wir dankbar sein, dass sie da sind und unsere Kultur so wertschätzen Aber es ist natürlich schon so, Deutschland ist nicht gleich Österreich Vor allem Wien ist sicherlich noch mal spezieller Aber ja, sie sind im Grunde genommen sehr gern gesehene Gäste Man freut sich vor allem, wenn man diesen kulturellen Austausch hat Man stellt immer wieder fest, dass es nicht das Gleiche ist, ob man Deutscher oder Österreicher ist Das ist für uns auch lustig Als Tourist wird man in Wien hofiert und auch gerne kutschiert Fiaker gibt es seit mehr als 350 Jahren Früher normales Fortbewegungsmittel, heute Touristenmagnet Eine Kutsche bietet Platz für vier Gäste 40 min Fahrt kosten 80 Euro Dafür bietet Marco eine entschleunigte Sightseeingtour Interessante Geschichten über Wien gibts gratis Die wichtige Funktion eines Fiakers, dass man nicht nur die Leute von A nach B bringt, sondern ihnen auch zu Kultur und Geschichte was näherbringt Wien zählt ja zu den Städten mit der größten Lebensqualität Was macht es denn hier so lebenswert? Meiner Meinung nach liegts zum einen an der Kultur, an den Menschen Der Wiener ist ja international eher als grantig, mürrisch bekannt Ich glaub, darin liegt das Erfolgsgeheimnis, warum es uns so gut geht, weil wenn wir uns nicht permanent über alles beschweren würden, hätten wirs auch nicht so schön Marco ist 25 Jahre alt und hat vor seiner Zeit als Fiaker

in einigen Edelrestaurants gearbeitet Die Ausbildung zum Fiaker hat ihn ca. 2.000 Euro gekostet Daniel kriegt jetzt eine Gratisfahrstunde Einmal die Peitsche in die rechte Hand nehmen Das nimmst du auch noch so dazu Genau. Jetzt können wir schon losfahren Haben wir eigentlich ne Hupe? – Nein Jetzt machst du einfach noch mal kurz: (schnalzt) Jetzt kannst du schon langsam zu dir herziehen Mehr, mehr, mehr Und dann: (pfeift) Ich hab wirklich Respekt davor Zwei PS, die zu kontrollieren hier Aber die hören ja ungemein Das ist ja ganz wenig, was man hier braucht Und schon, die fahren ein bisschen weiter rechts, weiter links, Hammer Danke. Nächste Fahrt rückwärts, ne? Die Fiakerbetriebe in Wien sind streng reguliert Ähnlich wie bei Taxis gibt es nur wenige Zulassungen Was noch alles hinter dem Geschäft mit der Kutsche steckt, will sich Daniel jetzt genauer anschauen und besucht Marco Polland bei der Arbeit auf seinem Pferdehof Ist das eigentlich ein Nachbau oder sind die noch von früher? Das ist tatsächlich noch von früher Der Grundkorpus ist mehr als 100 Jahre alt Natürlich wird das laufend restauriert und immer ein bisschen was herumgewerkelt Was kostet so ne, wie nennt mans eigentlich? – Fiaker Das ist die Bezeichnung für die Kutsche sowohl als auch für den Kutscher und das Gesamte Es ist ganz unterschiedlich Nachbauten bekommt man im Bereich zwischen 10.000 und 15.000 Euro, also Kleinwagenbereich Originale Kutschen, das ist schon relativ schwierig Da variiert der Preis ganz stark Fiakerpferde dürfen maximal 18 Tage im Monat arbeiten Tierschutzauflage Darum hat ein Betrieb in der Regel mehrere im Stall Hier ist jetzt Felgenpflege, oder? – Genau, so ähnlich So wie wir Menschen wollen auch Pferde schön gepflegt werden und das Gefühl haben, dass sie schön sind Fiaker Marco gibt pro Pferd ca. 400 Euro im Monat aus Hinzu kommen Kosten für Tierarzt und Hufschmied Und jetzt darf Daniel auch mal auf Tuchfühlung gehen Ganz wichtig ist, keine Angst zu haben Du kannst ruhig mit ihm reden – Wie heißt er noch mal? Das ist der Forgo – Genau * Musik * Sieht fast aus wie von Sisi selbst, die Bürste, oder? Nach dem Pferd wird die Kutsche gepflegt Wir werden jetzt uns die Kutsche, mit der wir nachher unterwegs sind, herrichten und vorbereiten Also, mit der fahren wir? – Genau Guck mal, das ist ja spannend Wofür braucht der die Batterie? Wenn das Pferd nicht anspringt und nicht loswill, muss es einmal an der Batterie lecken, oder was? – Nicht ganz Batterie ist einfach nur für die Beleuchtung Nachdem wir nicht mehr so wie vor 200 Jahren mit echtem Feuer in der Laterne unterwegs sein dürfen Es gibt heute strenge gesetzliche Vorschriften, eben elektrisches Licht und, wenn man hier schaut, Scheibenbremsen Das heißt, wir sind ein bisschen moderner mittlerweile Das ist Standard bei allen Kutschen Und los gehts. Wenden in 3 Zügen Stattliche 450 kg bringt die Kutsche auf die Waage Hier seh ich schon, kleine Rundfahrt 55 Euro pro Kutsche, große 80 Der Preis, der hier steht, ist pro Kutsche Das heißt, er ist nicht pro Person Das heißt, wenn du ne 20-Min-Rundfahrt machst zu viert, sind das 55 Euro Das ist unterm Strich, denk ich, ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis 55 Euro für 20 Minuten Rundfahrt 80 Euro für 40 Minuten Nicht gerade günstig, aber bei Touristen trotzdem sehr beliebt Was noch ganz wichtig ist und was noch fehlt zum Fiakerfahren, ist die Melone Die klassische Kopfbedeckung, ganz wichtig Die muss man tragen, ja? – Genau Wenn ich die nicht tragen würde als Fiakerfahrer? Ohne Kopfbedeckung fahren, 300 Euro Strafe 300 Euro Strafe? Krass Und vom restlichen Outfit – Geht eigentlich gar nicht Das heißt ihr habt auch ne besondere Kluft, die ihr anhabt Genau. Es muss einem eleganten Erscheinungsbild entsprechen Traditionsgemäß hat der Fiaker eine Melone zu tragen oder in heißen Sommermonaten darf er auch eine andere Kopfbedeckung tragen Z.B. einen Strohhut Aber es sollte immer in eleganter Form sein Auch fürs Fahren ohne Nummernschild gibts Strafen

Das Fiakergeschäft wird von Wiens Verwaltung streng beobachtet und kontrolliert Wir haben ein Fahrtenbuch Hier müssen die Daten der Pferde eingetragen werden, hier müssen die Fahrten eingetragen werden, die man gemacht hat Pausenzeiten auch? – Pausenzeiten Es muss auch eingetragen werden, wann gefüttert wurde Also wie beim Lkw – Richtig Dass man genau nachweisen kann, wann ist man gefahren Das wird auch sehr streng vom Magistrat kontrolliert In der Hochsaison kommt ein- bis zweimal die Woche der Amtstierarzt auf den Fiakerstandplatz und kontrolliert, ob die Daten, die hier drinstehen, mit den Pferden übereinstimmen Dann wird natürlich auch am Pferd kontrolliert, ganz klassisch, wie bei uns, wenn wir zum Arzt gehen Puls, es wird abgehorcht, dann wird die Körpertemperatur gemessen Dann schaut man, ob das Pferd in einem guten Zustand ist Was mir aufgefallen ist, diese Platzkarte Was bedeutet das? Zulässig für folgende, was heißt das, Fahrzeugnummern? Für folgende Fiakernummern Diese Platzkarte berechtigt uns, auf einem der Fiakerstandplätze zu stehen Also es gibt Konzessionen wie beim Taxi – Richtig Wie viel Mitbewerber gibt es insgesamt? Insgesamt haben wir in Wien aktuell 27 Fiakerbetriebe Das ist schon nicht wenig Insgesamt, wenn man alle Kutschen aus allen Stallungen rausholt, kommt man sicherlich auf 200 Kutschen Standplätze gibts allerdings weitaus weniger Deswegen gibts eben diese Regelung mit geraden und ungeraden Tagen, damit jeder fahren darf Man merkt, was da alles dazugehört Normalerweise, als Tourist, ich steig einfach ein, mach mir keinen Kopf Vielleicht denk ich noch darüber nach, 80 Euro ist viel Geld Oder 55 Euro Aber jetzt sieht man, welche Logistik dahintersteckt Die großen Sehenswürdigkeiten wie den Stephansdom erreicht man in Wien aber auch gut zu Fuß Einige Meter weiter die Hofburg Und der historische Rummelplatz Prater Wien lebt von seiner Vergangenheit Der absolute Hit, Kaiserin Sisi Welche Rolle spielt das Geschäft mit der Kaiserzeit für die Tourismusbranche? Jetzt bin ich verabredet mit Gerti Schmidt Sie ist Guide in Wien Von ihr möchte ich mir einiges über die Sehenswürdigkeiten erzählen lassen Knapp 1.000 Veranstalter bieten in Wien Führungen an Gerti Schmidt ist die Vorsitzende der Wiener Fremdenführer Besonders beliebt bei Touristen, sich ins Wien der Kaiserzeit entführen zu lassen Z.B. im Sisi Museum Ist das nicht die Hofburg? – Ja, das ist das Burgtor Wenn der Kaiser ausgefahren ist, das kann man sich ja heute gar nicht mehr vorstellen Doch, wenn ich aus Hattingen rausfahr, ist das ungefähr genauso Das ist etwas, was wir uns heute in der Form nicht mehr vorstellen können Machen Sisi und der Kaiser heute auch diesen Eindruck? Ist das ein Publikumsmagnet, dass viele Touristen nach Wien kommen? Ich würd sagen, es ist beides Es ist Publikumsmagnet, es ist auch kulturelles Erbe Die Monarchie ist noch nicht so lange vergangen Es ist immer eine Frage der Balance Zwischen einem Publikumsmagneten und dem Vermarkten und dem kulturellen Erbe, das man natürlich schon bewahren möchte Sisi ist ein Besuchermagnet In der Hofburg sind Kleider, Möbel und mehr aus ihrem Leben ausgestellt Das Leben der Kaiserin lockt jährlich knapp 800.000 Besucher ins Sisi Museum Und macht es damit zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens Kriegt das Wien noch hin? Oder ist Wien schon zu überlaufen? Zu manchen Zeiten? Würd ich nicht sagen Es gibt vielleicht Straßenzüge, die ein bisschen belastet sind Auf der anderen Seite, mit dem Wientourismus, mit den Museen, mit der Stadt haben wir das immer noch am unteren Limit Jetzt hätte der Eintritt hier 15 Euro gekostet Empfindest du die Preise als gerechtfertigt, als günstig zum internationalen Vergleich, was Kultur angeht? Das ist immer wieder spannend Wenn ich mir Statistiken anschaue, die sagen dann, Wien ist teuer Ich muss sagen, wenn ich privat verreise, dann ist Wien eher im guten unteren Mittelfeld Hier ein paar Beispiele 12 Euro kostet eine Fahrt mit dem Riesenrad auf dem Prater Die Besuchertour in Schloss Schönbrunn kann man ab 16 Euro buchen Und der Stephansdom kostet 6 Euro Eintritt Die Wiener Gallionsfigur schlechthin ist aber Sisi Die Filme mit Romy Schneider haben den Hype um die Kaiserin ausgelöst Deswegen wird sie nicht nur im Museum vermarktet, sondern auch als Sekt Entschuldigung

Überschäumende Freude – Überschäumende Freude Mit Sisi. Prost Aufs Du dann noch mal – Unbedingt Wir habens ja gerade schon gesagt Wien ohne Sisi funktioniert nicht Aber jetzt seh ich Sisi auf ner Flasche, Sisi auf Kaffee, ich sehe Sisi überall eigentlich Ist das mehr ein, böse gesagt, ein Maskottchen mittlerweile? So weit gehen wir nicht Maskottchen würd ich nicht sagen Aber ist natürlich ein unheimlicher Anziehungspunkt Die Frau ist immer noch spannend Vielleicht vor allem deswegen, weil sie, wenn man sie aus ihrer Zeit rausnimmt, ne moderne Frau ist, mit der sich heute noch viele Leute identifizieren können Auf der anderen Seite wird sie natürlich auch gut vermarktet, muss man ehrlich sagen Nichtsdestotrotz, aufgrund der Filme, aufgrund der Vergleiche mit Prinzessin Diana, da gibts immer wieder Berührungspunkte mit der heutigen Zeit, wo man sagt, deswegen kommen die Leute * Musik * Klischees werden in Wien zu Geld gemacht Wie sieht das bei den Hotels aus? Wird hier auch mit der Vergangenheit gespielt oder gibt es Neues zu entdecken? Wie viel Tage machen Sie? – 5 Tage sind wir hier Braucht man die auch, um Wien zu entdecken? Ich denk schon Was ist das so, was Sie sagen, Wien, das macht die Stadt aus? Vor allen Dingen die vielen schönen alten Gebäude, die wir leider nicht mehr so im Original haben und in der Ansammlung nicht Ist Wien teuer als Urlaubsziel, günstig, normalpreisig? Teuer ist es auf keinen Fall Für ne Stadt dieses Formats und dieser Größe eher günstig Wo kommen Sie her? – Aus Koblenz Ist Wien teuer oder günstig? Wir haben für 4 Übernachtungen um die 500 Euro für ein Doppelzimmer bezahlt In Wien gibt es insgesamt rund 35.000 Zimmer mit über 75.000 Betten Betrachtet man nur die Preise, kommt man durchschnittlich auf etwa 177 Euro pro Übernachtung Damit liegt Wien im oberen europäischen Mittelfeld Etwas teurer als Berlin, deutlich günstiger als London Der Spitzenreiter unter den Hotelzimmern ist übrigens die Kaiserresidenz Schloss Schönbrunn Hier gibt es eine Suite für schlappe 600 Euro pro Nacht Wer in Wien günstiger übernachten möchte, findet auch Möglichkeiten Ich schau mir ein Hotel an, das liegt am Prater und hat neben dem Preis noch ne andere Besonderheit Hallo Frau Sonnleitner – Hallo Daniel Sind wir direkt per Du, schön – Bitte, wir sind hier immer per Du Sehr gut. Schön, dass ich bei dir sein darf im Hotel Ich hab mich schon informiert Ein Zimmer bei euch kostet um die 70 Euro, ne? – Genau Hier sieht mans schön aufgemalt, ist mir gerade aufgefallen Das ist euer Hotel Genau, wunderbar im Grünen gelegen, aber auch nah am Kern der Stadt Du kannst spazieren und bist in 20 min am Stephansdom Der Preis ist nicht das Besondere bei euch, sondern was anderes Wir arbeiten zusammen mit 20 Menschen mit Fluchthintergrund, die aus den verschiedensten Ländern kommen Gemeinsam mit Hotelexperten Wir wollen zeigen, dass das tolle Menschen sind, dass sie viel Potenzial nach Österreich bringen und dass sie motivierte Mitarbeiterinnen sind Super, es sprudelt aus dir heraus Das ist ein leidenschaftliches Projekt, merkt man Können wir uns Zimmer anschauen? Und auch Leute kennenlernen? – Sicher 27 Menschen aus insgesamt 14 Nationen arbeiten hier Die meisten mussten aus ihrem Heimatland flüchten Im Hotelbetrieb soll ihnen der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingen Hi, ich bin Daniel – Ali Wie heißt du? – Ich bin Ali Super. Und Ali, machst noch grad ein bisschen Housekeeping hier Ja, ich mache das Hotel – Super Willkommen – Danke Wo kommst du her? – Ich komme aus Afghanistan Wie viele Jahre bist du jetzt dabei? – Bin November 2015 in Österreich Wie war das 1. Mal, als du hier angefangen hast? Natürlich es freut mich sehr, weil ich habe hier gelesen, 14 verschiedene Länder, es macht mir Spaß Wir reden über unsere Kulturen und es freut uns hier natürlich Verdienen die direkt das Gleiche von Anfang an, oder wie rechnet ihr das? Wir bezahlen ganz normal, so wie im Tourismus bezahlt wird Dass das alles so funktioniert, ist ja toll Kriegt ihr noch Förderungen? Nein, nur für unseren Lehrlingsschwerpunkt haben wir vom Wirtschaftsministerium eine bekommen Wir nehmen nur Förderungen, die jedes andere Hotel auch bekommen würde Wir wollen vergleichbar sein Das Sozialprojekt der Wiener Caritas muss keinen Gewinn erwirtschaften Das wirkt sich auch auf den Preis aus

70 Euro für ein Zimmer in zentraler Lage Der Blick ist wirklich super Ja, das ist fast nicht überbietbar, oder? – Absolut. Ganz toll Als die Nachbarn gehört haben, ihr arbeitet jetzt mit Flüchtlingen, hier werden mehrere Flüchtlinge regelmäßig da sein Wie ist das in der Nachbarschaft angekommen? Erst unsicher, bisschen aufgeregt Aber wir haben gleich sehr aktiv agiert Wir haben sie alle eingeladen, haben informiert, was wir machen wollen, und haben noch etwas gemacht Wir haben sie wirklich eingeladen zum Mitarbeiten Wir haben viele Feste gefeiert, noch auf der Baustelle, miteinander Die Nachbarn lieben uns, kommen auf einen Kaffee Wir sind ein sehr offenes Haus, und das haben wir sehr schnell wieder aus der Welt geschafft Wie schon eingangs gesagt, Preis-Leistung find ich angemessen Die Lage ist okay Wenn man euch noch was Gutes tut, hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen Genau. Danke für den Besuch Dominiert wird die Wiener Hotelszene von den klassischen Traditionshotels Doch neben dem Flüchtlingshotel hat Daniel noch ein ungewöhnliches Hotelkonzept ausgemacht Dieses Haus wirbt mit einer Null-Energie-Bilanz für Klimaschutz und Nachhaltigkeit Von außen schon recht grün. Mal sehen, wie die inneren Werte aussehen Ich grüße Sie. Daniel Aßmann – Hallo, freut mich. Willkommen Herzlichen Dank. Das ist mein 1 Null-Energie-Hotel, was ich besuche Aber mir fällt auf, Licht brennt trotzdem Ja, ganz im Dunkeln können wir nicht leben, Kerzen sind nicht erlaubt in der Hotelhalle Aber es ist dafür alles LED Was bedeutet denn eigentlich Null-Energie-Hotel? Null-Energie-Bilanz bedeutet, dass wir übers Jahr in unserem Passivhaus so viel Energie erzeugen, wie wir auch benötigen Wir sind nicht energieautark, wir produzieren im Sommer mehr Energie Deswegen ist es nur über das Jahr gesehen eine Bilanz Können Sie mir eine kleine Führung geben und Ihr Hotel zeigen? Gerne Fangen wir bei der Technik an Dann gehen wir jetzt hinunter zur Technik Bei uns ist sonst alles Upcycling, das nicht Das ist von einer österreichischen Künstlerin In Keramik gegossene Unterwäsche Michaela Reitterers Herz schlägt für Upcyclingkunst und für autarke Energiegewinnung Das Kernstück des Hauses, Rohre, Warmwasserspeicher, Wärmetauscher Vor 10 Jahren war die Hotelchefin die Erste in der Wiener Hotelszene, die das Thema Energieselbstversorgung zum Konzept machte Heute profitiert sie von der Kosteneinsparung Was kostet mich das Zimmer in der Hauptsaison? Das ist ein Doppelzimmer Standard Das kostet, wir haben ein Dynamic Pricing System, d.h. wir haben keine Hauptsaison, sondern es ist nach der Auslastung, das kostet von 108 Euro bis 208 Euro So groß ist der Unterschied? – Ja Wenn ich sonst in Hotels unterwegs bin, heißt es immer, die Energiekosten sind so teuer Sind sie jetzt bei Ihnen aktuell nicht Müsste das Zimmer da nicht ein bisschen billiger sein? Wie Sie gesagt haben, es ist eh schon günstig Dafür ist z.B. der Wareneinsatz höher, weil wir alles in bio haben Der Preis geht inklusive Biofrühstück und origineller Upcycling-Einrichtung Wenn wir schon über Preise sprechen, Sie sind doch Vorsitzende des Hotelverbandes aus Österreich Kann man in Wien günstig übernachten, oder ist es eine teure Stadt? Wien ist eine eher günstigere Stadt Wir hätten gerne die Preise von London oder Paris, das sind ja die Spitzenreiter, und Genf, interessanterweise Hätten wir gerne, haben wir aber nicht Und woran liegt das? Wir hatten in den letzten Jahren hohe Überkapazitäten In Wien sind sehr viele Hotels gebaut worden, wie auch in Berlin Eine Überkapazität bedingt automatisch einen Preisverfall Dann sag ich ganz herzlichen Dank – Danke vielmals fürs Kommen Mein 1. Hotel mit Null-Energie-Bilanz Waren tolle Einblicke Wo wir schon bei Energie sind, eine Frage habe ich noch Wie ist denn die Energie zwischen Deutschen und Wienern? Gibts ja so ein paar Vorurteile Bei mir ist die Frage falsch, meine Familie kommt aus Deutschland Ich liebe die Deutschen Über 17 Mio. Übernachtungen wurden 2018 in Wien verzeichnet Die meisten davon werden von Deutschen gebucht Laut einer Studie der Wirtschaftsuniversität Wien haben die Deutschen hier mit Vorurteilen zu kämpfen Daniel will von den Wienern wissen, was sie von den deutschen Touristen halten Piefke sind die Deutschen – Piefke sind wir, ja? – Ja Wie sind die Deutschen so? Wie nimmt man die Deutschen hier wahr? Beim Skifahren schon, in Wien weniger Also nicht auffällig? – Nicht auffällig Wie ist der richtige Deutsche für die Österreicher? Mittlerweile sind wir ziemlich gleich Sie haben nix gewonnen. Danke schön Laut einer Touristenumfrage ist das Essen einer der meistgenannten Gründe für eine Wienreise Weltbekannt die süßen Torten

Aber hier gibt es noch vieles mehr zu entdecken Besonders stolz ist der Wiener auf eine Spezialität Ein kulinarisches Kulturgut, dem Daniel in einem speziell für Touristen angebotenen Kochkurs näherkommen will Hinter dieser Tür treffen wir Wiens größte Berühmtheit Sie ist weltbekannt, und zwar das Wiener Schnitzel Oft kopiert, selten erreicht Wie wirds richtig gemacht? Das kann man hier lernen Und zwar in einem Schnitzelkurs Ich bin, glaub ich, auch dabei Hallo, ich bin Daniel – Servus Jürgen. Ach, Entschuldigung, Ladies first Ich bin Daniel, hallo – Hallo Wo kommt ihr her? – Aus Frankreich Aus Paris? Aber ihr sprecht ein bisschen Deutsch? Ja, ein bisschen – Ich – Du nicht, okay Jürgen, da ist Paris auch eine der kulinarischen Hauptstädte Europas Da ist der Druck jetzt aber da, oder? Wir haben ja eine großer Wiener Küche so wie in Frankreich Und wir sind sehr stolz auf unsere Wiener Küche Also kann mithalten – Auf jeden Fall Hast du noch ne Schürze für mich über? – Auf jeden Fall – Sehr gut Und ihr wollt jetzt mal sehen, wie das Wiener Schitzel gemacht wird? Genau, wir sind Schnitzelfans – Schnitzelfans, ja? Gibts in Paris auch das Wiener Schnitzel? Habt ihr das mal gesehen? Nee, einmal in Berlin Super, heute machen wir ein richtiges Wiener Schnitzel Was heißt das? Ein Wiener Schnitzel ist immer vom Kalb Entweder von der Kalbsschale oder vom Frikandeau Wichtig ist, dass es im ganzen Stück ist Da ist schon alles weg Da ist noch alles dran Da gehört noch alles rausgeschnitten Alles, was Fett ist und die Sehnen, das gehört immer weg Ein richtiges Schnitzel ist immer der Butterfly-Schnitt Einmal Stopp hier Und dann das Zweite Der dann aber ganz durch – Ganz durch – Okay Bitte schön, das sind jetzt 200 g Das sind ungefähr 200 g – Genau Im Ganzen geschnitten Es ist ganz wichtig, man sieht da, das schaut schon richtig schön aus Ein gutes Wiener Schnitzel, mit wie viel Euro muss ich da so rechnen? Ein gutes Wiener Schnitzel mit Beilagen, am besten nimmt man Erdäpfelsalat dazu und Preiselbeeren, ca. zwischen 21 und 25 Euro Weil das Fleisch schon richtig teuer ist So wie das bei uns ist, wir haben kein Fritteusenschnitzel, wir machen alles in der Pfanne Also wird immer ein frisches Butterschmalz oder frisches Schweineschmalz rein, schmeckt ganz anders Denn wenn man das in der Fritteuse macht, das Öl kann schon 1, 2, 3, 4 Tage alt sein Und die Brösel sind auch noch drin, das schmeckt man Bei uns in der Pfanne, das sind maximal 8 Schnitzel, und dann wird das Öl getauscht Jürgen Gschwendtner hat erkannt, dass ein Schnitzel ein Touristenmagnet ist Der Kurs kostet 39 Euro, kochen muss man selber Essen darf man anschließend aber auch You start from here and the backside Es geht los Schaut leichter aus, als es ist Die kommen ja aus Paris, da ist ein bisschen zu viel Liebe im Spiel Da kann er ruhig ein bisschen Da gibts mehr Entrecôte und Baguette, gell Wie viel Schnitzel macht ihr so am Tag hier? Zwischen 200 und 300 Wir klopfen schon ganz schön Da weißt du abends auch, was du getan hast, ne? Man gewöhnt sich dran Frische Ähren, gute Brösel, wir haben Brösel von der Käsesemmel Dann ist ganz wichtig, nicht drücken Ich hätte jetzt gedacht, andrücken – Nicht drücken Egal, was passiert, nicht drücken Das ist schon super Das wars, nicht drücken, nichts Dass das schön locker liegt Jetzt tun wir das auf die Seite Jetzt seid dann gleich ihr dran Kann Wien mit Paris mithalten? Paris ist größer Warte, hier Ich frag noch mal, kann Wien mit Paris mithalten? – Okay Du machst ein Superschnitzel Wichtig ist immer, dass alles bedeckt ist Vom Körper weg reinlegen Geht schon los Ihr habt immer so eine Zange, mit der Pfanne leicht bewegen Das ist der Trick, mit der Zange immer so drauf Da siehst du, da fangen schon die ersten Bläschen an Ist schon ne Wissenschaft für sich, ist nicht einfach nur ein Schnitzel Wir leben das wirklich Für uns ist es ein Kulturgut Schau, das wirkt schon Da kommt eine große Blase aus Dieser Kurs wird übrigens auch von vielen Wienern besucht Wie Koch Jürgen zelebrieren auch die Einheimischen

das traditionelle Gericht, denn es ist mehr als nur Essen Hier gehört es zur Identität Dann guten Appetit, bon appétit – Merci Mein 1. Mal das Wiener Schnitzel hier in Wien Ich muss sagen, sensationell Kein Vergleich zu anderen, die ich jemals gegessen habe Genau darauf sind die Wiener besonders stolz und zeigen das gerne mit dieser Schnitzeluhr Sie zählt, wie viele Schnitzel in Wien pro Jahr gegessen werden Mehr als 20 Mio., so zumindest der Schätzwert der Kunstinstallation Aber Wien hat nicht nur weltbekannte Klassiker zu bieten Das Geschäft mit der Kulinarik boomt Selbst die Wurstbude wird hier zum touristischen Highlight Jetzt bin ich verabredet mit Katalin Borszki Sie ist kulinarische Führerin Mit ihr möchte ich Wien kulinarisch erleben Sie hat ein paar Geheimtipps für mich Bevor ich bestelle, warte ich, weil sie weiß genau, was ich bestellen sollte Die gebürtige Ungarin lebt seit 50 Jahren in Wien und hat erkannt, dass Essen bei Touristen eine wichtige Rolle spielt So kam sie auf die Idee, eine Kulinarikführung zum Geschäftsmodell zu machen Warum haben wir uns genau hier getroffen? Wir haben hier eine der berühmtesten Würstelstände, die wir Frankfurter nennen Das ist ein guter Ausgangspunkt, wenn wir über Essen in Wien reden wollen Ich hab gerade schon gesagt, ich hab gewartet, bevor ich bestelle Du kannst mir bestimmt sagen, was ich hier nehmen sollte, oder? Es ist eine Riesenauswahl hier Man sagt dem Touristen, dass es am besten ist, wenn er eine Eitrige, mit einem Buckel und einem Schiss und ein 16er-Blech bestellt Eitrige mit Buckel und, was war das andere? Schiss? Da beginnt ja die Kulinarik hier wunderbar in Wien Ich bin mal gespannt Ich bestell das jetzt und dann gucke ich, was dabei rauskommt Ne Eitrige mit Buckel und Schiss, was kostet die? – 4,40 Bitte schön Also noch mal zum Mitschreiben Das ist der Buckel, das ist die Eitrige, und das ist der Schiss Ich hab nen neuen Namen dafür Wiener Hüftgold Lecker. Na gut, muss lecker sein Jetzt weiß ich auch, warum sie Eitrige heißt Was ist das? – Das sind die Käsestücke drinnen So wie hier z.B Das quellt raus Sehr lecker Du machst ja kulinarische Führungen – Ja Wenn ich richtig informiert bin, kostet die 180 Euro Für eine Gruppe, ja Bis 15 Personen Und dann zeigst du, was Wien kulinarisch zu bieten hat – Ja Bin gespannt, was du uns rausgesucht hast Als Tourist kommt man jedenfalls hier dran nicht vorbei Das Hotel Sacher mit seiner Torte Die kostet hier 7,50 Euro pro Stück Aber Kaffeehauskultur kann man auch anders erleben Abseits der typischen Touristenspots Kulinarikführerin Katalin zeigt Daniel, wo die Wiener hingehen Z.B. ins Café Sperl 140 Jahre alt und etwas günstiger als die Traditionshäuser im Stadtzentrum Was macht denn die Wiener Kaffeetradition aus? Ich würde immer normal den Cappuccino bestellen Den bestelle ich immer, wenn ich in Deutschland unterwegs bin Cappuccino ist eigentlich einer, der schon ausgewandert und dann wieder nach Wien zurückgekommen ist Ach, der war zwischendurch weg Kapuziner hat man in Wien genannt den Kaffee, welcher in der Farbe der Kapuzinerkutte ähnelt Okay, daher der Name – Daher der Name Das ist dann nach Italien gegangen und von dort als Cappuccino zurückgekommen Verstehe, ich müsste hier einen Kapuziner bestellen, keinen Cappuccino Ja, das ist die Wiener Variante Seh ich jetzt hier auch, kostet 4,90 Euro – Ja, leider Gottes Kaffeepreise sind in der letzten Zeit erhöht worden Die Wiener Kaffeehauskultur zählt übrigens zum UNESCO-Weltkulturerbe Da ist es kein Wunder, dass hier 20 Kaffeevariationen zur Auswahl stehen Können wir bei Ihnen bestellen? Wir würden gern die Sperltorte, ein Stück Oder wollen Sie auch ein Stück? – Nein Also ein Stück Sperltorte, wie teuer ist die eigentlich? 3,70 Euro Dann würde ich einen Kapuziner nehmen Ja, für Sie auch was? – Einen Melange hätte ich gerne Super, vielen Dank Einen Cappuccino will Daniel haben Als Kapuziner hat er ihn bestellt, und was bekommt er? * Musik * Für die Dame den Melange – Danke schön Das ist jetzt mein Cappuccino oder Kapuziner? – Ja, Kapuziner

Ich kenn den gar nicht mit Sahne Da hab ich direkt die 1. Überraschung Ich merke, man kann sich in Wien kulinarisch ein wenig verirren Wenn man nicht genau Bescheid weiß Erstens ist das keine Sahne, sondern Schlagobers Ach, das ist gar keine Sahne? – Das ist keine Sahne Wir sagen dazu Schlagobers – Okay Und Milchschaum, das ist hier bei meiner Melange Ein bisschen kalorienärmer, aber alles, was gut ist Bei so vielen speziellen Begriffen kann man schon mal durcheinanderkommen Daniel sucht Hilfe bei den Wienern Die müssten sich doch damit auskennen Auf meiner Reise durch Wien treffe ich immer wieder auf Begriffe, mit denen ich nichts anfangen kann, so wie Einspänner oder Beuschel Deshalb machen wir jetzt mal Wienerisch-Deutsch, Deutsch-Wienerisch. Wir fragen mal die Leute, was das hier bedeutet Wen hab ich jetzt hier an meiner Seite, wie heißen Sie? Traude Lukas Ich bin 80 Jahre und lebe seit Geburt in Wien Dann sind Sie genau die Richtige für mich Paradeiser. Was bedeutet das? – Tomate Heißt das dann auch Paradeisersuppe statt Tomatensuppe, oder wie bestellen Sie die? – Tomatensuppe Paradeiser heißt das so Beuschel Das ist ein Gericht mit Herz, Lunge und Rahm Auch verschiedene Gewürze Das ist Innerei Das ist ein spezielles Gericht, ich mags überhaupt nicht Das ist irgendwas mit Kaffee, oder? Ich weiß nicht Du musst mir das sagen Einspänner ist ein Würstel Ein Würstchen – Ein Würstchen Ein Würstchen – Für allein Wie sieht das aus? Wie ein Wiener Würstel Ich würde sagen, das ist ein Kaffee Ne Kaffeespezialität? – Glaube ich Wissen Sie auch, wie der dann gemacht wird? – Nee Mit Wasser verlängert? Das weiß ich nicht Ich mach nur Melitta Ein Einspänner ist sowohl Wurst- als auch Kaffeespezialität Stimmt also beides Weiter geht die Kulinarikführung auf den Naschmarkt Wenn man hier schön langsam durchschlendert, kann man überall etwas kosten, braucht man nicht extra zu Mittag essen Das ist ein guter Tipp Überall mal ne Kleinigkeit abstauben und am Ende bin ich satt (Frau) Einmal kosten? Sizilianische Naturoliven – Danke Dann wollen wir direkt mal deinen Tipp in die Tat umsetzen Auch eine? – Nein, danke schön, ich kann so nicht reden Dann nehm ich die – Gerne Lecker Vielen Dank Das ist der Wahnsinn. Alle paar Meter riecht man was anderes Man ist erschlagen von der Vielfalt Wo kommt das alles her? Wo kommen die Einflüsse her für die Kulinarik in Wien? Ursprünglich von der großen Doppelmonarchie Die österreich-ungarische Doppelmonarchie hat vom Süden Europas bis Norden und Osten bis Westen überall Ländereien gehabt Seit über 100 Jahren findet man hier Leckereien aus fast allen Ländern der Welt Neben über 100 Ständen sind auch Restaurants direkt am Markt Und hier können Touristen auf echte Wiener treffen Der ist aber auch sehr gefragt, oder? Da ist ja total voll Was ist das für ein Laden? Das ist der Urbanek 3. Generation, der Vater ist gerade da, wie ich sehe Hier trifft sich die ganze Hautevolee in bestimmten Stunden, damit sie miteinander ohne Mikrofone reden können Also ist so ein kleiner Promitreff hier? – Ja Da gehören wir beide doch dazu, oder? Komm, wir gehen mal rein Okay, kommen wir hinein Was haben wir hier für Spezialitäten, was gibts bei Ihnen Besonderes? Wurst, Käse seh ich Das Besondere ist bei uns eine Spezialität aus Tirol von den Bauern, Speck Oder wir machen das beste Roastbeef in ganz Mitteleuropa, da kommen die Legionen her Leckeren Wein habt ihr auch, seh ich Leckeren Wein, ja freilich Hast du einen offen? – Ja, natürlich Ein kleines Gläschen? – Ja (Mann) Aus Wien – Ja, ein Wiener Wein Gemischter Satz – Gemischter Satz 8 Sorten in einem Rebgarten, die werden gekeltert, dann hast du einen fantastischen Wein, du kannst gleich kosten So ein Schlückchen Wein für uns 2? Nee, danke. Dann rede ich noch mehr als sonst Dann nehmen wir ein Gläschen Zu spät. Was liegt, das biegt Bitte sehr. Zum Wohl Das ist ein Attentat Bei den Bechern wird mein Geist strahlend hell erleuchtet Zu den Sternen fliegt mein Herz, dass der Nektar feuchtet Die Katalin sagte mir, Prominenz ist hier häufig

Sind Sie prominent? Prost – Nur einer von uns (Mann) Prominent ist jeder bei mir, der nen Schmäh hat Noch mal schnell angestoßen, dann lässt Daniel die Wiener wieder unter sich Ciao, Tschüs Nicht nur Kulinarik, sondern auch Unterhaltung war da (Katalin) War alles dabei Kulinarik spielt bei den Wientouristen eine große Rolle und lässt die Kassen klingeln Genau das hat auch Fiaker Marco erkannt Seine Geschäftsidee, Kutschfahrt und Kulinarik verbinden Daniel probierts mit 2 Touristen aus Hallo, Daniel – Servus, Thomas Hallo, ich bin Daniel Jetzt gehts los, ja? Ich hab Hunger – Sehr gut Essen auf Rädern jetzt mal anders Die Gäste nehmen Platz, und Fiaker Marco übernimmt den Job des Kellners Immerhin ist er gelernter Gastronom So kam er auch auf die Idee für die kulinarische Tour An ausgewählten Restaurants holt er das Essen für seine Gäste ab Kosten ab 75 Euro pro Person Kutschfahrt inklusive 1. Gang schmeckt aber ganz gut, muss ich sagen Ich hab so ne Currypaste hier Wo kommt ihr her? Du kommst aus Wien, oder? Ich komm aus Wien, genau Wo kommst du her? – Ich bin ne echte kölsche Jung Einmal das Gläschen in die Hand nehmen, wir haben gleich etwas Kopfsteinpflaster vor uns Das ist auch so was. In Wien gibts noch echtes altes Kopfsteinpflaster Was meistens schon überall weg ist, außer in Ostdeutschland vielleicht noch Wenn ich dich kurz unterbrechen kann, es wackelt ein bisschen Das ist das Kopfsteinpflaster Aber der Blick hier * Musik * * Hupen * Wo kommt ihr denn her? – Aus Deutschland Ja, woher? – Düsseldorf Düsseldorf. Schöne Grüße Wenn mans schafft, die Düsseldorfer zum Staunen zu bringen, hat man schon einiges erreicht Nach 40 min ist die Tour vorbei Auf der Kutsche gibt es mehrere Menüvarianten und Preismodelle Ich muss ehrlich sagen, das ist ein tolles Erlebnis So Wien mal zu erleben, bei der Kulisse essen, das Essen schmeckt, die Getränke schmecken, das ist was Besonderes Man muss natürlich auch dazu sagen, 300 Euro, wenn man jetzt die ganze Kutsche nimmt, da sind wir bei 75 Euro pro Person Das ist nicht günstig, aber wenn man sich was gönnen möchte, das kann ich empfehlen Prost Zum Abschluss seiner Wienreise schaut Daniel auf dem Prater vorbei Der Rummelplatz hat das ganze Jahr über geöffnet Und hier steht das eigentliche Wahrzeichen der Stadt Das Riesenrad 1897 erbaut Von hier aus hat man die beste Aussicht Daniels Rückblick, Sisi und das Schnitzel sind in Wien die Klassiker für Touristen Es gibt aber auch Neues zu entdecken Z.B. günstige Übernachtungen mitten im Zentrum Vergleicht man Wien mit anderen europäischen Metropolen, Übernachtungen und Kulturangebote sind eher mittelpreisig anzusehen Kulinarisch ist Wien hingegen eher höherpreisig Vor allem, wenn man was Besonderes erleben möchte, wie zum Beispiel das Essen im Fiaker Mir hat Wien sehr gut gefallen Das lag vor allem daran, weil ich mich willkommen gefühlt habe Copyright WDR 2020 Welches Reiseziel würden Sie gerne mal in unserem Kanal sehen? Schreiben Sie das gern in die Kommentare! Und damit Sie keines unserer Videos verpassen, abonnieren Sie unseren Youtube-Channel und aktivieren Sie die Glocke! Dann bekommen Sie nämlich immer eine Nachricht, wenn wir ein neues Video posten Vielen Dank fürs Zuschauen!