Obstanbau im Alten Land – Apfelmacher auf neuen Wegen | die nordstory | NDR

Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2016 * Schwungvolle Klassikmusik * Ich sitz dann aufm Trecker und hör NDR Klassik Radio Das ist ‘ne ruhige Musik, wo man träumen kann Aber das kann fatale Folgen haben, wenn man aufm Trecker einschläft und Bäume umsäbelt Ich hab vor einer Woche ‘n Baum umgefahren Die Reihe war zu Ende, und man muss ja wenden Aber das geht anderen Kollegen auch so Ich hab demolierte Maschinen beim Schlosser gesehen Da wurden Bäume mit abrasiert Weil jemand eingeschlafen ist Trotz plattgesessenem Hintern: Ulrike Schuback liebt ihren Job Die 46-Jährige stammt aus einer Jorker Apfelbauer-Familie Sie ist eine von nur sechs Apfelbäuerinnen im Alten Land Die Frauen waren immer unabhängig im Alten Land Meine Großmutter hat den Betrieb auch allein geführt Es gibt auch andere Beispiele Aber ich hab’s so erlebt Ich hab mit meiner Großmutter zehn Jahre ‘ne WG geführt Da war das super Vor 17 Jahren hat Ulrike Schuback den Betrieb ihres Vaters übernommen 45 Hektar Land Ein Drittel bewirtschaftet sie selbst, inklusive Hofladen Parlieren gehört zum Geschäft Schmeckt gut Saftig Das Schapserl nehm ich mir mit nach Hause Wenn sie so lange voll bleiben Selbstverständlich Und auch die Angebote, wenn einer mal nicht genug Geld hat Ich hoffe, aber * Gelächter * Im Zweifelsfall abarbeiten Bleiben Sie ‘ne Woche hier Zum Hof gehört ein alter Apfelgarten: Der Lieblingsplatz der Besucher Kriegst du das mit deiner Zange? Das nehm ich, Jakob Ulrike Schuback braucht dringend neue Kundschaft Die Geschäfte laufen schlecht Die vielen Äpfel haben die Preise in den Keller getrieben Wir haben im Schnitt 20 Cent fürn Kilo Äpfel bekommen 40 Cent brauchen wir schon, um Kosten zu decken Der Preis war am Boden Bei jedem Kilo mussten wir noch Geld mitgeben Für mich war letztes Jahr ein Verlustjahr Einen Großteil der Äpfel musste sie an den Bäumen lassen: 15 Tonnen Das Pflücken wäre zu teuer geworden Jetzt hat sie 100.000 Euro Miese Aber die Jorkerin hat eine Idee, um neue Kundschaft anzulocken Vor die Kiste Genau Sehr gut. Passt Ein Stück Afrika, mitten im Alten Land Ulrike Schuback will auf ihrem Hof das “Potjie-Kochen” einführen, das afrikanische “Buschkochen” Ein alter Brauch aus Südafrika Mit dem großen “Potjie” wird gekocht – unter freiem Himmel Wie war das mit dem Feuerzeug, die gehen? Ja, die gehen. Sollten. Meins ging Der Wind kommt auch aus der richtigen Richtung Man wird nicht eingeräuchert Die Idee hat Ulrike Schuback aus Namibia mitgebracht Ich hab schon immer gerne rumgekokelt Immer schon gerne Feuer gemacht Die Idee kam mir im Urlaub Im Urlaub am Feuertopf zu sitzen und dann zu essen Wenn’s dann noch andere machen, die keine Küchenallergie haben Und das Essen schmeckt einfach

Einfach und gut Man wird satt und kann ums Feuer sitzen Das fand ich gemütlich und entspannend Das wird für die Gäste auch so sein “Buschkochen” statt Apfelkuchen mit Sahne: Ob das ankommt, hier in Jork? * Slidegitarren-Musik * Nicht weit entfernt, auf der anderen Seite von Jork, wohnen die Lühs Die Familie führt den Herzapfelhof in der fünften Generation Hein Lühs hat sich schon als Teenager auf dem Hof das Taschengeld aufgebessert Das begann immer mit Most- und Fallobst aufsuchen Das wurde nach kleinen Kisten bezahlt Das erste Ziel war ‘ne Uhr Das war problemlos zu erreichen in der Saison Die nächste Saison musste ein Plattenspieler her Man setzte sich jedes Jahr ein Ziel Wenn man freie Zeit hatte, die Schulaufgaben fertig waren, half man mit am Wochenende Das einen Riesenspaß gemacht Heute bewirtschaftet Hein Lühs mit Sohn Rolf fast 20 Hektar Land – so viel wie 40 Fußballfelder Die Männer stecken mitten im neuen Abenteuer: Der Herzapfelhof will zum Biohof werden Das bedeutet v.a. mehr Arbeit Das fängt bei der Mäusejagd im Frühjahr an Die alten Giftköder sind ab sofort tabu Weil wir Biobetrieb sind, können wir’s nur mit Fallen machen Ich könnte durchgehend eine Person Fallen stellen lassen, damit die kontinuierlich laufen 2000 Mäuse können sich auf einem Hektar Land festbeißen Wenn sie erst mal loslegen mit dem Nagen So was hier können die Mäuse machen Den Baum hab ich rausgezogen, um ihn Touristen zu zeigen Man kann die Spuren sehen, da essen die Mäuse die Rinde weg Nicht schön, wenn man den Baum einfach rausziehen kann Der sollte so viele Wurzeln haben – hat er nicht mehr, der ist tot Das ist nicht so schön Jetzt müssen die Männer selbst Hand anlegen Für die Feldmäuse kleine Fallen, für die Wühlmäuse die großen Da müssen wir ‘n büschen tiefer Dann legt man mit dem Stock den Gang frei, dass die da auch durchlaufen können Noch ‘n bisschen festdrücken Dann setzt man die Falle da rein Zumachen, dass sie nicht merkt, dass man ‘ne Falle gesetzt hat Keine Giftköder, keinen chemischen Pflanzenschutz oder Düngemittel Rolf Lühs muss seine Arbeit für das Biosiegel komplett umstellen Die Idee dazu spukt schon lange im Kopf rum Wir haben vor zehn Jahren schon mal überlegt, das umzustellen Damals wusste man nicht genug, die Äpfel sahen schlecht aus Das hat nicht gepasst, aber jetzt ist die Zeit reif Jetzt sind wir so weit – wir als Betrieb und unsere Kunden Das passt jetzt Seit zwei Jahren bemühen sich die Lühs, ihren Betrieb zum Biohof umzustellen Auf den Feldern – und im Hofladen Tschüss. Tschüss * Kassen-Piepen * Hier will Beate Lühs bald nur noch Bioäpfel verkaufen Die Familie ist kurz vorm Ziel Wenn alles klappt, bekommen sie noch dieses Jahr das Biosiegel Sogar die bestellten Bienen für Hein Lühs sind nun “Biobienen” Moin, Hein. Moin, Michael Schön, dass du da bist Die Bienen sind bald so weit Und die Apfelblüten gehen bald auf Michael Bauer hat seine Imkerei letztes Jahr auf Bio umgestellt

Bist du zufrieden mit der Entwicklung? Ja, ich hab noch mal alle Völker an den Ständen durchgeguckt Ein paar musste ich auflösen, die kamen schlecht durch den Winter Wenn ein Imker im Frühjahr nicht klagt, wäre was falsch. (sie lachen) Mein Frau sagt: “Du bist auch ‘n Bauer, verhalt dich mal so.” 19 Bienenvölker hat Hein Lühs für seine Felder bestellt Die ersten sechs bauen die Männer heute schon auf Bei so ‘nem Wetter ziehen die ihre Strickjacke an Ab zehn Grad die Älteren Die meisten fliegen aber erst ab zwölf Grad los Dann geht’s schnell, aber bisschen Wärme brauchen sie Weil Bienen im Frühjahr nur kurze Strecken fliegen, müssen die Kästen gut verteilt werden Und Biobienen kosten mehr Bioimkerei ist die Art, wie ich mit den Tieren umgehe Das Haus, der “Beutel”, darf nicht aus synthetischem Material sein Das Futter muss ökologisch sein Wir suchen möglichst Biobetriebe, wo die Bienen aufgestellt werden, oder Naturschutzgebiete Bestimmte Varroa-Mittel sind nicht erlaubt Varroa ist ein großer Schädling in der Imkerei, ‘ne Milbe Wir dürfen nur organische Säuren einsetzen, keine systemischen Mittel Das macht es komplizierter und teurer Guck mal, eine will schon arbeiten Die Ersten machen so kreisende Bewegungen Die merken, dass sie nicht mehr da sind, wo sie gestern Abend standen Während die Männer in Jork noch auf richtiges Bienen-Wetter warten, macht sich in Holm Hermann Cordes auf den Weg * Slidegitarren-Musik * Sein Job: Bäume vermehren Bei den Cordes eine Familientradition Schon in der vierten Generation So, wie sieht das nun aus? Gut Die sind teilweise schon weit angetrieben Ja, fast zu weit Aber wenn wir auf Astring schneiden, sollte das gut verwachsen Ansonsten sieht das gut aus Sohn Jan-Hinnerk soll später den Betrieb übernehmen Die Männer haben sich auf Obstbäume spezialisiert Cordes’ Schätze sind alte, fast vergessene Apfelsorten Auch der rote Brasil tauchte erst vor Kurzem wieder im Amt Neuhaus auf Da stehen alte Bäume, den hatte man gesucht Man hat ‘n Aufruf in der Presse gemacht Dann haben sich ältere Herrschaften gemeldet Die haben gesagt: “Mien Vadder hät sächt, dat is ‘n Brasil-Appel.” Mit den Zweigen des roten Brasils soll er für einen Kunden die alte Sorte 100-mal neu veredeln Das wird nur ‘n Halbstamm, weil er nicht groß genug ist Dann nehmen wir ihn da weg Dann machen wir da den Schnitt drauf Einmal oben gerade schneiden Die Brasil-Edel-Reiser werden mit einem jungen Apfelstamm verbunden Jetzt muss das stramm gewickelt werden, spiralförmig Unten kommt ein Knoten rein – dann ist die Veredelung fertig Nicht nur der rote Brasil kommt bei Cordes zur neuen Blüte Fast 600 alte Apfelsorten wachsen in seiner Baumschule Sie sind Teil der deutschen Apfel-Gen-Datenbank So sollen die alten regionalen Sorten nicht in Vergessenheit geraten Es gibt auch Sachen, wie Alter Hannoveraner,

Hildesheimer Goldrenette, Prinz Albrecht von Preußen Alles ältere Sorten, die es schon weit über 200 Jahre gibt Eine Sorte Gravensteiner, die man noch auf Wochenmärkten kriegt, ist schon seit 1400 bekannt Von daher Regionalität kann man damit wieder aufleben lassen Doch Bäume verkaufen wird immer schwerer Bei Gemeinden sitzt das Geld nicht mehr locker Außerdem sind zwei Baumarkt-Ketten pleite gegangen Jetzt fehlen die Aufträge Im seinem Versuchslabor arbeitet der 62-Jährige an neuen Ideen Neben Familienbäumen mit mehreren Sorten auf einem Stamm probiert er jetzt auch den “flotten Dreier”: Hier haben wir ‘n Versuch, bei dem wir eine Aprikose, einen Pfirsich und eine Mandel auf einen Pflaumenbusch veredelt haben Wir haben 50 Veredelungen gemacht Wir wollen ausprobieren, ob das funktioniert Wie das hinterher aussieht: Auch eine Art Familienbaum, nur dass es drei verschiedene sind Dann schauen wir, ob die tragen Normalerweise würden hier oben Pfirsiche und Aprikosen tragen Bei der Mandel ist es noch unklar, aber da wäre ‘ne schöne Blüte drin Die nächsten Wochen muss Hermann Cordes abwarten Auf dem Hof von Ulrike Schuback geht’s an die Pötte Letzte Lagebesprechung – auf Afrikaans * Unterhalten sich in Afrikaans * Warum nicht ein bisschen mehr? Weil das Wein ist Du verstehst ja schon ganz schön viel Ich verstehe fast alles, alles was wichtig ist Das ist gut so Seit 20 Jahren fährt Ulrike Schuback immer wieder nach Namibia, ihr absolutes Traumland: Namibia ist unendlich groß Das kann sich ein Deutscher nicht vorstellen, wenn er nicht da war Kann ich nur empfehlen Wenn einen das Afrika-Fieber packt, lässt einen das nicht wieder los Dort hat sie Tina und Inga kennengelernt Die beiden wuchsen in Namibia auf, als Kinder deutscher Auswanderer Im Sommer haben sie schon auf dem Schuback-Hof gearbeitet und die Rezepte fürs Buschkochen übersetzt Oder Tofu? Wäre das was? Ja, das kennen wir auch Oder Chickpies … wie nennt man die auf Deutsch? Hickererbsen? Kichererbsen. Genau Hickererbsen! (alle lachen) Komisches Wort Während drinnen letzte Kochpläne besprochen werden, stehen draußen schon die ersten Gäste Ihr holt jetzt eure Boxen ab Hallo, lange nicht gesehen. Genau Ist schon ein paar Jahre her. Ja Ulrike Schuback will heute im Hintergrund bleiben und sich Tricks von Inga abgucken Die studiert Obst- und Weinbau in Kapstadt Aber heute ist sie Poikie-Köchin Inga, wo hättest du’s gerne? An jeder Feuerstelle Oder auf dem Vorbereitungstisch Das nennt man einen Poikie – oder Pott Ich würde den Topf eher hier hinstellen Gib mir mal die Zange Dann macht ihr das hier so rum Die Kohle kommt drumherum Gekocht wird ein afrikanischer Hühner- und Gemüse-Eintopf Typisch Afrikaans: Gekocht wird zusammen So hat man genügend Zeit zum Ratschen * Ruhige afrikanische Musik * Das Beste wär, wir hätten ‘n richtigen Buschmann Der könnte uns gut helfen Einige Gäste waren auch schon in Namibia Wir waren mal auf einer Tour in der Kalahari-Wüste Da gibt’s keinen Strom, kein fließend Wasser Da wurde alles, was wir aßen, in diesem Topf gekocht

Tolle Sachen, die haben jeden Tag frisches Brot gebacken Sogar ‘ne Pizza haben die gemacht, ich weiß nicht wie Hat alles super geschmeckt Unglaublich, was man damit machen kann Deswegen fanden wir es faszinierend, es hier mal wieder auszuprobieren Während die Premierengäste schnippeln und bruzzeln, sorgt Ulrike Schuback fürs richtige Ambiente Die Pötte hat sie extra aus Namibia einfliegen lassen Ich bin da in den Großhandel getigert, hab mir die von der Palette ausgesucht und gesagt: “Die bitte nach Deutschland verschiffen.” Auf Umwegen hat das funktioniert Ein Freund hat ‘ne Spedition dort unten Der hat dafür gesorgt, dass die nach Deutschland kommen Die Brühe Nicht mischen. In Schichten. Okay ‘tschuldigung Das muss schön in Schichten bleiben Gerade noch rechtzeitig Brühe rein und dann noch ein bisschen Flüssigkeit Und dann den Deckel drauf Und dann setzt man sich hin Kein Bier, kein Rotwein, kein Weißwein rein? Nein Auch ohne Umdrehungen im Potjie: Das erste Buschkochen läuft Ulrike Schuback hofft, dass sie regelmäßig neue Gäste bewirten kann Die 100.000 Euro Miese auf dem Konto sollen schnell verschwinden Super! 100 Prozent. Ihr könnt essen Holländische Siedler führten das Potjie-Kochen in Afrika ein Der Brauch hat sich bis heute gehalten * Stimmengewirr * Auch ein Stück Fleisch? Nee Dann würde ich mal sagen wie in Afrikaans: Small glücklikk irte Heute läuft es gut mit den Gästen – afrikanisches Feeling in Jork Prost. Auf Deutschland und Afrika! Schöner Sand. Wie fein der ist Das ist Elbsand Wir haben hier auch ein schönes Fleckchen Erde Die Sonne ist auch noch da Der Vorteil im Sommer ist, dass es abends viel länger hell ist In Afrika ist die Sonne um halb acht weg im Sommer Bei uns ist es bis elf hell Das fehlt mir in Afrika. Prost Glücksgefühle bei Ulrike Schuback und Inga In den nächsten Tagen will sie Werbung machen für ein Stück Afrika in Jork Auf dem Lühs-Hof geht’s dem Unkraut an den Kragen Rolf Lühs ist beim “Ladurnern” – Unkraut zupfen Das ist eine richtige Plackerei Das ist ein Rest von einem Apfelbaum, der sich verheddert hat Das ist die Wurzel Wenn die nicht rausgenommen wird Ist etwas größer als ‘n Grasbüschel Das verstopft dann Ist nicht so gut, aber es passiert * Motor springt an * Früher hat Lühs Herbizide gespritzt Seit der Umstellung zum Biobetrieb darf er das Unkraut nur noch rausreißen Er braucht statt einem Tag nun eine Woche für die 25 Hektar Doch das Ladurnern muss warten: Heute gibt’s Besuch Seit zehn Jahren unterstützt Berater Peter Heyne Apfelbauern bei der Umstellung zum Biobetrieb Er soll schauen, wo es auf dem Lühs-Hof klemmt Hier, der ganze Baum Hier auch der ganze Ast. Oh ja Hier ist alles weiß Überall wuchern die Blutläuse Was machen wir mit dem Ast? Der ist ja eigentlich hin

Das ist das Problem, Rolf Die Blütenknospen sind hin fürs nächste Jahr Der Ertrag dieses Jahr nimmt keinen Schaden Aber die Knospen fürs nächste Jahr sind bei solchen Zweigen hin Wenn du genug Holz hast, schneid ihn ab Sonst müssen wir ihn halten und hoffen, dass was rauswächst Aber dann hast du einen Ertragsverlust Ja, weiß nicht. So viel Spaß macht mir dieses Jahr nicht Das war ein Faktor, den wir gerne nicht gehabt hätten Hilft ja nix Blutläuse hundertfach – auch hier darf Lühs nicht spritzen Einzige Hoffnung: die “Zehrwespe”, der natürliche Feind der Läuse Wir haben keine chemischen Mittel, sondern hoffen auf unsere Nützlinge Ich hab immer gesagt: An Blutläusen lernt der Obstbauer Geduld und Demut Es dauert sechs bis acht Wochen, bis eine Population abgebaut wird Wir sehen erst die vielen weißen Blutläuse Dann kommt die Zehrwespe und reduziert die Läuse Auch der Apfelwickler macht Rolf Lühs zu schaffen, der sprichwörtliche Wurm im Apfel Schuld sind die milden Winter Zeig mal Guck, da sind ein paar drin 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 Das ist … ‘ne gewisse Anzahl Was machst du dagegen? Wir haben verwirrt hier Verwirrer sind kleine Kapseln, die für eine Duftwolke sorgen Mit so einem Duft locken Apfelwickler-Weibchen Liebhaber Doch zu viel Duft verwirrt die Männchen Sie finden die Weibchen nicht mehr und fliegen weiter Die Äpfel können ungestört weiterwachsen Du hast zu wenig Verwirrer eingesetzt Man sieht, dass die Wickler noch die Falle finden Also setz Madex ein Wir sind über die Schlupfhöhepunkte hinaus Das meiste ist vorbei, ne? Ja 30-40 Milliliter Mehr brauchst du nicht So’n Schnapsglas voll. Genau Mehr als 80 Betriebe begleitet Peter Heyne bei der Umstellung zum Biobetrieb Auch die Lühs-Männer kennt er seit Jahren Wenn man vorm Baum steht und Panik kriegt, dann hat man einen, der schon viel gesehen hat und sagt: “Ruhig, das geht wieder weg.” Rolf Lühs sucht innere Gelassenheit bei Apfelwicklern und Blattläusen Währenddessen heißt es “Hintern hoch!” für Hermann Cordes und seine Männer Ende Juli werden die Apfeltriebe mit kleinen Knospen veredelt Arbeiten auf Halbmast – vier Wochen am Stück Tja, das ist Gewohnheit Nach drei Tagen tut einem das Kreuz weh, deswegen fangen wir mitten in der Woche an Nächste Woche haben wir uns dann alle eingespielt Morgens zwickt das noch mal, aber dann geht’s Allein auf diesem Feld muss Cordes mit seinen Männern 30.000 Triebe beackern Das dauert Jeder Edelreiser wird per Hand auf den Wildling gesetzt Dazu müssen wir ein Auge ausschneiden Dann macht man einen T-Schnitt In diesen T-Schnitt wird das Auge geschoben Das muss zwei Zentimeter lang sein, damit es genug Möglichkeiten hat zum Verwachsen 100.000 Apfeltriebe wollen die Männer veredeln Die schnellsten Finger hat Sohn Jan-Hinnerk Er schafft fast 2000 pro Tag Eine der schönsten Arbeiten in der Baumschule, das Veredeln Man setzt ‘ne Knospe ein und sieht nächstes Jahr den Erfolg Es gibt nichts Schöneres Man sieht, wie die Pflanze wächst Da muss man auch mal auf die Zähne beißen Doch Hermann Cordes hat anderes im Kopf Er will nach seinen “Babys” gucken: Die neuen Familienbäumen, die er im Versuchslabor züchtet

Die Familienbäume mit drei Apfelsorten sind gut angewachsen Und der flotte Dreier mit Aprikose, Pfirsich und Krachmandel? Das läuft nicht gut Hier ist nichts gewachsen, nur eine einzige Veredlung Hier sind wenigstens schon mal zwei gewachsen: Eine Aprikose und ein Pfirsich Die Mandel ist nicht mitgegangen Da müssen wir noch probieren und herausfinden, woran es liegt Das ist nicht so, wie wir uns das vorstellen Der flotte Dreier – für die Tonne Dabei hoffte Cordes, wieder Schwung ins flaue Geschäft zu bringen Nächste Saison muss er von vorn beginnen Gegen Ärger im Versuchslabor hat der Holmer ein gutes Mittel Ich mach noch einen Ach so, bin ich? Mit Ehefrau Petra gönnt sich Cordes so oft es geht eine Auszeit So fühlt sich Arbeiten im Grünen gleich ganz anders an Für mich ist das Entspannung pur Ich vergesse alles drumherum, Arbeit ist kein Thema Für mich ist das totale Entspannung Schön, klasse! Du kannst ihn auch da vorne droppen Beim Golfen kommen Hermann Cordes die besten Ideen Mit seinem Geschäftspartner vom Pflanzengroßhandel bastelt er an was Neuem: Äpfel für Allergiker Die Männer wollen testen, wie die Pflanzen mit dem Klima hier zurechtkommen Bist du damit zufrieden, wie die Triebe machen? Der Aufbau ist nicht verkehrt Nee, der ist wunderbar Die haben noch ein bisschen Zeit, dass sie länger wachsen Und dann sieht es sehr gut aus Eine ist schon fertig Wenn die Pflanzen sich weiter gut machen, wollen sie den Santana-Apfel bald selber züchten Das ist ‘ne Lizenzsorte, die darf nur in Holland vermehrt werden Das ist ‘ne innovative Geschichte, wo wir mehr draus machen wollen Da wird es mehr Sorten geben, die jetzt getestet werden Hier ist man schon so weit, dass man sagen kann: Für gewisse Allergien hilft der Apfel weiter Der Lizenz-Antrag zur Nachzucht ist auf dem Weg nach Holland Jetzt heißt es für Cordes warten, damit er bald eigene Äpfel für Allergiker anbauen kann Ulrike Schuback erwartet auf der anderen Elbseite die nächsten Gäste * Gelassene Klaviermusik * * Schwungvolle Klassik * Das müssen wir noch suchen hier Das ist nicht sortiert Die Frauen haben ein Herz drauf, keinen Schmetterling Wie finden wir das? Das ist sonst wie würfeln Statt Buschkochen gibt’s eine Hochzeit mit 70 Personen Für Ulrike Schuback Aufwärmtraining Ist eher ‘ne kleine Hochzeit – kleine bis mittlere Das Besondere ist, dass auch noch ‘ne Trauung im Garten stattfindet Das ist nicht immer üblich Weil sie mit ihren Äpfeln nicht ihre Rechnungen zahlen kann, hat sie sich ein zweites Standbein aufgebaut: “Feiern im Obstparadies” Buschkochen, Geburtstage, Jubiläen, Hochzeiten Von April bis September heißt das: Durcharbeiten am Wochenende Platz für Privatleben oder Beziehung: Fehlanzeige

Zeit hab ich nicht dafür Ich möchte meine Unabhängigkeit auch nicht mehr aufgeben Mit meinem Arbeitskonzept und meiner Arbeitsintensität hätten Partner sowieso ein Problem Können viele nicht verstehen, aber mir geht es gut Besser als manch anderem Eigentlich wollte Ulrike Schuback Gartenarchitektur studieren Bis ihr Vater sie fragte, ob sie den Hof übernehmen will Seitdem ist sie Herrin über 15 Hektar Apfelbäume Die Liebe fürs Blumen-Dekorieren hat sie behalten Ich hab früher für Freunde das auch gemacht: Tischschmuck Während der Schulzeit hab ich mir Taschengeld verdient, hab Weihnachtsdeko für Firmen gemacht Andere haben Zeitungen ausgetragen, ich hab mich mit Grünzeug beschäftigt “Ja” sagen, draußen im Grünen: Für Ulrike Schuback die schönste Art zu heiraten * Lachen * * Romantische Popmusik * Das Pärchen aus Hamburg war schon auf dem Standesamt Ich wünsch Euch, liebe Lina, lieber Kim, dass euch dieser Tag viel Kraft, Freude und Zuversicht mitgibt Jetzt wollen die beiden noch mal richtig feiern, mit Freunden und der Familie im Apfelgarten von Ulrike Schuback So bitte ich dich, Kim, reiche deiner Lina den Ring, als Zeichen deiner Liebe zu ihr Ihr dürft einander nun endlich küssen * Applaus * Happy End zwischen Apfelbäumen – und sogar das Wetter hält (alle) Juchu! Wir haben uns ein paar Locations angeguckt Als wir hier waren, haben wir uns gleich in den Hof verliebt Auch Kim fand es hier wunderschön Dann sind wir bei der Wahl geblieben Für Ulrike Schuback und ihr Team geht die Arbeit jetzt richtig los 70 Gäste und ein Hochzeitspaar wollen anstoßen und feiern Entspannen kann sie später, wenn sie wieder auf dem Trecker sitzt und Klassik hört Auf dem Herzapfelhof bei den Lühs-Männern dagegen * Weihnachtliches Glockenspiel * Weihnachtszauber schon im September Die Vorbereitungen fürs Weihnachtsgeschäft sind voll im Gange Hilft ja nichts Die erste Bescherung gab es auch schon: Das schlechte Wetter letzte Woche hat die Apfelbäume voll erwischt Wir hatten mal unentspannte zehn Minuten, das hagelte richtig Wenn die Äpfel an den Bäumen hängen, kriegen die Akne und sehen nicht mehr lustig aus 65.000 Euro Schaden in zehn Minuten Das war nicht so lustig, aber das gehört halt dazu Ob Hagelschauer oder Blutläuse: Rolf Lühs inneres Gleichgewicht wird ständig auf die Probe gestellt Der Biobauer in spe muss mit den Äpfeln auch Geld verdienen Ich guck, ob schlechte dabei sind Dann kann ich mir Notizen machen, was für Probleme gewesen sind Da muss man mal fünf Minuten am Band stehen, um ein Gefühl zu kriegen

Bei dieser Charge sieht zum Glück alles tutti aus Schöne Äpfel Hier hat es gut geklappt Die schönsten Äpfel landen im Speziallabor von Vater Hein Lühs Wir bleichen hier die Farbpigmente aus So können wir Firmenlogos, Produktnamen oder private Botschaften auf dem Apfel abbilden Der Lichtstrahl fährt einmal die Konturen ab Das braucht eine Zeit, bis es sichtbarer wird Wir legen die Äpfel eine Nacht ins Kühlhaus Am nächsten Tag kann man schön die kleinen Schriften sehen Die Laser- und Klebe-Äpfel sind das zweite Standbein der Lühs Sie sind inzwischen ein Renner Bis zu 800.000 Stück gehen jede Saison weg Wenn alles klappt, gehen bald auch die ersten Bio-Äpfel in den Verkauf Die dreijährige Übergangsphase ist fast rum Die neuen Äpfel sind schon 100 % bio Die brauchen noch zwei Tage Ein paar Vorläufer sind schon gut Bei ihnen ist die Stärke schon fast abgebaut Brauchst du noch welche für den Shop? Ja, 80-85 Genau wissen wir noch nicht, was der Kunde haben will Dann müssen wir Anfang nächster Woche wieder dabei gehen Ich denke, dass Rolf nach der Meisterprüfung auch Verantwortung übernehmen sollte Das macht er auch gerne Ein Übergang ist für beide Generationen das Beste Das hat sich in vielen Betrieben sehr bewährt Es wäre schade, die Energie der neuen Generation durch Warten zu verbrennen Rolf ist topmotiviert Seit Wochen legt der Junior-Chef abends eine Extra-Schicht ein Er fährt 35 km nach Hamburg * Spricht mit Lehrerin polnisch * Polnisch für Anfänger Damit er seine Mitarbeiter aus Polen richtig versteht Nur mit den Vokabellernen hapert’s noch Kurz vor der Ernte fehlt ihm die Zeit Das ist mein Problem, dass ich Hausaufgaben nicht fertig kriege Aber beim Arbeiten spricht man mit den Leuten Dann hat man abends was gehört und versteht besser, was die Leute am Tag so sagen Zeit zum Hinsetzen ist nicht so viel Neben den ersten kurzen Sätzen übt Sprachlehrerin Ewa Siefke mit Rolf Vokabeln rund um die Ernte Die sollen bis Weihnachten sitzen Er ist immer super gelaunt und sehr motiviert Er ist sehr nett dabei und sehr fleißig Das macht Spaß, auch mir – wenn ich so fleißige Schüler habe * Harmonische Musik * Auch bei Ulrike Schuback geht’s in die Vollen Diesmal sind nicht die Gäste, sondern die Äpfel dran Das ist eher wie Urlaub Es gibt nichts Erholsameres wie Apfelpflücken Kein Telefon, das nervt Die Ruhe Von 45 Hektar Land hat Schuback inzwischen zwei Drittel verpachtet Sie hat sich stattdessen

mit Hofladen und Catering ein zweites Standbein aufgebaut Nur von den Äpfeln zu leben wie früher ihr Vater ist der 46-Jährigen zu riskant Zu oft kommt das Wetter in die Quere Dienstag vor 14 Tagen hatten wir ‘nen Hagelschauer Ein paar Druckstellen kann man sehen Das hält sich Gott sei Dank in Grenzen Die Sorte Topaz hat das gut überstanden Alles, wo das zu stark beschädigt ist, müssen wir aussortieren Hier kann man das mal sehen Die Ernte sieht trotzdem vielversprechend aus Dennoch traut sich Ulrike Schuback noch nicht zu sagen, ob es ein besseres Apfeljahr wird Erst muss sie gucken, ob sie dieses Jahr einen besseren Preis für die Äpfel bekommt Die schönen Äpfel kommen in den Hofladen, die nicht so schönen in den Quetsche 50 t Äpfel will Ulrike Schuback diese Saison zu Saft machen Stell die bitte da vorne hin Was ist denn da drin? Elstar Die kannst du vor die große Palette stellen Genug Arbeit für die nächsten Tage Zudem hat sich schon die nächste Gruppe fürs Buschkochen angesagt Auch auf der anderen Elbseite in Holm wird heute geackert Die Kirschbüsche werden gerodet und für den Verkauf fertig gemacht Das Hauptgeschäft im Baumschuljahr Doch Jan-Hinnerk Cordes hat anderes im Kopf Heute Morgen hat er erfahren: Der benachbarte Pflanzengroßhandel ist insolvent 80 Kollegen bangen um ihren Job Man redet von einem Baumschulsterben Das ist eigentlich kein schönes Arbeiten zurzeit Weil man keine Wertschätzung für sein Produkt hat In der Baumschul-Branche knirscht es schon länger Die Insolvenz sorgt für Unruhe Jeder hat Angst, dass er als nächstes dran ist Hermann Cordes macht sich auch Gedanken Seit Monaten geht kein Baum mehr Richtung Russland, wegen der Wirtschaftssanktionen im Ukraine-Konflikt Das Russland-Geschäft tut uns unheimlich weh Es sind sehr viele Pflanzen nach Russland gegangen Diese Pflanzen gehen dort nicht mehr hin, weder aus Deutschland noch den Anrainerstaaten Ukraine ist derzeit auch nicht doll, die haben andere Probleme Aber die Pflanzen sind da Also müssen die woanders hin Besonders heikel: Die Pleite des Pflanzengroßhandels betrifft auch die Cordes’ Die beiden sind Geschäftspartner und arbeiten beim Santana-Apfel für Allergiker zusammen Selbstverständlich macht man sich darüber Gedanken Aber ich möchte das nicht kommentieren Denn ich bin fest überzeugt, dass die das geregelt kriegen und dass der Betrieb weiter läuft Das ist für mich keine Frage Doch bei allem Ärger gibt’s auch eine gute Nachricht Hier haben wir sie Die Triebe vom Santana-Apfel sind gut in Schwung gekommen Nachdem wir zuletzt hier waren, haben die ‘n Schuss gemacht Sie haben drei starke Triebe Das ist Verkaufsware fürs Gartencenter und den Baumarkt

Die sehen gut aus Das ist kein Problem Hermann Cordes ist zufrieden Die Probezüchtung ist voll angeschlagen Jetzt kann es losgehen mit dem Apfel für Allergiker Fehlt nur die Lizenz aus Holland Die liegt in den nächsten Tagen hoffentlich in der Post * Schiefe Trompetentöne * Bei den Lühs-Männern in Jork heißt es heute Abfeiern Warmspielen fürs große Herbstfest Hein Lühs hat noch was vor Der letzte Kontrollbesuch fürs Biosiegel ist gut gelaufen Das soll gefeiert werden Doch Stühle schleppen muss Hein Lühs allein Sohn Rolf ist noch auf dem Feld, dem “Dziedzina” * Redet polnisch * Doch viel Zeit zum Polnisch Üben hat er nicht Die ersten Besucher sind da * Entspannende Gitarrenmusik * Beim Auto können sie eins mit Klimaanlage und Lederlenkrad kaufen Oder mit Alufelgen So ist das bei den Sorten auch Einige werden größer, andere haben mehr Deckfarbe Das hier ist ‘ne rote Ausstattungsvariante * Entspannende Gitarrenmusik * Zum Festgottesdienst sind viele Freunde und Bekannte der Lühs gekommen Vati Lühs liegt noch was auf der Seele: Vielen Dank, Frau Pastorin, Herr Henke, dass Sie es möglich machten Danke auch an den Posaunenchor Ich musste im Musikunterricht immer als Erster aufhören zu singen Meine Sache ist das nicht Ich wollte aus diesem Anlass ein paar Worte sagen Viele wissen’s: Rolf und ich machen den Betrieb inzwischen gemeinsam Die Pflanzenproduktion hat er in der Hand Er ist durch mit seiner Ausbildung, ich ziehe mich ‘n bisschen zurück Ich möchte mich bei dir bedanken, dass du die Sache weitermachst Herzlichen Dank! * Applaus * Der Ritterschlag vom Papa Mein Vater und ich haben ‘ne GbR gegründet Wir machen das zusammen, vorher war ich angestellt Jetzt hafte ich auch, mit allem was ich habe Wenn was schiefgeht, ist alles weg Es gibt noch einen Grund zum Feiern Das ist die Bio-Bescheiniung, die wir bekommen haben, vom Kontrollinstitut, dass wir das alles erfüllen Es steht drauf, von wann bis wann das gültig ist Welche Produkte, wie viel Fläche zertifiziert sind Drei Jahre haben die Lühs-Männer für das Biosiegel geackert Jetzt wollen sie loslegen – als frischgebackene Biobauern Bei Ulrike Schuback ist heute noch mal Durchhalten angesagt Nicht nur wegen des Schietwetters wäre die 46-Jährige am liebsten im Bett geblieben Eigentlich hätte ich ‘nen gelben Schein abgeben müssen: Mit Grippe ins Bett, 38 Fieber Nicht das beste Wetter zum Arbeiten, aber es geht nicht anders Das Hoffest steht vor der Tür Wenigstens gibt’s heute Unterstützung von Neffe Axel

Stopp Auch der Kleine ist hart im Nehmen Nee, nicht so schnell Guck mal, da haste aber Glück gehabt Ein Frühstarter im Gabelstaplerfahren Je eher, desto besser Genau wie Ulrike Schuback Ich war sechs oder so Mit acht Trecker fahren Und mit neun, zehn Autofahren Je verantwortungsvoller geht man nachher mit den Sachen um Die Jorkerin hat einiges auf dem Zettel Der Hof muss fürs Herbstfest aufgeräumt werden Im Garten steht die nächste Gruppe fürs Buschkochen * Stimmengewirr * Afrikanisches Potjie-Kochen bei norddeutschen Fröstel-Temperaturen Das Firmenteam aus dem Nachbarort schreckt das nicht Das sieht nicht schlecht aus Soll ich dir eins aufmachen? (lacht) Ja, bitte Das muss mit rein, sonst wird das nichts Wir brauchten ein Team-Event, wo wir zusammen sein und sprechen können Nicht zu sportlich angehaucht Das Oktoberwetter ist auch ein bisschen überraschend Von daher war das ‘ne gute Idee Wir haben’s alle noch nicht gemacht In den flachen Topf dahinten kommt nachher das Brot rein Seit fünf Monaten bietet Schuback das Buschkochen an, um neue Kundschaft zu gewinnen So langsam läuft die Mund-zu-Mund-Propaganda an Wir haben immer mehr Anfragen und Buchungen, trotz schlechten Wetters Das wird mehr werden, weil viele Gäste das Picknicken schon kennen Die wollten mal was Neues ausprobieren Die nehmen auch ‘n Flyer mit Für die nächste Potjie-Saison hat Ulrike Schuback schon neue Ideen im Köcher Ich hab noch eine Hofstelle, wo ich ‘n Badesee hab Vielleicht kann man da noch was machen Schwimmend auf so ‘nem Ponton Ideen sind da, man muss sie nur umsetzen Ulrike Schuback geht es wie allen Apfelbauern im Alten Land Wer bestehen will, muss mutig sein und neue Wege gehen Jeder auf seine Art Copyright Untertitel: NDR 2016