Hüttenwanderung in der Schweiz | WDR Reisen

Diesmal geht es hoch hinaus Eine Woche werden wir wandern In der Schweiz Im Alpstein, im Appenzellerland Ganz warm So frisch hab ich Ziegenmilch noch nie getrunken Die Hütten sind einzigartig, der Dialekt auch Chascht megi vövele hoch Du bist echt lustig Mir bleibt das Herz stehen, bitte Manchmal bleibt uns die Puste weg, weil wir so beeindruckt sind Von der Bergwelt, den pfiffigen Ideen der Leute und vom leckeren Essen Wie heißen die, Älpler Makkaroni? Ein paar Stunden wandern, dann ankommen auf den Hütten Das hat schon was Immer wieder einfach mal genießen Na, Lust bekommen auf Genusswandern in der Schweiz? Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR Dann kommen Sie mit von Hütte zu Hütte im Appenzellerland Im Nordosten der Schweiz liegt das Appenzellerland So sieht unsere Wanderroute durch den Alpstein aus: Es geht von Hütte zu Hütte, 8 Hütten insgesamt Auf dem Weg liegen 2 wunderschöne Bergseen und viel Natur Appenzell besuchen wir mit der Bahn Am Ende gehts rauf auf den höchsten Berg, den Säntis Von Brülisau erst mal bequem nach oben * Musik * Gerade mal 8 min braucht die Gondel auf den Berg Hoher Kasten Geht gleich los mit dem 1. Gipfelglück Mein Team, mit dem ich wandern werde, stapft aus der Gondel Das geht ja schon gut los hier Man wird fast weggepustet Wir sind auf knapp 1.800 m Höhe mit einem Hammer Rundumblick Das Wetter ist allerdings ein bisschen abenteuerlich Es wird spannend diesmal Aber ich freu mich Das Wandergebiet liegt direkt vor unserer Nase Die 1. Etappe heute: Vom Hohen Kasten über Staubern, unsere 1. Berghütte, runter zur Bollenwees Gehzeit: etwas mehr als 5 h Müsste machbar sein, denken wir Die Wanderwege sollen gut ausgebaut und ausgeschildert sein Solange das Wetter mitspielt Noch regnet es nicht * Musik * So erhaben thront das Berggasthaus Staubern auf stolzen 1.751 m Die 1. Zwischenstation heute Wer an einem klaren Tag auf dem östlichen Grad des Alpsteins wandert, den erwartet diese herrliche Aussicht ins Rheintal Wer an einem regnerischen, nebeligen Septembertag hierher wandert, der braucht v.a. gute Laune Paar Grad kälter, nass Ausrüstung ist alles Ich seh die Hütte, kommt aus dem Nebel Was für ein angenehmer Anblick Das würden wir sehen, wenn wir was sehen würden Das ist ja manchmal ganz nett Ein schönes weites Tal Bis zu den Allgäuer Alpen, die sind dann ungefähr hier Hier so Ich will jetzt rein Nach knapp 2 h Dauerregen brauchen wir unbedingt was Warmes Es gibt Gerstensuppe Das ist ein guter Start auf der Hütte Wärmt schön von innen und gibt Kraft beim Wandern Ganz was Klassisches in der Schweiz

In der kleinen Hütte nebenan gibts noch mehr Erwärmendes Wir befinden uns auf dem höchst gelegenen Whiskytrek der Welt Jede Hütte hat ihren eigenen Whisky Hier ist euer Whisky drin? – Genau Das Fass ist uralt Der Whisky stammt aus einer Brauerei in Appenzell und reift hier oben weiter Ich riech schon was Oh Es ist wirklich in der Nase, schmeckt es ein bisschen süßlich, vielleicht schmecken sie Honig Riecht ganz köstlich und weich Aha, es ist schon – …erwärmend Auf 27 Hütten gibt es in Fässern gelagerten Whisky, den man in solchen Fläschchen kaufen kann Dieses vom Gasthaus Staubern wandert für Sie in den Wunderschön-Rucksack Hier ist Staubern Wünschen wir einen schönen Tag – Danke vielmals, tschüs Raus aus dem Hüttli und rein ins Vergnügen Von wegen Vergnügen Wir kommen nicht weit Über dem Alpstein braut sich was zusammen Wir auf dem Höhenweg sind plötzlich mittendrin * Musik * So ein Sturm, dass die Hülle von Beate weggeweht ist Hast du sie jetzt fest? Wir müssen echt aufpassen Das ist zwischendrin so böig Da hinten ist richtig Schnee gefallen Schnee, Regen, Sturm Wir kehren um, das ist gefährlich jetzt Hier ist grad eine windgeschützte Stelle, aber uns hats eben fast weggepustet Jetzt haben wir gesagt, zurück hier zur Hütte Warten, beraten und gucken, ob wir es schaffen zur nächsten Oder, ob wir hier ein Notquartier aufschlagen Die Berge, total unberechenbar Plan B: Wir laufen jetzt untenrum und hoffen, es pustet uns hier nicht weg Mal sehen, ob das klappt In den Bergen gilt ein Grundsatz: Nichts erzwingen und im Zweifelsfall sofort umkehren oder eben absteigen Hier sind Stöcke doch ganz gut * Musik * Wir verlassen den Höhenweg und gehen unten weiter * Musik * Bis zu unserem Tagesziel, der Bollenwees, sind es nur noch 45 min * Musik * Die Bollenwees war mal eine kleine Alphütte auf der “Wees”, der Wiese, und ist für Touristen nur zu Fuß erreichbar Das heutige Gasthaus hat 120 Betten und liegt an einem Bergsee Oh, der See Ist das nett (Mann) Hallo Hallo Ich bin begeistert von diesem Blick hier Sie haben es ja nett hier Ist auch schön, wenns mal nicht so schön ist bei uns Wir wollten eigentlich oben rumkommen und sind fast weggeblasen worden Es hat plötzlich geschneit Ich habs gesehen und fest an euch gedacht Ist das neu, der Schnee da hinten? – Ja, das ist von heute Ist ein bisschen kalt jetzt – Gehen wir rein Gehen wir gerne rein, so ein schöner Ort Schuhraum, Trockenraum Heiß und feucht und ein bisschen… na ja Ich mach mich jetzt mal nackig Waschräume Frauen sind hier

Waschräume Männer sind gleich auf der anderen Seite Bergwirtin Monika zeigt uns alles Hüttenschuhe bekommt jeder Übernachtungsgast Du hast eine Riesenauswahl da unten Ja, wir schauen schon Luxus, Zimmer für mich alleine, was nicht immer so ist Die Duschmarken lege ich hierhin Ich guck auf den See, ist das nett Komm mal rein, das müsst ihr sehen Wer hier nicht gut schläft, dem ist nicht zu helfen Guck mal hier raus So einen Luxus kenn ich von anderen Hüttentouren nicht So tolle Luft Das duftet köstlich Rösti mit Geschnetzeltes Mh Auch das Berggasthaus Bollenwees hat ein Whisky-Fass im Keller Das 2. Fläschchen für den Wunderschön-Rucksack Wir stoßen mit Bergwirt Thomas darauf an, dass dieser Tag so glimpflich für uns ausgegangen ist Prost Der Fählensee am frühen Morgen So klar, so schön, so still * Blasmusik * Guten Morgen – Guten Morgen, das ist herrlich Habt ihr gut geschlafen? Ja, es war still bis jetzt, aber so wachen die Berge auf Danke vielmals So geht es heute für uns weiter Von der Bollenwees wollen wir über die Widderalp zur Meglisalp wandern Gehzeit, etwa 2 bis 3 h * Musik * Ein bisschen hat er uns verzaubert, dieser Fjord des Alpsteins Man hat uns gesagt, der Fählensee sei ein Kraftort * Musik * Wir fühlen uns energiegeladen für die nächste Etappe Ab jetzt wird uns Geschichtenerzähler und Alpenkenner Jürg Steigmeier begleiten Mitsamt seinem Holz-Büchel Das typische Schweizer Blasinstrument hat bei uns in der Früh einen bleibenden Eindruck hinterlassen Dein Morgengruß war der Hit Hast du das Echo gehört? – Ja, ein bisschen Jürg ist Schweizer und kommt aus Bad Zurzach Er liebt v.a. die alten Geschichten, die Märchen und Sagen aus seiner Heimat Er liebt es, zu Fuß in den Bergen unterwegs zu sein Oft wandert er viele Kilometer durch die Schweiz zum nächsten Erzählfestival, zum nächsten Auftritt Wanderstöcke hat er noch nie gebraucht Aber es ist schon lässig ohne, wenn man so ein tolles Horn trägt Ich bin gerne oberhalb der Bäume Himmel, Wiese, das ist Freiheit, das ist dem Himmel sehr nah Wenn er dann noch so schön blau ist Nicht so schneestöbernd und stürmisch wie gestern Mal gucken, was uns noch erwartet Ich bin mit dir in guten Händen, du kommst ja überall durch Das ist gut zu wissen Es gibt doch sicher Sagen und Mythen im Appenzellerland, oder? Es gibt die Sage vom Riesen Du siehst die Häuser hier, die sind relativ verstreut Das sieht man überall im Appenzellerland, diese verstreuten Höfe Es geht die Sage, dass da ein Riese war, der wollte sich eine Stadt bauen Die Zwerge im Montafon mussten ihm die Häuser bauen Er hat die Häuser geholt in einem großen Sack Wollte sie in die Schweiz tragen Aber du siehst selber, wie spitzig hier die Berge sind Man sagt, beim Übersteigen der Berge hat es ihm den Sack aufgeschlitzt, weil er hängengeblieben ist mit dem Sack an den Bergen Er hat es nicht gemerkt Die Häuser sind alle einzeln aus dem Loch rausgefallen Deshalb sind die so zerstreut hier in der Gegend Sehr plausibel Was der Riese gemacht hat ohne Häuser, das entzieht sich meiner Kenntnis Können wir überlegen Vielleicht treffen wir den noch, den Riesen

Vielleicht, wer weiß Das wär doch was * Musik * Schon erwartet Die nächste Einkehrung Das ist, was ich liebe am Appenzellischen Es gibt immer wieder eine Kneipe Kneipe, das ist eine Hütte Überall, wo eine Fahne weht, gibts was zu Trinken in den Bergen Das ist jetzt genau das Richtige Nach etwa 1 h erreichen wir die Widderalp Im Sommer laufen hier Ziegen und Schweine rum Die sind jetzt alle im Tal Aber die Alpwirtschaft ist geöffnet Grüezi – Grüezi Das ist mal ganz ein Herziges Dürfen wir bei Ihnen einkehren? – Ja, gerne Tamina, hallo Markus – Jürg Da können wir sogar draußen sitzen – Bei dem Wetter schon Sind wir froh, dass noch kein Schnee da ist Hallo Hier oben können 10 Leute aufm Matratzenlager übernachten (seufzt) Was ist das? – Das ist zum Heißwassermachen Heißwasser zum Milchgeschirrwaschen und Abwaschen Strom gibts nicht? – Strom haben wir keinen da Den Stromerzeuger brauchen wir für die Milchmaschine und Zentrifuge Dass die Milch zentrifugiert Das wars dann Das sieht köstlich aus Das Raclette kommt Dass man das hier ohne Strom halbwegs machen kann Einen Guten – Guten Ist das Appenzeller-Käse? Raclette hat noch einen eigenen, oder? Heiß Heiß? – Ja, aber fein Plumpsklo oder normales WC? Ich bin gespannt, wie das aussieht in den Bergen Immerhin, aber ich glaube, es plumpst tatsächlich Mal gucken, Ja, es plumpst Dafür ist der Blick durchs Fensterli allerliebst Jetzt hats wieder zugetan Da oben kriecht der Nebel auf uns zu, genau da müssen wir hin 60 min geht es nur bergauf Es wird nie langweilig in den Bergen Irgendwann hören wir auf zu reden Irgendwann hüllt uns eine unbeschreibliche Ruhe ein (flüstert) Das ist schön, wenn man mal nichts sagt Megastill hier Ein Vogel und 2 Schäfchen Wanderst du deswegen gern alleine? weil du das dann mehr erleben kannst? Hat sicher was Meditatives, einfach mal Ruhe Ich mags hier oben Keine Bäume im Weg, nichts Dem Himmel nah Wenn der Nebel da so hochzieht und die Wolken Warum magst du Wandern so gerne? Ich bin ein Mensch, der sich nicht schnell vorwärtsbewegt Mein Geist mag da nicht mit Sich ins Flugzeug zu setzen, irgendwo hinzufliegen Dann ganz schnell Kultur, Ort, alles zu wechseln Das schaff ich irgendwie im Kopf gar nicht Da kommt die Seele nicht hinterher Hier geht es Schritt für Schritt Die Gedanken, alles mag mitwandern Kommt alles eins zu eins mit Da unten liegt schon die Meglisalp Jetzt wird deutlich, dass Jürg Steigmeier im Hauptberuf Kindergärtner ist Wie war das mit dem Appenzeller-Liadli? Da gibts doch bestimmt was vom Appenzeller Ich kenn das: Mein Vater ist ein Appenzeller, der frisst den Käs mitsamt dem Teller Es geht: D’Appenzeller sind lustig, d’Appenzeller sind froh, er sucht sich es Frauli und tanzet es so: Erst dreht sich das Frauli, dann dreht sich der Mann,

dann drehen sich beide, hurrei rassassa Min Vatter is n Appenzeller (jodelt) Jodeln, nein Und dann? Er frisst den Käs mitsamt dem Teller (jodelt) * Musik * Da liegt sie nun Rund 1.500 m über dem Meer, die Meglisalp, das Sennerdorf Als ob dem Riesen aus der Sage mehrere Häuser aus dem Sack geplumpst wären Eine kleine Kapelle, ein paar alte Steinhäuser Auch diese Alp erreicht man nur zu Fuß Das Dorf existiert schon seit dem Mittelalter Ein 1. Gasthaus wurde 1861 gebaut Das heutige ist wesentlich größer und hat Platz für mehr als 120 Gäste Hier siehts noch sehr still aus Wir werden uns heut Abend in die Abendsonne setzen Meinst du? – Du wirst sehen Ist hier überhaupt noch jemand? Gute Frage Birnenfladen mit Rahm, Apfelkuchen mit Rahm Das klingt schon gut Grüezi mitenand Grüezi, hallo Sind Sie die Gaby? – Genau Ich bin Tamina, das ist Jürg Bei Bergwirtin Gaby Manser soll es Zimmer geben, wie zu Großmutters Zeiten Das ist der Schlüssel – Danke schön Ist das zum Waschen? – Ja, das sind noch ganz Alte Das ist ja nett Hier guckt man ins Tal runter, wie schön Hier darf ich alleine drin sein? – Ja Hab ich wieder ein Glück 3-mal Und ein Älpler-Rösti Ein grüner Salat Auf der Meglisalp kocht Sepp Manser, Gabys Mann, mit seinem Team Zum Beispiel das Nationalgericht, Schweizer Rösti Die Kartoffeln dürfen nicht ganz gar sein Dann sollten sie 24 h gelagert sein Dürfen nicht zugedeckt werden, sonst gibts Kondenswasser Der Bergwirt ist Koch aus Leidenschaft In seinem Gasthaus kommen nur frische Produkte aus der Region auf den Teller Das ist der Gitzi-Hackbraten Gitzi ist die Bezeichnung für eine junge Ziege im Appenzeller Dialekt Sepp Manser probiert gern Neues aus Verfeinert Bratensoße mit hauseigenem Whisky Es gibt Wanderer, die kommen nur wegen seiner Brennnesselsuppe her Die Brennnesseln werden im Frühjahr hier oben gesammelt, die Triebe Dann werden sie gewaschen und blanchiert Und dann als Konzentrat eingefroren Bei Verwendung wird das Ganze aufgetaut und zu Suppe verarbeitet * Musik * (Frau) Gut, dass jeder einen eigenen Teller hat Zum Gasthaus gehört ein “Hot Pot”, den Bergwirtin Gaby für uns angeheizt hat Das ist ja was * Musik * Der Ofen sorgt für mollige 39° Perfekte Badewannenwasserwärme Ihr Schweizer (seufzt) Ist das herrlich? – Super Das ist ja jetzt Wie machen wir das? Einfach draufstellen? Genau Es ist kein billiges Vergnügen Einmal Hot Pot kostet 150 Schweizer Franken Pro Person kommen 20 dazu Platz gibts für 8 Leute Super Das ist ja – Hier bleiben wir Zum Wohl – Zum Wohl Auf die Berge und das Appenzellerland Ist eigentlich ein Liebes-Pot, oder? – Eigentlich schon Jetzt müssen wir 2 Wir machen das Beste draus Wir haben ja den Wein – Genau

Wir frönen dem Wein und nicht der Liebe * Musik * Jetzt stellen Sie sich die Meglisalp mal im Sommer vor Überall stehen Kühe rum Den ganzen Tag hört man das Glockengeläut rund um die kleine Kapelle “Maria zum Schnee” Dann ist auch er auf der Meglisalp Johann Hautle, einer der Senner, die sich hier um die Tiere kümmern Seit 50 Jahren verbringt er den Sommer auf der Alp * Musik * Seine Stube ist auch sein Atelier Die Liebe zu seiner Heimat drückt Johann Hautle in Bildern aus Er war 16 Jahre alt, als er zum 1. Mal zum Pinsel griff * Musik * Die Meglisalp mit ihren Tieren ist das Lieblingsmotiv des Bauernmalers Mit feinsten Pinselstrichen zeichnet der 72-Jährige die Landschaft, in der er aufgewachsen ist Bis jedes Detail auf einem Bild fertig ist, können schon mal Monate vergehen Mit seiner Kunst, der naiven Bauernmalerei, hat sich Johann Hautle längst einen Namen gemacht Die Wartezeit für eines seiner Ölbilder beträgt 2 Jahre Die Preise beginnen bei ein paar Tausend Schweizer Franken und reichen bis in die Zigtausende Doch der malende Senn lebt nach wie vor bescheiden in seinem Steinhaus Inmitten eines seiner liebsten Motive, der Meglisalp * Musik * Die meisten Appenzeller sind sehr gläubige Menschen Ave Maria Wenn es Abend wird, ist es Zeit für den Alpsegen Dann steht einer der Sennen auf eine Anhöhe nahe der Kirche und hebt an zum Gebet Während der Alpsaison ertönt dieser Ruf auf vielen Alpen Es ist die Bitte um gutes Gelingen für alles Tun auf der Alp Die Bitte um Schutz vor Unheil für Mensch und Tier * Musik * Es ist noch früh am Morgen Ich habe Sepp Manser gebeten, mir seinen Schatz zu zeigen Der Bergwirt ist einer der Initiatoren des Whiskytreks Der Felsenkeller, in dem er seinen Whisky lagert, liegt ein paar 100 m vom Gasthaus entfernt * Tierschrei * Das war grad ein Murmeli, gell? Wir sagen Munk – Munk? Im Appenzeller Dialekt Murmeltier ist bei uns ein Munk Hier sind wir beim Da sind wir beim Hochprozentigen – Hochprozentig spannend Wirf einen Blick durchs Fenster Hier ruht der Säntis Malt, Edition Meglisalp Ist ja gut getarnt hier Ein hundertjähriger Keller

Du hast doch die Idee gehabt, diese Whiskyidee hier oben Schnapsidee – Klingt so War so, dass ich mit dem Locher zusammengesessen bin Er gesagt hat, er wisse nicht mehr, wohin mit den Fässern Der Locher ist der von der Brauerei? – Genau, der Hersteller vom Whisky Dann hab ich aus Jux gesagt, er könne diesen Felsenkeller füllen mit Whisky Diesen hier? – Genau Er ist gekommen, hat gesagt, was wir machen müssen, damit er Whisky bringt Das haben wir bewerkstelligt Vor 7 Jahren hat er die ersten Fässer hier reingestellt Das sind diese 4 Vor 3 Jahren ist das Familienfass dazugekommen Hat der hier auf der Meglisalp einen besonderen Geschmack? Was für einen Charakter hat er, wenn er hier über den Winter liegt? Unser Whisky ist ein sehr feiner Whisky Er hat Apfel-, Zwetschgen- und Erdbeernoten Beim Whisky ist es so: Jeder Whiskytrinker hat einen anderen Geschmack Jeder findet anderen Whisky wieder besser als der unsere Vom besten Whisky möchte ich da nicht sprechen Was ist denn dein Favorit? – Je nach Stimmung Manchmal ein bisschen rauchiger, manchmal einen feineren Es ist schon so, auf jeder Hütte schmeckt er anders? Das ist so Darf ich ein Fläschchen von hier mitnehmen? Ich hab hier mein Zetteli – Auf jeden Fall Vor der Wanderung habe ich für 150 Franken Whisky-Gutscheine gekauft Ich mach den Neuner – Genau, danke vielmals Danke auch Meglisalp Das ist die Nr. 3 auf unserem Whiskytrek Jede Flasche ist beschrieben Wer angefüllt hat, wann abgefüllt Wie viel Alkohol, 49% Ist ja fast nix – Genau * Musik * Ab jetzt packen wir in jeder Hütte ein weiteres Whiskyfläschchen in den Wunderschön-Rucksack Also aufpassen, von welchen Hütten die Fläschchen kommen Guck mal hier, das Kärtli Vom Hohen Kasten kommen wir her Jetzt sind wir bei der Meglisalp und wollen zum Mesmer Diese Strecke hier soll schwierig sein Bei schlechtem Wetter Wir wagen es, oder? – Wir wagen es Das Wetter hält, das wird gut – Bist ein Optimist Von der Meglisalp gehts über die Ageteplatte und dahinter sehr steil runter zum Mesmer Das wollen wir schaffen, in etwa 3 h * Musik * Guck, über die Platte wollen wir jetzt rüber Ist klar, ne? – Irgendwie schaffen wir das Klettern kannst du, hast du gesagt Der Anstieg auf die Ageteplatte ist tatsächlich steil Die Aussicht spektakulär Was ein Blick Dann kommt der Berggrat Da weht ein Wind, oder? Was, ein Seil? Guck dir das an, jetzt kommt die wirkliche Herausforderung Guck, wie es runtergeht Da müssen wir runter – Nein Jürg, bitte, das ist mega Hör auf, echt Da ist noch ganz viel Fels – Du bist echt lustig Mit bleibt das Herz stehen * Musik * Wenn du dir vorstellst, was die Leute hier auf dem Rücken hochgetragen haben, als es noch keine Bahnen und nix gab Unvorstellbar Wir schnaufen schon mit dem Rucksack So ein bisschen Proviant Wie heißt das jetzt? Das ist kein Stüllchen, sondern ein Eingeklemmtes Ich find diese selbstgemachten Eingeklemmten in den Bergen Da geht nichts drüber Jetzt macht man das Matschige erst rein, damit es vorher nicht durchsuppt Es ist echter Appenzeller Käs Wie heißt es, Appenzeller? – Appenzeller

En Guete – En Guete Wie ist das mit den Menschen hier? Sie sind sehr religiös, oder? Wie war das früher mit dem Eingebundensein in die Natur? Wenn du diese ganzen Sagen und Geschichten dir anschaust? Vom Weltbild her der Älpler denk ich mal, war, bevor die katholische Kirche großen Einfluss gehabt hat, schon sehr ein magisches Weltbild Man hat nicht von Himmel und Hölle geredet Wenn man gestorben ist, gibt es viele Sagen, dass die Seele in den Gletscher runtergeht, in die Gletscherspalte Die Hebammen holen die Kinder aus den Gletscherspalten raus Also ein ewiger Kreislauf, aber alles im Hier und Jetzt Hier und jetzt gehts für uns runter zum Mesmer In 30 min? Na ja Oh Gott, Klettersteig Also keine Experimente Ist schon sehr steil Der in die Felswand gehauene Weg ist ziemlich schmal Hier ist man den Bergen sehr nah, wenn man sich an diesem Seil nach unten hangeln muss Zum Glück wird das immer wieder gemacht, dieser Weg So ein paar Stiegen zwischendrin sind sehr erfreulich, wenn es da so runtergeht Jürg, wo bist du denn? Wo bist du? Sehr vorsichtig sucht sich jeder von uns seinen Weg in der Felswand Was? – Hier gehts ins Loch runter Um Gottes Willen Man muss jetzt echt auf seine Füße achten Ich werde da gern ein bisschen übermütig Die Felsen sind so spitzig Man ist schon froh, dass man sich hier festhalten Was ist denn hier? Hier ist gar kein Weg mehr Was für eine Kraxelei Diese Etappe hats wirklich in sich Man muss trittsicher sein und darf keine Höhenangst haben Nach 1/2 h haben wirs geschafft Jetzt haben wir doch Respekt Wenn man das so sieht, woher wir da kommen Elke ist schon wieder guter Dinge Beate verarbeitet es noch Jürgen, der Kameramann, sagt: Hätt ich das gewusst, hätt ichs mir noch mal überlegt Tonmann Enno ist soweit guter Dinge Der, der bester Dinge ist, ist Jürg Der sagt, hey, kein Problem Gehört zum Tagesprogramm * Musik * Das Berggasthaus Mesmer liegt auf 1.613 m Angefangen hat hier alles mit einer kleinen Steinhütte für Ziegen Schön, wie das so auftaucht Strom gibt es hier erst seit ein paar Jahren Auf müde Wanderer warten ein paar Doppelzimmer und 40 Matratzen Stalldrang – Der Stalldrang Der weite Blick ins Tal Sind Menschen da? Hier sind sie Ja, hallo Du bist ja ganz ein Hübscher Mal abgesehen von den beiden Gasthauseseln wirkt der Ort recht ruhig Scheint kaum jemand da zu sein Doch das ändert sich sehr bald Hans Schopfer heißt der lustige Herr mit Schnäuzer, der Jürg gleich eine “Krumme”, eine Schweizer Zigarre, anbietet Wie ein Aschenbecher Das ist ja was, jetzt kommen die Geißen runter Wo? Da kommen die Geißen Wir sind genau richtig gekommen * Musik * Es sind gleich ein paar Dutzend Den Sommer haben sie im Alpstein verbracht Nun sollen sie zurück ins Tal Zack zack, mit beiden Händen Ein paar Geißen kommen aus dem Berner Oberland, ein paar aus dem Wallis Die Appenzeller Ziege ist weiß, robust und liefert hochwertige Milch, sagt Hans Ganz warm So frisch hab ich Ziegenmilch noch nie getrunken * Musik * Den Daumen so dagegen, oder?

Ach mit Beiden, zack, zack Ich will auch Tiptop, na ja Du kannst es besser Zack, zack, zack Das schäumt richtig, stopp, stopp Die schöne Milch geht verloren Prost, jetzt du, probieren Frischer geht nicht, so schaumig – Viel besser wie Kuhmilch (Hans) Wollt ihr noch mehr? * Musik * Aufbruch, bevor es dunkel wird Ganze Familien sind an diesem Tag rauf zum Mesmer gekommen Mancher Besitzer hat nur eine, mancher ein paar Ziegen Alle gemeinsam begleiten sie ihre Tiere zum Winterquartier ins Tal So erleben wir eine kleine Alpabfahrt, so nennt man das hier * Musik * Die Esel haben schon gegessen Jetzt sind wir dran Köstlich Alle haben die feinen Röstis En Guete mitenand * Musik * Samstagabend, das Wirtshaus ist voll So geht es zu bei einem typischen Hüttenabend im Appenzellerland * Musik * Guten Morgen Die gucken morgens rein und sagen Guten Morgen? Ja, dann bekommen sie etwas Brot Das wissen sie und deswegen – Dann kommen sie Der Freche ist Rocky und der andere ist Amadeus? Der ist Amadeus und der andere ist Rocky Unsere Tagesstrecke ist mal richtig einfach Vom Mesmer wollen wir runter zum Seealpsee Gehzeit etwa 90 min Wir können ja runter reiten Kommt ihr mit? Der würd uns vielleicht tragen Ab jetzt geht es nur bergab Es ist Sonntag und wir sind früh auf den Beinen Der Grund: Ein Gottesdienst unter freiem Himmel unten am Seealpsee * Musik * Unten angekommen, erwartet uns eine eindrückliche Szenerie Im Seealpsee spiegelt sich der Alpstein Auf dem Säntis, dem höchsten Berg, liegt sogar Schnee Jürg sagt, er wolle heute noch schwimmen gehen Na dann * Musik * Direkt am See liegt die Bruderklausen-Kapelle (jodeln) Im Sommer, während der Alpzeit, wird hier jeden Sonntag die Heilige Messe gefeiert Heute mit dem Jodelclub Alpeblueme Herisau Zur Appenzeller Sennentracht gehört die kleine goldene Rahmkelle am Ohr, die Ohrschuefe * Musik * Schenke uns Zeit, Glück und Frieden Darum bitten wir Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn Amen Es ist Bettag in der Schweiz Ein christlicher und staatlicher Feiertag zugleich ♪ Trittst im Morgenrot daher, seh’ ich dich im Strahlenmeer. ♪ Deshalb singen am Ende der Messe alle die Schweizer Nationalhymne Am Mittag drehen wir eine Runde um den Seealpsee Die Akustik zwischen den Bergen soll großartig sein * Musik * Schön

Das ist ein echtes Alphorn? Jetzt kommt die Antwort da hinten Ja, Kollege Darf ich mal anfassen? – Ja sicher Willst auch mal probieren? – Das ist das Mundstück und jetzt? Wie pust ich da rein? – Einfach mal blasen Und schauen, was rauskommt Etwas mehr – Mehr? Das war schon sehr kraftvoll * Tröten * Ich glaube, der Berg hat sich erschrocken Nein, das war das schöne Echo Noch mal Braucht man da Kraft, ist unglaublich * Tröten * Jetzt hat sie es geschafft Am westlichen Ende des Alpsees liegen die Häuser der Sennen Die Alpzeit ist zwar vorbei, die Kühe und Ziegen sind im Tal Aber am Wochenende sind die Besitzer der Seealp-Käserei hier oben Man kann feinen Käse kaufen Käse kaufen, bitte eintreten Und in den Keller rufen Grüezi, hallo Es hieß, wir sollen in den Keller rufen Tamina, hallo – Hans bin ich Daniela (Hans) Wollt ihr probieren? – Unbedingt (Daniela) Jetzt sind alle wieder im Tal Sonst sind die auf den Alpen drum rum? (Daniela) Ja Was ist das jetzt? (Hans) Das ist der Geisskäse Der duftet schon sämig Fein Man schmeckt ein bisschen Ziege, aber nicht so doll Nein, nicht zu doll Danke vielmals Das ist ein Riesenkäseding, da kann man Räder durchhobeln Der ist auch sehr fein Der schmilzt im Mund Dürfen wir einen kleinen – …Mutschli Als Mitbringsel ist nett, oder? Das sieht schön aus, guck mal Wenn man hier war, hat man die Ziegen kennengelernt Die Kühe hat man gesehen Dann kann man einen Käse mit nach Hause nehmen Wenn Hans Gmünder im Sommer früh morgens seine Ziegen melkt, fällt die Ruhe auf Wie liebevoll er mit seinen Tieren umgeht Die Ziegen bringen dir richtige Ruhe Normalerweise, heute ist schlechtes Wetter, da mussten sie im Stall schlafen Wenn es regnet, gehen sie nicht raus Ziegen muss man lieb haben Wenn man das nicht hat, dann haben sie dich auch nicht lieb Dann machen die, was sie wollen Auf der Alp beginnt der Tag früh Um 04:30 Uhr sind bereits alle auf den Beinen Im Keller kümmert sich Hans Frau Daniela um die Käsepflege An die 8 t lagern innerhalb der 3 Sommermonate hier unten Ziegen- und Kuhmilchkäse Verfeinert mit Chili, Bärlauch oder Schnittlauch 11 verschiedene Sorten Beim “Kässchmieren” hilft der Sennerin die Maschine Trotzdem muss Daniela jeden einzelnen Käselaib mindestens einmal am Tag selbst anfassen Ohne Pfleg gäbs kein Käs Das gehört dazu Wenn der Käs, wenn er jung ist, austrocknet, wird er grau und man kann ihn fortwerfen So mancher Käse reift hier über den Winter weiter Den Hof hat Hans 1995 von seinem Vater übernommen Ich wollte nie Bauer werden als Kind Wir mussten immer arbeiten, immer Heute würde er sein Leben mit niemandem tauschen wollen Das ist schon eine Kunst Einfach möglichst nicht viel Geld brauchen zum Leben, oder? Immer ein bisschen arbeiten Aber wir machen selber Käse Dann haben wir die ganze Wertschöpfung selber

Wir haben keinen Handel dazwischen Wenn man vom Milch Produzieren bis zum Verkauf an den Konsument Gewinn hat, dann gehts uns nicht schlecht, oder? Man kann sicher nicht angeben, wird sicher nicht Millionär Das muss man nicht, so können wir gut leben Es ist ein Leben im Rhythmus der Tiere 19 Kühe, 20 Ziegen, ein paar Schweine 100 Tage von Anfang Juni bis Anfang September dauert die Alpzeit Jeder Arbeitstag fängt früh an und endet spät Um kurz nach 6 kommen die anderen Sennen und bringen ihre Morgenmilch Sie wird gewogen und in den “Käsekessi” gefüllt * Musik * Die Seealp ist eine Gemeinschaftsalp und wird von 6 Sennen bewirtschaftet 6:45 Uhr, Frühstückszeit 2 Helferinnen unterstützen Hans und Daniela während der Alpzeit Viel Platz ist nicht in der Hütte Ein einziger Raum zum Schlafen, Essen und für den Käseverkauf Jetzt sind die beiden Kinder wach Dann geht es in der Käserei weiter Jeden Tag machen Hans und Daniela aus 1.000 l Milch 100 kg Käse So haben sie sich kennengelernt: Daniela war als Hilfskraft 3 Sommer lang bei Hans angestellt Mittlerweile sind die einstige Sozialpädagogikstudentin aus Süddeutschland und der Appenzeller Senner ein eingespieltes und fast immer harmonisches Team Es gibt schon ab und zu, dass die Meinungen auseinandergehen Aber sie gehen zusammen wieder 40° heiß ist die frische Molke, die aus der Käserei nach draußen in einen hölzernen Bottich fließt Daraus entsteht ein Wellnessangebot für Touristen, ein Molkebad im 500-Liter-Zuber Macht Haut weich und geschmeidig Hat einen Rahmanteil, den spürst du sofort Es zählt zu den Heilbädern Schon Kleopatra hat in Eselsmilch gebadet Molke hat ähnliche Wirkung wie Milch An diesem Tag haben sich 3 Touristinnen für ein Molkebad angemeldet 100 Schweizer Franken kostet das Inklusive Käsereibesichtigung, einem Stück Käse, einem Getränk und einer kalten Dusche danach Apropos kalt: Wie ist es, Jürg? Hast Du schon Füße drin? – Kalt Springst Du trotzdem? – Ich werde es versuchen Du hast es versprochen, ich freu mich schon Also auf dem Seealpsee rudern, wenn die Sonne scheint und es nicht regnet, ist ein großes Vergnügen Wenn hinten drin jemand sitzt, der so guter Laune ist und gleich ins Wasser springt Und badet bei 12° Wassertemperatur, dann wird das eine große Gaudi * Musik * 1, 2 Er tut es Es ist eiskalt Es ist so kalt (jubelt) Ich fasse es nicht, Respekt 2 Gasthäuser liegen am Seealpsee In diesem ist Platz für 50 Übernachtungsgäste Wieder werden wir herzlich empfangen Madeleine und Daniel haben ihre Hütte ziemlich voll

Der Seealpsee ist beliebt bei Tagesgästen Nur eine Wanderstunde und man ist vom Tal aus hier oben (Frau) Was gibts hier? – Das sind diese typischen Wie heißen sie, Älpler Makkaroni? Makkaroni mit Appenzeller Käse und krosser Zwiebel Dazu isst man Apfelmus Was ist das? – Appenzeller Siedwurst * Musik * Am nächsten Morgen gehts vom Seealpsee über das Gasthaus Äscher bis zur Ebenalp Gehzeit, etwa 2 h * Musik * Heute wandern wir nur bergauf * Musik * Müssen wir über diese Steilwand da oben, da drunter her? Dann gehts irgendwann nach vorne – Das ist schön Da müssen wir nicht drüber, sondern am Rand dürfen wir vorbei Dieser Ort gehört seit Jahren zu den Top-Sehenswürdigkeiten in der Schweiz Das Gasthaus Äscher-Wildkirchli Neben Wanderwegen geht eine Bergbahn hier rauf, sodass Flip-Flop-Touristen aus aller Welt in ein paar Minuten auf dem Berg sind Bitte schön – (seufzt) Warst du schon hier? – Nee, noch nie Schon bisschen Gottvertrauen – Ja, unter dieser Felswand Mamma Mia, wie hat man das hierhin gebaut? Das Berggasthaus liegt am Fuß einer 100 m hohen Felswand Hat was von einer Einsiedelei Schön mit diesen Holzschindeln, die mag ich gerne Bereits um 1800 sollen Eremiten und Sennen hier Getränke und Speisen verkauft haben Aus der Alphütte entwickelte sich zu Beginn des 19. Jh das Gasthaus Äscher-Wildkirchli, welches zu den ältesten der Schweiz gehört Oft ist hier oben die Hölle los Doch heute, am Montagmorgen, sind wir fast allein Ohne Schnaps ist langweilig Ich nehm von deiner Sahne Was ist das hier, Melange? – Kaffee Melange Dazu gibts diese schönen Zückerli Das sind die mit den Sprüchli Da machen wir mal ein kleines Quiz Oppezeller? – Ja, genau Ich les vor und du errätst, was es heißt Kannst du den Appenzeller Dialekt? – Überhaupt nicht Wenns da steht, vielleicht schon Vielleicht holen wir den Wirt, der solls uns vorlesen “Tuschur uf de Gempere” Toujours heißt wahrscheinlich immer aus dem Französischen Uf de Gempere, keine Ahnung Immer dort, wo was los ist, sehr aktiv Also ich sag, immer aufm Sprung Also wie ich eigentlich Du auch Jetzt hab ich was “Tömme as t Nacht schwaz” Machen wir ein Nachtgespräch, wenn man miteinander redet Könnte man meinen, aber es heißt gewaltig dumm Ah, dömme, dümmer Können Sie den Dialekt? – Ja, e bizzle Wie würde man das sprechen? – Tömme, dümmer Tömme as t Nacht schwaz Dümmer als die Nacht schwarz ist Da gönnt noch Menge Löft, sagt man das so? Da geht noch manch ein Wind? Da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen Da wird sich noch manches ändern Der ist schwierig: “Chascht megi vövele hoch” Chascht megi vövele hoch Kannst du mir geben? Du kannst mich mal Das haben Sie auch nicht gekannt? Da lernen die Appenzeller was dazu Nach dem kleinen Sprachkurs ist Jürg irgendwann nach drinnen verschwunden Jürg, ich such dich Was ist jetzt?

Guck mal, neue Schuhe 60 Jahre alt – Aus echtem Leder Mit so Steigeisen drauf Wo hast du die her? – Der Chef hat die mir gegeben Geschenkt? – Ich geb ihm was Die sind super, nehm ich mit zum Geschichten erzählen Hab ich wieder ein Teil mehr, die mir die Geschichte erzählt Die haben bestimmt viel zu erzählen (jodelt) Mit den Schuhen machst du große Sprünge * Musik * Nur ein paar Meter, dann sind wir am Wildkirchli, der berühmten Höhlenkapelle Das Wildkirchli wurde 1621 von einem Kapuzinerpater gegründet Zu den Betzeiten haben hier Eremiten die Glocken geläutet Und bis Mitte des 19. Jh Touristen mit Fackeln durch die Höhlen geführt In diesem Teil fand man alte Steinwerkzeuge und Bärenknochen Deshalb wird sie Bärenhöhle genannt Das ist dieses saftige Grüne mit den verschiedenen Häuslein Das liebliche Appenzellerland, ist das schön Ich bin viel rumgereist auf der Welt, aber ich finde, das ist eine Landschaft, die ist nah am Idealen Das ist sanft und doch so alpin Mischt sich beides Auch sehr beliebte Wohnlage, genau wegen dem Berge vor der Haustüre, aber schnell auf der Autobahn in St. Gallen Du bringst es so runter in die Realität Ich wollte das mehr ganzheitlich sehen Das ist ein besonders schönes Fleckchen auf dieser Welt * Musik * Dieses Fleckchen gehört auch dazu Die Ebenalp Auf dem Hochplateau steht das gleichnamige Berggasthaus, mit Doppel- und Einzelzimmern und für 80 Leute Matratzenlager Hier bezahlt man zwischen 45 und 70 Schweizer Franken pro Person mit Frühstück So sind die Preise auf allen Hütten So köstlich Im Appenzellerland kann man sehr gut essen Hier haben wir Reh Wie heißt es? – Rehpfeffer Lange eingelegt in Rotwein, wie ein Gulasch Das sind blaue Kartoffeln Die kann man essen Im Gasthaus hängen ein paar riesige Kuhglocken In vielen Gastberghöfen hängen 3 – Ja, das ist wegen dem Klang * Geläut * Dreiklang Bei der Alpabfahrt Auf der Straße laufen zuerst die Ziegen, dann der Ziegenknabe, nachher der Senn und dann kommen die 3 Kühe mit den Schellen Nur 3 haben Schellen? – Jawohl Hinter den dreien laufen nochmals 3 Sennen, die jodeln dazu Deshalb ist der Dreiklang, die singen dann Naturjodeln dazu Das ist sehr schön Können sie das? – Nein, das ist schwierig Dann schlägt die Stunde der unheimlichen Sagen Jürg ist in seinem Element Gerade erzählt er uns und der Wirtsfamilie die Geschichte vom Melkjungen und dem Alpgeist * Musik * Unser letzter Tag im Alpstein bricht an, mit der Bergbahn ins Tal

Dann mit dem Zug nach Appenzell und über Urnäsch auf der höchsten Berg, den Säntis So weit der Plan Doch von der Ebenalp aus gibt es eine andere Variante nach unten Fliegen mit einem Gleitschirm In Begleitung eines Fluglehrers * Musik * Wir fliegen zuerst ein bisschen raus Richtung Bodensee, Appenzell Und machen nachher eine große Rechtskurve, Richtung Landeplatz Vielleicht sehen wir die Äscherwand mit dem Wildkirchli Da waren wir vorhin Wenns geht, fliegen wir dort vorbei Dann siehst du das von oben – Wie schön Ich freu mich ein bisschen, ein bisschen hab ich auch Respekt Das gehört dazu * Musik * Nach kurzer Zeit taucht unter uns die Äscherwand mit dem Gasthaus auf Die Ebenalp ist der Hausberg für Appenzeller Gleitschirmflieger Die Windbedingungen sind meist ideal und die Kulisse, gucken Sie mal Wenn mein Fluglehrer Adi nicht zwischendurch teuflische Kapriolen schlagen würde, wäre das ein sehr entspannter Flug * Musik * Wir stehen Schön war das Aber man ist froh, wenn man wieder festen Boden unter den Füßen hat Weiter gehts mit der Bahn Wir tuckern durch die sanfte Hügellandschaft Wer mit dem Auto ins Appenzellerland reist, sollte unbedingt mal eine Fahrt im Roten Bähnli machen * Musik * Dass wir ausgerechnet als erstes im örtlichen Brauhaus landen, hat eine bestimmten Grund Hier hat alles angefangen mit dem Whiskytrek Weil der Chef die Idee hatte, es neben Bier mal mit Whisky zu probieren Die Hüttenwirte machen alle begeistert mit Hier gibts eine Ausstellung, wo man sehen kann, wie das mit dem Brauen funktioniert Hier kriege ich mein 8. Fläschli Zuerst schnüffeln wir uns etwas durch die Ausstellung Ah, Säntis Malt Das sind jetzt die verschiedenen Whiskys Wenn du der Kenner wärst, würdest du sagen, eindeutig Rauch, smoke Das wär mehr meins Der Rauch geht gar nicht Was ist das? Riecht so wie in der Mosterei am Abend Bisschen fruchtig, ne? Das ist wieder mit Rauch – Oh nein Ein Freund von mir trinkt Rauchtee gerne, der schmeckt auch so Kann ich nicht verstehen Die Geschmäcker sind verschieden Der Chef der Brauerei, Karl Locher, ist ein sehr experimentierfreudiger Mensch Auf insgesamt 27 Hütten hat er mittlerweile Whisky zum Weiterreifen geschickt Sie schmecken alle unterschiedlich Das ist er, gell? Das ist unser Fass vom Brauquöll, das spanische Süßweinfass Haben Sie einen Bon? – Ja, die Nr. 8 Die Nr. 9 ist der Säntis, das wird was

Danke vielmals – Tschüs Appenzell ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Schweizer Kantons Appenzell Innerrhoden Ganz typisch sind die mit bunten Malereien verzierten Häuser Im Zunfthaus haben sich Leute zusammengetan, die altes Handwerk erhalten und weitergeben wollen Ihre Kunst kann man kaufen Man darf ihnen bei der Arbeit zuschauen und etwas lernen Z.B. beim Schuhmacher, dem Sennensattler Oder in dieser Werkstatt einer Zinngießerin Wär das was? Ich bevorzuge die Schnupftabakdose Grüezi – Hallo Wie haben uns schon umgeguckt, toll Aus Zinn ist das alles, gell? – Ja, klar Hier wird gearbeitet? Ja, hier wird alles selber gegossen Das ist nett Kann ich was mitmachen? – Ja, logisch Wollt ihr eine Fonduegabel gießen? Die ist richtig schön Du guckst dich noch um? – Ich guck mich um Erzählst mir dann, was es sonst noch gibt Hat das in der Schweiz eine Tradition, diese Zinngießen? Es gab sehr viele Es gibt noch 2, die selber gießen Heute? – Ja, geht verloren War vor 15 Jahren noch eine 4-jährige Ausbildung Ist vorbei Gibts nicht mehr? – Ja Ja, es ist schade Es ist genial, das Material, aber man muss was Neues draus machen Gut, das sieht hier so aus, das mit dem Neuen Das schon anziehen? – Ja Gerüstet fürs Zinngießen Die ist ja heiß – Ja, die hab ich vorgeheizt Dann kann man das zu tun Jetzt versteh ich das Prinzip Jetzt kannst du die zu tun Wie eine Schraubzwinge ist das Dann stellen wir das da rein Du hast keine Handschuhe, du darfst dich nicht vertun Das mach ich weg und dann hol ich eine Kelle raus Das sieht toll aus, schimmert so geheimnisvoll Und jetzt? – Hier rüberbringen Jetzt kannst du es hier reinleeren Dann fang ich an, zu kühlen Das ist ein tolles Material Zurückgießen einfach? – Ja Was machst du jetzt? – Ich kühle das unten Sind die nass? – Die müssen nass und kalt sein Ich hatte Glück Einer der letzten Zinngießer in der Schweiz hat mir sein Wissen weitergegeben Das ist nicht selbstverständlich Es ist ein Beruf mit vielen Berufsgeheimnissen Die du jetzt alles weißt Jetzt darfst du es auspacken Wie Weihnachten Und jetzt? – Jetzt kann man das rausnehmen Du kannst das halten, ich schlage auf den Fuß Hochhalten Dann kannst du es hier ablegen Das ist ein spezieller Zinnhammer Rausschlagen? Gut Super, ist gut geworden Da sieht man die ganze Prozession Ja, die sind richtig schön geworden Nach dem Schleifen und Polieren sehen die Fonduegabeln perfekt aus Da ist wichtig, mit dem Bürstle unten am Rand Jürg holt sich derweil ein paar Tipps vom Schuhmacher in der 1. Etage ab Seine alten Schuhe, die er am Äscher bekommen hat, lechzen nach guter Pflege Jetzt sehen sie wieder tipptopp aus * Musik * Ist ganz schön, muss man hochgucken Appenzell ist berühmt für die bemalten Häuser Ist nett im Tal – Nach all den Bergen Ich zeig dir mal, wo man toll shoppen kann in Appenzell

Ein paar Lädele Luag, luag Guck mal, wie schwer die ist Appenzeller Schelle * Läuten * Das ist Birewecke, wie Früchtebrot Alles hausgemacht – Danke vielmals Das musste mein Opa machen an Weihnachten Das haben wir auch zuhause Die Kinder, meine beiden, sind in der Schweiz geboren Das Albertli, kennst du das? Diese naive Malerei Das ist eine schöne Geschichte, wo sie die Berge hochgeht Guck mal. (seufzt) Das sind diese richtigen Trachten Das ist alles, was wir gesehen haben bei den Trachtenchören Die hab ich als Kind getragen, das Rote Die sind süß Das sind die gelben Jacken – Aus Leinen Das wär super für auf die Bühne und die Originalhosen dazu Dann erzählst du die Geschichten in diesem Outfit Kommt gut Dazu die Schuhe, die beschlagenen – Vom Bernhard die Nagelschuhe Was will man mehr? * Musik * Bevor wir den höchsten Berg des Alpsteins, den Säntis, erklimmen, machen wir einen Zwischenstopp bei Schweizer Freunden in Urnäsch Hey, was sitzt ihr da am Fenster? Familie Tobler hat sich in ihrer Heimat mehrere Träume erfüllt Ihr Haus ist Café, Malatelier und Polsterei in einem Willst du mal? – Ja Simon arbeitet an antiken Möbeln Hier hab ich die Schnur, geh da durch Dann mach ichs hier rum – Nee, so lassen und rausziehen Ziehen, aber auch halten Jetzt x Schichten von dem weiter drum Was würde denn für ein Stoff dazu passen? Was Italienisches würd gehen, ein alter Stoff Dass du als so Junger so ein Handwerk machst ist doch was Seltenes? – Ja, man kann es nicht mehr lernen In der Schweiz gibt es den Innendekorateur mit dieser Fachrichtung Aber ich bin der letzte Jahrgang gewesen vor 17 Jahren, der so abgeschlossen hat Heute lernt man es nur, wenn man per Zufall in einem Geschäft die Lehre macht der noch jemand das kann Sonst ist es am Aussterben Dann hältst du das aufrecht? – Genau Simons Frau Damaris gibt Malkurse In einem speziellen Raum dürfen sich die Malenden mit Pinseln und Gouachefarben ausdrücken und entfalten Ist das nicht schön? Es sind 18 Farben, gemischt können werden x-tausend Einmal in die Farbe und zum Bild Ich mach mit, dann könnt ihr selber Einmal ins Wasser, einmal in die Farbe Dafür benötigt man keinerlei Vorkenntnisse Arno Stern heißt der Begründer dieses freien Malens (Jürg) Wie ist es mit Mischen? (Damaris) Einmal Farbe Warte * Musik * (Damaris) Es tropfet, genau, und in die Farbe Guck mal Ich versuche mich am Äscher-Wildkirchli Wir erinnern uns an die schönsten Momente unserer Wanderung Im Raum darf über alles gesprochen werden, nur nicht über das Bild Nach Paris und dann? – Da würde ich dich begleiten Ich würd gern noch mal mit dir durch die Berge Kinder und Erwachsene sollen selbstbestimmt malen dürfen, ohne Druck und Bewertung * Musik * Es fasziniert mich, dieses Nicht-bewertet-werden Weder positiv noch negativ Weil beides eine Bewertung innehält und wir gewohnt sind, in Maßstäben zu leben von klein auf Das ist gut, das weniger gut, da könntest du noch D.h., es ist nicht gut genug Nee, lass doch mal oder sehr gut Wenn ich das nächstes Mal nicht sage, was geschieht? Ist das nicht gut? Dauernd wird eine Messlatte gesetzt Es geht nicht in 1. Linie ums Malen – Es geht ums Ganze

Es ist eine Anschauung vom Menschen Einfach so sein lassen, wie es sich entwickelt Damaris und Simon lieben gut gemachten Kaffee Jetzt kommt der beste Kaffee von dem Appenzellerland In ihrem Haus haben sie ein gemütliches Café eingerichtet Für Einheimische und Gäste (Jürg) Wenn ihr 4 Generationen habt, dann reden wir darüber Bin Ureinwohner Was kann das Kästli? – Das hat gelernt, Musik zu machen * Musik * “Kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein” Ich sag den Kindern immer, man kann ein Märchen auch singen, dann ist es schneller fertig und vorbei Da schaut eine alte Hexe raus ♪ Sie lockt die Kinder ins Pfefferkuchenhaus Sie stellte sich ganz freundlich Oh Hänsel, welche Not Ihn wollt sie backen im Ofen, braun wie Brot. ♪ Am Ende unserer Reise gehts hoch hinaus Auf den Säntis, den höchsten Berg im Alpstein Oft haben wir ihn von weitem gesehen auf unserer Hüttenwanderung 1846 stand hier oben bereits ein einfaches Gasthaus 1882 wurde eine Wetterstation gebaut Die heutige Anlage wirkt futuristisch wie aus einem James-Bond-Film * Musik * Normalerweise ist der 123 m hohe Sendemast nicht zu übersehen Uns präsentiert er sich heute im Nebel und Schnee * Rauschen * Da pfeift der Wind Der Schnee, wir sind im Schnee Sind wir jetzt? (jubelt) Ich glaub es nicht Wie war das, 2.502 m? – Ja Yes, aufm Säntis im Schnee sind wir Ist das nicht ein schönes Ende unserer Tour? Das ist das älteste Wetterhäuschen hier Das ist der alte Teil Das 1. Wetterhaus, was gebaut wurde auf dem Säntis Eines der ältesten von ganz Europa Hier hat der Wetterwart noch richtig gewohnt? Unten ist das Wohnhaus vom Wetterwart Mensch, das war ein Leben Hier gabs mal einen Mord – Was? Da war ein Schuhmacher von Herisau, der wollte auch Wetterwart sein Da war schon ein Ehepaar Wetterwart und er hat die erschossen Jetzt ernsthaft? Ja, weil er die Stelle hier kriegen wollte Wenn man mit Jürg unterwegs ist, immer wieder Geschichten Guck mal, da hinten reißt es auf Jetzt kommt sie raus, die Sonne? Herrlich Jetzt gehts los mit den Schätzen, die wir gesammelt haben in dem großen Rucksack Hütte für Hütte Als Erstes Staubern, da warst du nicht dabei Da war dieser Sturm Wir mussten einen anderen Weg wählen, hätten fast abgebrochen Es war ein Riesenabenteuer Dann kommt Bollenwees Da bin ich morgens aufgewacht und da war * Musik * So eine schöner Morgengruß an dem schönen See Dann sind wir weitergewandert über die Widderalp, wo es das Raclette gab Bis zur Meglisalp Meglisalp, Hot Pot Zum Wohl – Zum Wohl Auf die Berge und das Appenzellerland Das war ein Erlebnis, sehr zu empfehlen Köstliche Küche vom Sepp, feines Essen Dann ging es weiter über diese Hammerplatte, wo man trittsicher sein muss, der Kameramann fast umkehren wollte Zum Mesmer Als wir da ankommen, kommen alle Ziegen Da konntest du melken, da hast du gelernt Ziegenmelken Der Senn so, zack, zack, zack Das schäumt richtig Das war richtig toll Seealpsee am nächsten Morgen Da gingen wir in die Messe am Sonntag Da hast du die Hymne gesungen, die Schweizer Hymne

Und dann? Dann hab ich meine Wette eingelöst, was ich dir versprochen hab Ich bin schwimmen gegangen Da hab ich dich bewundert Meine Hand ist schon abgefroren, der Mann war wirklich unerschrocken Dann sind wir am nächsten Morgen hochgekraxelt zum Äscher Das ist das Plätzchen, was eines der beliebtesten ist in der Schweiz * Musik * Dann sind wir weiter bis zur Wildkirchli hoch durch die Bärenhöhle auf die Ebenalp Dann kam mein Abenteuer Das Unwetter zog fast wieder auf Wir habens geschafft, mit dem Gleitschirm runter * Musik * Dann haben wir Appenzell erkundet Macht Spaß mit Jürg Lädele heißt das, hier rein, da rein Nette Leute haben wir kennengelernt Ich hab eine Originaltracht gekauft Kommt gut, dazu diese Schuhe – Von Bernhard Brauquöll, der nette Brauchef persönlich Jetzt das vorletzte und das letzte Sozusagen der Gipfelschnaps, der Gipfel-Whisky 9 Whiskyfläschchen, edelste Tropfen, alle leidenschaftlich erwandert, sind für Sie das Rucksackgeschenk Jetzt pack ich was drauf Diese Thermoskanne, die man gut brauchen kann in den Bergen V.a. wenn es plötzlich schneit aufm Säntis Dann gebe ich gerne eine CD mit Geschichten Wenn es Nebel hat, man auf der Hütte sitzt, kann man Geschichten hören Also mit Jürg wirds nie langweilig Das alles ist für Sie Wenn gewinnen wollen, schicken Sie ein Postkärtchen Schreiben Sie, was drin ist, im Rucksack Mit ein bisschen Glück kommt das zu Ihnen nach Hause Ich dank dir sehr, Jürg, es war eine tolle Tour mit dir Ein abenteuerliches Appenzellerland Ich dachte, das wird friedlich und nett Es war abenteuerlich und schön mit dir, viele tolle Geschichten Wie sagt man hier tschüs? – Leb wohl Ist das appenzellerisch? – Ich kanns nicht wirklich Leb wohl und ciao, bis zum nächsten Mal Jetzt trinken wir uns durch diese Reihe oder was machen wir? Ryte ryte Rössli Z Bade steit es Schlössli Z Basel steit es guldigs Huus Luege drei Mareie druus Das ist aber Männersache Und jetzt? (trötet) Hast du noch was entdeckt? Was tut man nicht alles für ein gutes Foto Das mach ich nur über 1.500 m – Ja, sicher Copyright WDR 2019