Tamina auf dem Maare-Mosel Radweg | WDR Reisen

Untertitel: WDR mediagroup digital GmbH im Auftrag des WDR Von der Vulkaneifel bis an die Ufer der Mosel geht es heute Nur knapp 60 km ist der Maare-Mosel-Radweg lang Aber es gibt ein paar interessante Umwege, die ich nicht auslassen werde Deshalb nehme ich mir ein ganzes Wochenende für die Tour In Daun ist der Startpunkt des Radwegs Über Eckfeld und Wittlich führt er bis nach Bernkastel-Kues, direkt an die Mosel Vulkane gab es hier wirklich mal Glühend heiß wird es für uns in einer alten Glockengießerei Biowein und eine sympathische Winzerfamilie finde ich an der Mosel Und zwischendurch: die schönsten Ziegen, leckeren Käse, Ziegendame Hilde und andere Begegnungen Leicht erhöhten Puls habe ich jetzt Ich bin aber auch einfach nicht trainiert Und E-Bike muss man wirklich nicht haben Hier wirklich nicht Der Radweg verläuft auf einer stillgelegten Bahntrasse, immer sanft bergab und bestens ausgeschildert Wenn das so bleibt, dann ist das hier der Tipp für alle, die sich entspannt in schöner Natur bewegen wollen Übrigens den Rucksack können Sie wie immer gewinnen 1. Geschenk ist so eine robuste Radtasche Im Laufe der Sendung kommen weitere Geschenke da rein Wenn Sie den Rucksack gewinnen wollen, merken Sie sich die Was für ein friedlicher Ort hier Vögel, Bienchen, sonst hört man nichts Es hat was Beruhigendes hier Dabei hat die Erde hier in der Eifel mal richtig gebebt Bis heute lebt sie und ist noch ganz feurig hier in der Vulkaneifel Das ist das Weinfelder Maar Von diesen Maaren gibt es 70 hier in dieser Gegend Die Maare nennt man auch die Augen der Eifel Maare sind vulkanischen Ursprungs Magma und Wasserdampf trafen zusammen, explodierten und bildeten diese Seen Am Weinfelder Maar liegt die Martinskapelle Sie stammt aus dem 11. Jh Einst gab es ein ganzes Dorf hier, zu Zeiten der Pest wurde es verlassen Geblieben ist nur die kleine Kirche * Musik * Ah Das sind, glaube ich, Glockenschnüre Fühlt sich, als hätten schon sehr viele Menschen dran gefasst Ich habe gehört, man darf sich was wünschen, wenn man hier die Glocke läutet * Glockenläuten * Toll Schönen Sonntag Vielleicht darf man sich 2 Sachen wünschen Verraten tue ich natürlich nichts * Musik * Die Etappe für meinen 1.Tag führt bis nach Eckfeld Das nächste Maar ist ganz nah, das Schalkenmehrener Maar Es ist ein herrlicher Frühlingsmorgen, nichts als Ruhe und Natur * Musik * Ein Bootsverleih, ein Schwimmbad, alles schon bereit für die Gäste Keiner ist da, wohl noch zu früh im Jahr Aber der Kiosk hat auf Ein richtiges Büdchen hier am Maar Irgendwas Kleines, Nettes Ach, guck, hier. Wie früher Haben Sie eine Tüte, wo man einzelne Sachen – Hab ich

Für 1 Euro Hier ist besonders gutes Wasser – Ja, wir haben 6 m Sichttiefe 100% Sauerstoff Jede Menge Fische drin Ich behaupte immer, man ihn unterwegs trinken. – Okay Das ist halt so, reines Grundwasser Ich probiere es gleich mal Kann ich da runterlaufen, ne? – Ja. – Danke. Tschüs Nett Diese grünen Gummifrösche Aber das ist ein spezielles Gefühl zu wissen, ich sitze hier auf dem erloschenen Vulkan Und das Wasser da, Sprudelwasser, kommt hier aus vulkanischem Untergrund Warte mal, der Mann hat gesagt, man kann das hier auch trinken Ich probiere mal Ich probiere mal Ganz angenehm Ganz weich, kaum Beigeschmack Eine spannende Region, die wirklich noch feurig lebt Es gibt einige Indikatoren, woran man erkennen kann, dass die Vulkaneifel wirklich noch lebendig ist Es gibt sogar die Theorie, dass irgendwann mal hier wieder ein Vulkan ausbrechen könnte Die Frage ist, wann Begonnen hat der Vulkanismus in der Eifel vor mehr als 45 Mio. Jahren Die jüngsten Aktivitäten sind erdgeschichtlich lächerliche 11.000 Jahre her Angesichts dieser Naturidylle kaum zu glauben: Immer noch lassen sich vulkanische Erscheinungen nachweisen Der Vulkanologe Prof. Schreiber und sein Mitarbeiter Ewert messen regelmäßig die Gase, die aus dem Erdinnern aufsteigen Hier an der Quelle ist ein Wert, der deutlich macht, hier gibt es einen Zusammenhang Wir machen das noch mal 2 m weiter und dann 4, 8, usw Kohlendioxid und Helium lassen sich nachweisen, und das sind magmatische Gase Sie zeigen an, dass es unter der Eifel noch vulkanische Aktivitäten gibt Wir könnten es mal versuchen Es braucht eine Weile, bis das hier reinkommt Die winzigen Bläschen aus dem Untergrund sind ebenfalls ein Zeichen des aktiven Vulkanismus In der Vulkaneifel gibt es viele Quellen mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser Siziliens Ätna und die Vulkane der Kanaren hat Schreiber erforscht, doch die Vulkan-Eifel und ihre Maare faszinieren ihn genauso Das Düstere an Maaren oder die Faszination an Maaren liegt darin, dass man ein Dokument hat für die Naturgewalt, die unter uns existiert, und die hat man nicht im Griff Dabei sehen die Maare so friedlich aus Die Möglichkeit, einen ganz großen Vulkanausbruch zu erleben, werden wir nicht haben in unserer Zeit Aber wir hätten die Chance, dass es zu einem Ausbruch kommt, weil die Voranzeichen sind sehr kurzfristig Wenn wir die nächsten 30, 50 Jahre nehmen, besteht rein theoretisch die Möglichkeit, das irgendwas in dieser Richtung mal passiert Wie gut, dass es Wissenschaftler wie Ulrich Schreiber gibt, die Regionen wie die Vulkaneifel so gründlich erforschen und, sollte es soweit kommen, rechtzeitig warnen können Ein Geysir mitten in der Eifel Der Kaltwasser-Geysir von Wallenborn ist ein ganz besonderer Ort Hie laufen Prozesse ab, die in der Anfangsphase der Erdkrustenbildung auch abgelaufen sind D.h. hier sind Prozesse im Gang, die zur Bildung von Molekülen führen Moleküle, die das Leben nachher gebracht haben Der Vulkanismus ist in dieser Region praktisch in den letzten Hunderttausenden von Jahren aktiv gewesen Seit 10.000 Jahren ist er relativ ruhig geworden Wir haben nur noch Gase, die austreten Wenn wir hier sitzen und riechen diese Gase, riechen wir auch Schwefelwasserstoff Das ist ein deutliches Zeichen für vulkanische Gase Alle 30 min zeigt der Geysir, was er kann Brubbel nennen ihn die Eifler Da war gerade wieder so ein Schild “Läutetafel”

Es kreuzt ein Weg, bitte kräftig klingeln Wir werden sehr gut instruiert Ich wollte jetzt wieder mal einen kleinen Umweg machen Denn der Radweg an sich, der ist nicht so lang Ich will nach Brockscheid Ich bin hier, noch 3,1 km die Richtung Oh Gott, da kommt ein dicker Traktor Es klappt schon * Musik * * lautes Quaken * * Musik * Oh * Musik * Hallo? * Glocke klingt * * Glocken klingen* Tag – Guten Tag Hallo – Hallo Sind Sie Herr Maas? – Jawohl. Julius Maas Der Junior? – Genau Das ist doch eine ganz lange Familientradition Das ist richtig Wir sind seit 1840 hier Seit 1620 ist die Firma in der Familie Nach was riecht es hier? Das ist ein spezieller Geruch – So russig Nach Brikett, nach Staub, Dreck, weil wir viel mit Lehm arbeiten Damit formen wir unsere Glocken Die müssen mit Feuer getrocknet werden, das ist das, was riecht Glockenguss ist Teamarbeit und ein langer Arbeitsprozess: Seniorchefin Mark-Maas berechnet und konzipiert jede Glocke und bestimmt damit ihren Ton und ihren Klang Nach den Berechnungen der Chefin wird die Schablone hergestellt Die Schablone umreißt den Querschnitt der späteren Glocke Sie muss absolut exakt gefertigt sein Aus Ziegelsteinen baut Julius Maas zuerst den Kern der Gussform auf 3 Glocken sollen diesmal gleichzeitig gegossen werden Die Schablone ist das Richtmaß für die Form Also die Schichten und die Formerei selber muss exakt sein Die muss 100%ig so sein, wie es vorher berechnet ist Weil sonst stimmt der Ton nicht Das müsste man hinterher alles wieder durch Schleifen, wenn das möglich ist, ausgleichen Formen und mauern muss man schon exakt Ist viel Übung Aber man kann es lernen Als Nächstes braucht der Glockengießer Lehm Der wird in einer ausrangierten Teigmaschine durchmengt Der Lehm soll dazu dienen, die gemauerte Form zu glätten Schichtweise wird er nun aufgetragen und danach mit der Schablone glattgezogen Der innere Kern nimmt Gestalt an Später kommt wie eine Haube eine weitere Form über diesen Kern Der Hohlraum, der dadurch entsteht, ist dann erst die eigentliche Glockenform Sind die Formen komplett, werden sie mit Erde zugedeckt Nur so werden sie dem enormen Druck und der Hitze beim Guss standhalten Der Tag des Gusses Stundenlang heizt der Schmelzofen ein Die Auftraggeber sind dabei Barren aus Kupfer und Zinn werden im Ofen bei 1.100° geschmolzen Die Seniorchefin ist die Meisterin in diesem jahrhundertealten Prozess Der magische Moment: Das Metall beginnt zu fließen Es ist Freitagnachmittag Traditionell zur Todesstunde Jesus Christus findet der Glockenguss statt Die Spannung steigt auch bei den Mitgliedern der Kirchengemeinden

Durch die Kanäle über der Glockengrube leiten die Glockengießer das flüssige Metall, die “Glockenspeise”, in die Glockenformen * Musik * Geschafft, die Arbeit vieler Wochen Viele Tage kühlt die Glocke in der Grube aus, bevor sie ausgegraben wird Dann werden Glockenmantel und Kern entfernt * Musik * Endlich sieht man sie zum 1. Mal * Musik * Perfekt sieht sie aus, die neue Glocke für die Gemeinde St. Martin in Bernterode Und dann kommt der nach dem Guss wohl größte Moment * Glocke klingt* Vom Klanglichen her, auf den 1. “Blick”, muss man sagen, ist es sehr schön, ein sehr langer Nachhall, ein sehr sauberer Hall Das ist das, was wir uns wünschen Für das Genauere muss ich die Stimmgabeln ansetzen Und die einzelnen Nebentöne rausziehen Aber vom 1. Eindruck her gefällt es mir sehr gut * Glockenläuten * Du hast gesagt fest – Ist ja auch richtig so Mama mia Das hört dann das ganze Dorf So soll es auch sein Es ist so, die Glocke hat diesen einen Ton Der, man hört es ja, * Läuten * der setzt sich aus mehreren Ober- und Untertönen zusammen Die rauf- und runterschwingen Weil die Glocke nicht einen Schlagton hat Sondern bis zu 14 Ober- und Untertöne Das kann man hinterher prüfen Da haben wir hier solche Stimmgabeln Ich kenne Stimmgabeln etwas zarterer Art Das hier sind auch kleinere Durch das Anschlagen der Stimmgabeln entstehen Schwingungen (summt) Wenn ich diese Stimmgabel jetzt anschlage und auf die Glocke halte, nimmt die Glocke die Frequenz an Durch den großen Resonanzraum, den die hat, gibt die den laut wieder Das zeige ich mal * Läuten * * Läuten * Da gibt es halt ganz verschiedene Ober- und Untertöne Das ist schon wieder ein ganz anderer. – Ach was Der ist auch in der Glocke, der Ton? – Genau Gab es jemand, der sagt, ist doch uncool, so ne alte Tradition, mach was anderes – Nee, auf keinen Fall Da habe ich immer Zuspruch gefunden Weil es mit den Materialien und den Stoffen, mit denen wir arbeiten, die sind einfach komplett naturbelassen Die verwendet man seit Jahrhunderten So was aufrecht zu halten, ist faszinierend Aber eine große Verantwortung auch, wenn man ein jahrhundertealtes Geschäft weiterführt Ja, schon. Aber ich mache es gerne Sieht man dir an, glaub ich sofort Was ist, wenn man vorbeiradelt, sich umguckt und Andenken mitnehmen will? Kleine Glöcklein? – Das ist kein Problem Wir haben solche kleine Messingglöckchen Die sind auch von uns Die sind aus Messing, nicht aus Bronze Nicht ganz so weit im Klang Aber auch schön Ich bin wirklich beeindruckt und freu mich, dass ein so altes Handwerk wie der Glockenguss hier in der Vulkaneifel eine Zukunft hat * Musik * Ich mache meinen nächsten Abstecher von der Hauptroute

Ich will nach Steineberg Schon wieder ein Traktor Vulcano Plattform Das ist ganz schön hoher Turm 24 m hoch ist die Vulcano Plattform in Steineberg Von oben soll man die gesamte Vulkaneifel überblicken und bis zur Mosel schauen können Da muss ich natürlich hoch * Musik * Wow So, jetzt orientieren wir uns mal Hier Weinfelder Maar (Totenmaar), 5 km nach da Da haben wir unsere Tour angefangen Dann gehts hier weiter Kreis- und Kurstadt Daun Alles Vulkaneifel Ich glaube, das ist da hinten links Und dann müsste es in die Richtung weiter zur Mosel gehen Da wollen wir weiter Aber vorher bin ich noch mit Gerd Ostermann verabredet Er kennt die Vulkaneifel besonders gut Herr Ostermann? – Ah Abenteuerlicher Weg hier Tag – Hallo Mensch, hier mitten im Wald treffen wir uns Das ist schon ein mystischer Ort Das hat viel Geschichte, dieser Ort Das merkt man auch Merkt man das? – Ja Still stehen. Vögel singen Das, dieser Stein, ist das schon der Steinwall? Das ist schon der Steinwall Hier war früher von diesem Ringwall die Steinmauer Oben drauf war vermutlich eine Holzpalisade Sodass hier ein eingefasstes Gebiet war von etwa 2,5 ha Größe So riesengroß? – Ja Dieses Plateau, auf dem wir uns befinden, das war in spätkeltischer Zeit und auch in spätrömischer Zeit besiedelt Man hat es als Flucht- oder Fliehburg genutzt, wenn Bedrohungen von außen kamen Man konnte vermutlich nicht dauerhaft hier leben Dafür war es zu windig, zu kalt und kein Wasser D.h. war noch kein Wald, wenn Sie sagen Das war hier freie Sicht, hier war kein Baum, kein Strauch Sie brauchten freien Blick nach allen Seiten Darf man diesen Wall entlanglaufen? Ja, das ist allerdings sehr mühsam, wenn Sie hier drübersteigen, können Sie machen Ich will wenigstens ein paar Schritte da rein Was wächst hier? Das ist Waldmeister Ich dachte mir eben noch Darf ich mir eins abzupfen? – Ja, bitte Da müssen Sie die Blätter zerreiben Nehmen Sie die Blätter und zerreiben Sie die Dann merkt man es Dieser typische Waldmeisterbowle-Geruch Das tut man auch in die Bowle rein, so ein paar Ästchen Ist allerdings schon an der Grenze Wenn er anfängt zu blühen, sollte man das nicht mehr benutzen Jetzt geht es wahrscheinlich noch – Ist das hier unter Schutz? Oder ist das ausgewiesen als Denkmal? Dieser Ringwall ist schon ein kulturhistorisches Denkmal Solche Wälle gibt es ein paar schon noch hier in der Umgebung Das ist nicht der einzige Die Vorfahren hatten mehrere solcher Befestigungen hier gebaut Der Steineberger Ringwall ist einer der gut erhaltenen, die man noch gut sehen, gut erkunden kann Ich finds toll Ein uralter Ringwall im Frühlingswald Und unter uns die dünne Erdkruste Ein bisschen seltsam wird es mir jetzt doch Und ich will wissen: Was sagt der Naturexperte zum Vulkanismus in der Eifel? Die Vulkanologen sagen, sie haben Indikatoren, an denen sie das erkennen Es muss nicht jetzt sein Es kann auch in 1.000 oder in 10.000 Jahren sein

Aber theoretisch könnte es morgen beginnen Das feurige Erdinnere lässt hier in der Vulkaneifel offenbar keinen unberührt Auch so bodenständige Menschen wie Gerd Ostermann nicht * Musik * Ich fahre wieder zurück auf den Maare-Mosel-Radweg und folge der Strecke eine Weile Wirklich angenehm hier zu fahren Die reinste Erholung Jetzt wäre eine kleine Pause nicht schlecht Wieder ein kleiner Abstecher: diesmal zum Vulkanhof Rund 200 der “weißen deutschen Edelziegen” können es gar nicht abwarten, gemolken zu werden Jeden Nachmittag um 17 Uhr werden die Ziegen der Familie Holtmann an die Melkmaschinen angeschlossen Vor rund 20 Jahren haben die Betreiber des Vulkanhofs einen ungewöhnlichen Schritt gewagt und aus dem Kuhmilch-Betrieb einen Ziegenkäsehof gemacht Das war neu in der Eifel und ein Abenteuer für alle auf dem Hof Zwischen 3 und 4 l Milch pro Tag gibt eine deutsche Edelziege im Jahresdurchschnitt Manuela Holtmann ist eine Käserin mit Sinn für neue Spezialitäten Die Käsekunst hat die Hauswirtschaftsmeisterin auf Höfen in der Schweiz und in Deutschland verfeinert, bevor sie im mütterlichen Betrieb die Leitung übernahm Ihre Spezialität: Ziegenfrischkäse Traditionell gereiften Käse macht sie natürlich auch Die Ziegen wohnen in einem großen offenen Stall Das mögen die empfindlichen Tiere lieber als das oft raue Klima auf den Eifelwiesen Den Käse, den wir hier machen, den könnte ich nirgendwo anders machen Wir haben in der Eifel ganz tolles Wasser Wir haben viele Mineralwässer Was sich auch widerspiegelt, und mit nem anderen Wasser könnte ich den Käse nicht produzieren Die Höhenlage spielt eine Rolle Das Klima spielt eine Rolle Das spielt alles zusammen Und ergibt einen Ziegenkäse, der schon einige Gourmetauszeichnungen gewonnen hat Das ist vielleicht köstlich Hier außen eine scharfe Kräuterkruste Und innen so fast quarkiger Ziegenkäse, ein ganz leichter Hauch nur Toll, holt man sich hier einfach raus, den Käseteller, auf dem Ziegenhof Man merkt überall in der Eifel, man setzt hier auf regionale Qualität Die Produkte von hier und qualitativ hochwertig Ist mir schon öfter aufgefallen Immer wieder köstlich Guck mal da zum Vögelchen Nein, nicht die Jacke Guck mal da, wunderbar Liebe Hilde und Tamina Danke schön. Hast du gut gemacht Was war das jetzt? Ein kleiner Rülpser zum Abschied Ein Tipp am Rande: Nehmen Sie immer eine warme Jacke mit Der Wind hier oben kann recht kalt werden Ich muss mich beeilen Eine Zuschauerfamilie hat mir geschrieben, und mit den Dreien bin ich jetzt verabredet * Musik * Die Familie Wahlen?

Das ist ja nett Ich hab das Schild noch gesehen Dass man sich hier am Maare-Mosel-Radweg verabreden kann Hallo – Tamina, hallo Sabine – Tobias Karl – Karl Sie haben geschrieben, dass man hier mal unbedingt entlangfahren sollte Die ganze Tour hast du auch mitgemacht? Ja, aber da war ich noch klein Kleiner? – Deutlich kleiner Wie klein? – Wie alt war er da? 7? Mein Bub ist jetzt 5 Für die Strecke, das könnte er schon schaffen, oder? Wir haben das als verlängertes Wochenendevent gemacht mit Übernachtung Wir haben in Eckfeld übernachtet – Ach so Wollen wir da ein Stückchen hin? Können wir machen. – Mit Radtaschen und Profiausrüstung Ich fahr ja auch ohne Helm – Wir fahren immer mit Helm Soll man ja – Grundsätzlich Ich dachte, bei dem Wetter so ganz entspannt Es zerstört die Frisur Eben. Aber ihr nehmt mich auch ohne Helm mit? – Natürlich Gut, dann fahren wir Kolonne Wenn man in der Eifel Rad fährt, muss man gut ausgestattet sein Das stimmt – Sonst hat man keine Chance Aber kein E-Bike Nein – Wir fahren selber Dann gib Gas – Karl, du darfst vor * Musik * Wir wollen zum Morgenfelder Hof in Eckfeld Ein Lieblingsort der Familie Wahlen am Maare-Mosel-Radweg * Musik * Eckfeld ist ein mehr als 1.000 Jahre altes Bauerndorf mitten in der Vulkaneifel Nicht mal 400 Einwohner hat der Ort Da hinten ist ne Ferienwohnung Hier gabs leckeres Frühstück Wie war die Fahrradtour? Gut. Und die Familie war schon mal hier Ja, die kenne ich Wie lange ist es her? – Ist schon ein paar Jährchen her Sie haben den Tipp mir gegeben, dass man das unbedingt machen muss Jetzt sind wir ein Stückchen zusammen gefahren Jetzt freut sich Karl total auf Kuchen Gibt es noch Kuchen? – Ja, es gibt Kuchen Ich kann mich erinnern, als wir diese Tour gefahren sind, warst du stolz, dass du dein eigenes Gepäck aufm Fahrrad hattest Mit so ner Tasche – Genau. Das fandst du super Du hast auch darauf bestanden, dass du deine eigenen Sachen mitnimmst Und es war so kalt, als wir hier abgefahren sind morgens, wir hatten keine Handschuhe dabei, dass wir uns Socken an die Hände gemacht haben Wir sind mit Socken losgefahren und haben die Schlafanzüge unter den Hosen gelassen Das Nette finde ich bei diesem Weg, dass man den so entspannt fahren kann Dass es keine heftigen Berge gibt Was ich toll finde, ist dieser zusätzliche Service, dass man mitm Bustransfer mit nem Hänger sein Fahrrad und sich selbst wieder hochtransportieren lassen kann Sonst hätten wir es nicht gemacht War das ein Kriterium? – Das war ein Kriterium Wir sind gerne Aktivurlauber, keine Strandurlauber Wir sind wetterunabhängig oder hatten auch Glück mit dem Wetter Danke schön – Oh Das sieht toll aus Mh – Lecker Und Sie müssen zusehen? – Ich hab da kein Problem Das klingt sportlich Da ist schon Ehrgeiz dahinter Ja, es ist einfach schön Man kommt abends an an seinem Quartier Man stellt sich unter die Dusche und weiß, es steht noch lecker essen an Und dann wars das für den Tag Man hat viel gesehen Man hat den ganzen Tag vieles gesehen und viele Eindrücke Da muss man abends nicht noch irgendwie raus Das ist schön

Aufm Fahrrad sieht man mehr von der Landschaft, als wenn man mit dem Auto durchrast Das ist so Schmeckt der Kuchen? – Du bist aber flott Guck dir das an. Wahnsinn Na, haben Sie auch Kuchenlust gekriegt? An unserem Rucksackgeschenk hat auch die Wirtin vom Morgenfelder Hof mitgewirkt Kurzentschlossen übernachte ich hier Zum Glück ist noch ein Zimmer frei Danke für den Tipp, liebe Familie Wahlen Ein kleines Bad Klein und gemütlich, genau richtig für mich Ein angenehmes weiches Bett Ich entspanne En paar Kilometer weiter sind die Hillisch-Jungen im Einsatz Maibaumschmücken Das ist ne Clique Ab dem 16., 17. Lebensjahr bis zur Hochzeit kann man als Junggeselle teilnehmen Die sind alle aus dem hiesigen Ort Aus fremden Ortschaften wird nicht geduldet Wenn sich einer hintraut, ne Kiste Bier abzugeben, okay, aber teilnehmen ist nicht gestattet Schon am Nachmittag geht es los Ist der Baum geschmückt, wird er aufgestellt, alles Männersache 1, 2, auf Nicht nur pure Manneskraft, eine ausgefuchste Hebelkonstruktion aus Holz hilft Je höher, bunter und mächtiger, umso angesehener ist der Maibaum und damit der Ort, in dem er steht, und umso gefährdeter ist er Der Baum wird die ganze Nacht verteidigt Weil es könnten nette Artgenossen kommen, die in der Nacht versuchen, den Baum zu fällen Das A und O ist, dass er am Morgen noch steht D.h. hier wird ne Nachtwache eingerichtet, und die hält durch bis morgen Mit reichlich flüssiger Stärkung lässt sich der Rest der Nacht am wärmenden Feuer aushalten Dann sind alle zusammen: die jungen unverheirateten Männer aus Gillenfeld Und wenn es dann endlich dunkel ist, werden die Maien gesteckt Die Tradition wird mehr angesehen wie in anderen Bundesländern Würde ich mal so sagen Einen Baum bekommt nur die Frau, die einen Freund hat Also der Freund von der Frau, von dem Mädchen stellt den Baum auf Heimlich bringt David seiner Freundin eine geschmückte Birke unter ihr Fenster Ich denke, dass die sich tierisch freuen wird Was Sinn und Zweck der Aktion ist Ne kleine Überraschung, was sie morgen sieht, und freut sich darüber Toll, so ne Maie Hab ich noch nie gekriegt Aber gut geschlafen hab ich heute Nacht Jetzt noch gemütlich frühstücken, und dann gehts weiter Es ist toll, wie ruhig das hier abends und nachts ist Man hört so gut wie nix Außer morgens den Traktor, aber das gehört dazu Jetzt Radtaschen wieder gepackt Hier dran Das müsste eine der Skulpturen von Michael Hussmann sein Hier auch Das ist ein Bildhauer, n Künstler, der lebt hier im Ort Wer will, kann bei ihm Kurse besuchen * Musik * Die alte Schule von Eckfeld ist das Atelier von Michael Hussmann Hier veranstaltet er seine Bildhauerkurse * Musik * Fangen wir an mit dem Aussuchen der Steine Ein Teil kann sich schon die Arbeitsplätze aufbauen Auf die Plätze, fertig los Ran an die Steine Das schwere Arbeitsmaterial kommt mit dem ausgedienten Feuerwehrwagen

Jeder hilft mit beim Aufbau der Arbeitsplätze Einige der Teilnehmer kommen aus Daun Die Schüler gehören zum Leistungskurs Kunst des Thomas-Morus-Gymnasiums und arbeiten zum 1. Mal mit Stein Andere sind nicht zum 1. Mal hier Fallenlassen, gar nicht viel Gas geben An der Kante steil reingehen Und die Angst überwinden Das Material ist widerspenstig Da hilft nur Geduld Im Workshop arbeiten wir nicht mit dem schwersten Material, dem Basalt Wie man sieht, haben alle schon was gelernt Jeder geht sicherer, schon nach 1/4 h mit Hammer und Meißel um Wenn man das für sich anerkennt, ist das ein tolles Ergebnis Dass man mit dem Material und dem Werkzeug klarkommt Ich hab mir ne Katze vorgestellt, aber ich weiß noch nicht, ob es das wird Dass man mal was anderes ausprobiert Mit anderem Material zu arbeiten, nicht nur auf Leinwand Sondern auch mit festen Gegenständen, mit Gewalteinwirkung Mich macht das ehrfürchtig vor dem Material Was man da lernt, ist die Geduld Auszuhalten, was nicht so funktioniert und sich nicht so fügt, schmiegt an das, was man vorhatte Ein Tag reicht nicht, um die Arbeit fertig zu machen, das wissen alle Sie wollen wieder kommen Tschüs Eckfeld, meine nächste Etappe liegt vor mir Und die geht von Eckfeld nach Wittlich, rund 23 km sind das Ein Klacks, aber es gibt ja Abstecher Der erste führt uns nach Manderscheid Und jetzt geht es bergauf Die 2 Burgen von Manderscheid liegen auf über 440 m Höhe Reimund Schmitz, alias Graf von Manderscheid, führt eine Jugendgruppe auf die Oberburg Die Oberburg ist nur zu Fuß zu erreichen Wenn es euch beliebt, keine Angst, man kann nicht runterfallen Außer man klettert auf die Brüstung Aber der Knappe Lukas wird euch vom Fels abkratzen kommen Die Burg stammt aus dem 12. Jh Graf Dietrich herrschte hier im 15. Jh In seine Haut zu schlüpfen, ist eine begehrte Rolle Kniet nieder Und empfange aus meiner gräfischen Hand die Schwertleite Junker Marc, schwört ihr, dass ihr jederzeit ein tapferer und gottesfürchtiger Ritter sein möget? Ja, ich schwöre Junker Marc, als Junker kniest du nieder Und als Ritter Marc zum Manderscheid erhebst du dich Ein dreifach Hoch auf Jungritter Marc zum Manderscheid (alle) Hoch, hoch, hoch * Musik * Wer wie ich alles über den Vulkanismus in der Eifel erfahren will, muss nach Strohn und in das Museum Vulkanhaus, also nix wie hin * Musik * Hier spuckt und rumpelt es an allen Ecken Sogar eine echte Lavaspaltenwand ist zu sehen, hergeschafft aus dem Strohner Wartgesbergvulkan Die Ausstellung spricht alle Sinne an Betasten, sehen, hören, riechen So wird Erdgeschichte lebendig

Auf Knopfdruck gibt es sogar echten Schwefelgeruch Und? Bäh Dann gehen wir jetzt Ich bin mit der Leiterin des Vulkanhauses, Irene Sartoris verabredet Guten Tag Hi, da bist du ja Da vorne steht schon das Schild: Lavabombe Schön, dass wir uns kennenlernen Am Telefon hatten wir schon das Vergnügen Mensch, das ist ja Hast du sie dir so groß vorgestellt? – Nein Darf ich gleich hin? – Ja, klar Sag mal, ist das ein Klotz – Ja Umarme sie, das hat sie gerne Das hat sie gerne? – Ja Die ist hier irgendwo rausgeflogen? – Nein Wie war das noch? Diese Lavabombe entstand da drüben in unserem Vulkan Das ist der Wartgesbergvulkan Rausgeflogen ist sie nicht, sondern, du musst dir vorstellen, die ist entstanden, wie ein Schneeball Stell dir den aktiven Vulkan vor Da ist oben aus der Kraterspitze ein größeres Stück Schlacke herausgebrochen Das ist wieder zurück in den Krater hineingerollt. – Okay Durch die Aktivität wurde das Stück wieder nach oben geschoben Aber nicht über den Kraterrand hinaus, sondern es rollte erneut nach unten, wurde wieder nach oben transportiert und ist immer dicker geworden Genau So ist dieses Kernstück dicker und dicker geworden Das hat sich so lange und so oft wiederholt, bis das Ding die Größe erreicht hat Bei Abbauarbeiten, weil da drüben wird auch Gestein abgebaut, da ist das Ding entdeckt worden D.h. die Arbeiter haben in der Wand gesehen, da steckt irgendwie ein komisches geformtes Stück Stein drin Keiner wusste, was es war Bei Sprengarbeiten hat sich dieser dicke Koloss in der Wand gelockert und gelöst, und dann über Nacht fiel dieser dicke Stein einfach so aus der Schlackenwand heraus und lag morgens im Steinbruch Eine Lavabombe muss eine bestimmte Größe haben, diese “Echten” Wenn du willst, kann ich dir die dahinten zeigen Da liegt eine, die durch die Luft geschleudert wurde Die war zwar zuerst da – Das ist die Große Die jeder sehen will, die ausgeschildert ist Die sorgt hier schon viele Jahre für Aufsehen Da siehst du unser Baby – Ach so Hier sind ganz viele Schau dir die mal an Sie, die Bombe da, ist die größte echte Lavaflugbombe, die man hier in der Eifel entdeckt hat Jetzt kann man davon sprechen, sie ist geflogen Jetzt stell dir wieder diesen aktiven Vulkan vor Ja Dort wird Magma herausgespuckt Wenn du dir vorstellst, von dieser Masse, die dort herauskommt, hebt sich ein größeres Stück ab Und dieser Magmafetzen, der bewegt sich über einen gewissen Zeitraum in der Luft Das ist von der Form her eine Spindelbombe Du kannst dir eine Spindel vorstellen Irgendwann schlägt dieser abgekühlte Magmafetzen runter auf die Erde auf Jetzt muss ein wichtiger Aspekt hinzukommen: Wenn dieser abgekühlte Klotz größer ist, als 64 mm, dann darf er sich Lavabombe nennen Als 64 mm? – Ja Süß Warte mal, was ist das denn? 6,4 cm Ein bisschen mehr So ungefähr Dann düse ich weiter – Ich wünsche dir viel Spaß Danke sehr für die Vulkanismus-Einführung. Toll Guck, da sind wir Und dahinten ist das riesen Lavabombenteil Ein seltenes Rucksackgeschenk hat Irene Sartoris uns für Sie mitgegeben Und sie hatte noch einen Tipp für mich Ich soll auf meinem vulkanischen Abstecher unbedingt noch die Strohner Schweiz ansehen Im Alfbachtal floss einst der längste Lavastrom der Eifel Er kam aus dem Vulkan “Wartgesberg” In das Basaltgestein hat sich im Laufe von 12.000 Jahren der Alfbach gegraben * Musik * Und jetzt kommt das Strohner Märchen Ohne Hexen und Feen, aber mindestens so zauberhaft

Das Strohner Märchen ist ein kleines Maar, ein Trockenmaar Vor rund 10.000 Jahren entstanden, war es zuerst ein Schlackenvulkan, dann ein See und ist nun ein kreisrundes Hochmoor Ein Kenner der einzigartigen Flora in der Vulkaneifel ist der Agraringenieur Gerd Ostermann Wir sind ihm schon begegnet Er will uns Pflanzen zeigen, die typisch sind für einen Boden mit vulkanischer Vorgeschichte Vulkane, die reingesprengt sind in dieses große massive Schild, die haben eine andere geologische Struktur Das ist auch vom Boden her eine andere Welt Der Botaniker kann anhand der Vegetation einiges über den Standort aussagen, ohne, dass er einen Spaten benutzt Spitzwegerich z.B Das kann man hustenlindernd als Tee benutzen Oder ganz schnell in der Anwendung, wenn Sie einen Insektenstich haben in der Landschaft, nehmen Sie ein Spitzwegerichblatt Zerreiben es und reiben es über die Stelle, wo die Mücke gestochen hat Dieser Hahnenfuß hat hierunten einen Knollen Ähnlich, wie Zwiebeln oder Krokusse auch Der ist typisch für diesen Wiesenabschnitt Genauso, wie einige andere Pflanzenarten, die hier vorkommen Wie z.B. der Knöllchen-Steinbrech, der jetzt blüht Den sehen Sie in 6, 8 Wochen nicht mehr Da ist der komplett verschwunden Das ist z.B. ein interessantes Gras Da pflücke ich auch mal eins ab Wenn Sie den Duft von Heu kennen, dann kommt der meistens von diesem Gras Das ist das “Ruchgras” Wenn das Gras vorkommt, das zeigt Ihnen, diese Fläche ist relativ artenreich Und dieser Artenreichtum ist typisch für die Magerwiesen auf dem aschen- und schlackenreichen Boden in der Nähe von Maaren Ein Geschenk der einst zerstörerischen Kraft der Vulkane * Musik * Durchatmen und genießen, schon am 2. Tag meiner Tour ist die Hektik des Alltags ganz weit weg Markus? Am alten Pleiner Bahnhof wartet Markus Thies auf mich Er ist der Experte für die dunklen Abschnitte des Maare-Mosel-Radwegs: für die Tunnel und ihre Bewohner Wo müssen wir lang? Hier, und dann vorne um die Ecke rum Und dann sind wir auf dem Radweg Perfekt, so machen wir es Ich bin gespannt, eigentlich ist der Winterschlaf rum Markus, du bist Fledermausexperte? – Ja Das ist dein Hauptberuf? – Ja Wie kamst du dazu? Schon familiär bedingt über meinen Vater Ich mache schon seit 40 Jahren Naturschutz Ich habe mit Nistkästen angefangen Und seit 30 Jahren befasse ich mich fast ausschließlich mit Fledermäusen Was für eine Bedeutung hat dieses Gebiet für Fledermäuse? Hier ist ein ehemals gutes Winterquartier Und jetzt wahrscheinlich nur noch Balzquartier für Fledermäuse In dem Tunnel gucken wir jetzt mal Da gucken wir mal, ob wir was finden Der Pleiner Tunnel ist 585 m lang, der längste auf der Strecke Und hier soll es also Fledermäuse geben Den Rucksack nehme ich mit Und jetzt zu den Fledermäusen Das ist ein Mauerteil, der damals noch richtig verfugt war Jetzt faulen diese Fugen aus, und dann werden die interessant Die sind 5 bis 10 cm tief In der Höhe würden Fransenfledermäuse oder Langohren reingehen Wenn man in die höheren Ebenen reingeht, bis auf 4 m, da hängen die Bartfledermäuse Und Mausohren, die hängen ganz oben unter der Decke Die haben definitiv keine Versteckmöglichkeiten mehr Wenn es so ausbetoniert ist? – Ja Aber weiter hinten, meinst du? Da gibt es einen Kasten, der als Ausgleich für die Fledermäuse, für die verlorenen Winterquartiere eingebaut worden ist Da klettern wir hoch und gucken mal, ob sich da etwas tut, ob noch Fledermäuse drin sind Fledermaus

So? – Ja Gut Die Fledermausnistkästen hängen in einem Raum, der von der Decke des Tunnels abgehängt wurde Wo wären sie? Die würden hier oben hängen Eine ganz schön lange Strecke Hier ist auch der Kot noch drin Man kann auch nach oben gucken Da ist keine mehr drin Die Männchen sind schon abgeflogen Sitzen jetzt wahrscheinlich in Bäumen, Kirchtürmen oder Dächern von Häusern Und kommen jetzt erst mal auch nicht wieder Erst im Juli sind die wahrscheinlich wieder hier Aber du hast schon Fledermäuse in diesem Tunnel entdeckt? Ja, in diesem Winter war ich drin gewesen Da waren hier allein um die 30 Tiere drin Hier in dieser Kammer Ach Mensch, wären wir mal im Winter dagewesen Die sind nach dem Winterschlaf wahrscheinlich ausgeflogen Ja, das ist wahrscheinlich ein Zwischenquartier Was für welche waren das? Das waren Mausohren und Zwergfledermäuse Okay Da hängen noch welche – Da hängen noch mehr Kästen Keine Fledermaus entdeckt Vielleicht können wir hier auf der Tafel gucken Wenigstens gucken, wie sie ausgesehen hätten Da wird für den Radfahrer und den Wanderer informiert über die Fledermäuse “Verstecktes Leben im Tunnel.” Wir wollten Ihnen noch zeigen, wie sie aussehen, die Mausohr-Fledermäuse, die Markus Thies und ich gesucht haben Die Bilder haben wir für Sie in unserem Archiv gefunden Ich danke dir, dass du mir das gezeigt hast Beim nächsten Mal hoffe ich, dass die Kästen lebendig sind Darf man als Normalradler da oben reingucken? Wahrscheinlich nicht, oder? Kommt man nicht, normalerweise Braucht man eine Leiter, ne? – Ja D.h. ich kann Glück haben, dass eine um mich herum flattert Im Spätsommer, wenn man gegen Abend kommt, dann kann das sein, dass Tiere im Tunnel rumfliegen Okay Der Tipp: Spätsommer, gegen Abend Dann kann man sie sehen Und jetzt schnell durch den Tunnel Zum Glück ist er Tag und Nacht beleuchtet Die ehemalige Bahntrasse führt hinunter ins Wittlicher Tal * Musik * Das schöne alte Eisenbahn-Viadukt bei Wittlich ist leider baufällig Der Maare-Moselradweg führt am Viadukt vorbei * Musik * Westlich vom Radweg liegt der kleine Ort Niederkail Dort erwartet uns Oskar Lautwein vor dem Haus des Eifeldichters Peter Zirbes Es ist heute ein Museum Peter Zirbes wurde 1825 als Kind bitterarmer fahrender Händler geboren Und er war selbst als Händler unterwegs Auf den Reisen schrieb Zirbes seine ersten Gedichte “Ich bin ein fahrender Sänger, gebürtig aus Niederkail Und habe nebst Gedichten auch Glas und Steingut feil Das eine gewährt mir Freude, das andere gibt mit Brot und so beschützen mich beide vor äußerer und innerer Not.” Die Schule besuchte Zirbes nur im Winter Als junger Mann erntete er Spott und Häme für seine Dichtung Erst spät erfuhr er eine bescheidene Anerkennung in seinem Heimatort Von Niederkail aus zogen viele reisende Händler los Sie waren monatelang unterwegs Das kann man

ganz schön vergleichen mit den Kranichen, die im Frühjahr ziehen, und die im Herbst ziehen So wurden bei uns die Handelsleute früher im Eifeler Dialekt “die Horlegens” genannt Die sind im Frühjahr, nach Aschermittwoch, mit ihren Hausierwagen weggezogen zum Handel Und kamen im Herbst, wenn Kirmeszeit war, zu Allerheiligen zu ihren Gräbern und zur Kirmes nach Niederkail und zu ihren Kindern und Verwandten wieder zurück Genau zu der Zeit, wie die Kraniche wieder geflogen sind Einen solchen Händlerwagen gibt es noch immer Er steht in Landscheid Er wurde restauriert und zu einem Wohnwagen ausgebaut, den man für Übernachtungen günstig mieten kann Einfach und gemütlich * Musik * Die größte Stadt auf meiner Tour ist Wittlich Sie wurde erstmals im 11. Jh. erwähnt * Musik * Schöne historische Häuser in der Innenstadt, prächtig das alte Rathaus Sein Knie zeigt hier der Heilige Rochus, Retter der Pestkranken Die Stadt der Säubrenner wird Wittlich auch genannt Mal schauen, wer mir das hier erklären kann Können wir kurz stören? Die Säubrennersage, wie geht die genau? Im Mittelalter war die Stadt belagert Mit einer Stadtmauer Der Stadtwächter, der fand den Riegel nicht, um das Stadttor zu verschließen Da nahm er eine Möhre, hat das Stadttor verschlossen Die Schweine, die da auch waren, die haben den Riegel abgefressen Dadurch wurde die Stadt eingenommen Und dann haben die Wittlicher zur Strafe die Schweinchen aufgegessen Und machen das jedes Jahr noch Wieso? – Beim Säubrennerfest Beim Säubrennerfest werden ganze Schweinchen gegrillt bzw. auf einen Spieß gesteckt, und dann gegrillt Als Erinnerung an diese Frechheit, dass sie die Feinde reingelassen haben? – Genau Wo finde ich die Säue, die hier noch stehen? Hier unten sind kleine Schweinchen als Figuren aufgestellt Wenn Sie hier runter gehen, rechts, da sind die als Bronzefigürchen dargestellt Da bin ich einen großen Schritt weiter Dann suche jetzt die Schweinchen Danke schön. – Okay, bitte Habt ihr mal was von der Säubrennersage gehört? – Nein Nein? – Nein Ist die Sau irgendwo da vorne? Ein Schwein? (grunzt) Ach so, dahinten Direkt bei diesem Schildchen Ich glaube, ich habe es entdeckt Hier haben schon viele drangefasst Bringt sicher Glück Manche wissen es, und manche wissen es nicht, wie das genau war mit den Schweinen in der Säubrennersage Aber ich weiß es jetzt Nett (grunzt) Mitten in einer Baustelle Die knuffigen Bronzeschweinchen landen nicht über dem Grillfeuer Aber jedes Jahr im August lädt Wittlich zur Säubrennerkirmes ein Dann wird die Sage nachgespielt, und es wird gegrillt bis zum Abwinken * Musik * Ich radle weiter auf dem Maare Mosel Radweg Rundherum blüht der Löwenzahn und weckt sofort Kindheitserinnerungen bei mir Meine Mutter hat aus den jungen Blättern Salat gemacht, und wir Kinder Musik auf den Stielen (trötet) Und man kann noch mehr machen mit Löwenzahn

* Musik * Unsere Zuschauerin Monika Gerten sammelt Löwenzahnblüten für ein selbst entwickeltes Rezept Sie braucht dafür nur die Blütenköpfe Kräuter interessieren mich Da bin ich fündig geworden, dass man mit Löwenzahn sehr schöne Sachen machen kann U.a. Gelee * Musik * Jetzt stell ich meine Blüten auf den Herd Die gewaschenen Blüten werden in 1 l Wasser einige Minuten aufgekocht und dann durch ein feinmaschiges Tuch geseiht und ausgedrückt * Musik * Jetzt kommt 1 kg Gelierzucker hinzu Und der Saft einer halben Zitrone für eine milde Säure Dann kräftig einige Minuten rühren Den Schaum hebt Monika Gerten vorsichtig ab, so bleibt das Gelee klar Das Löwenzahngelee schmeckt leicht säuerlich herb, sehr interessant Die Gewinnerin oder der Gewinner unseres Rucksacks wird es probieren können * Musik * Mein 2. Tag auf dem Maare-Mosel-Radweg geht zu Ende Nicht weit abseits vom Radweg liegt die kleine Gemeinde Bruch, da will ich hin Die Burg stammt aus dem 13. Jh und war Sitz der Grafen von Bruch Vor gut 20 Jahren stand das Anwesen leer und drohte zu verfallen Bis eine 5-köpfige Familie allen Mut zusammennahm, die Gebäude zu einem erschwinglichen Preis kaufte und Stück für Stück sanierte * Musik * Inzwischen hat das Standesamt Wittlich hier eine Außenstelle eingerichtet Und das romantische Ambiente wird gern genutzt für den 1. Schritt in die gemeinsame Zukunft Gestemmt hat das alles Ingrid Förschner zusammen mit ihrem Mann Bernhard Als die beiden die Burg entdeckten, wussten sie nicht, was auf sie zukommen würde Es war auch ein Maientag Es war leichte Bewölkung, leichter Sonnenschein Was mehr im Vordergrund als 1. Eindruck stand, war ein Dornröschenschloss Damit hatte man das Gefühl, das Ganze schläft Man muss das wachküssen, damit es wieder in Funktion treten kann Also krempelten sie die Ärmel hoch und packten mit an Im Jahr 2000 zogen sie in das Herrenhaus und richteten auch noch Zimmer für Gästeübernachtungen ein Vom Maare-Mosel-Radweg ist die Burg Bruch nur ein paar Kilometer entfernt Mit dem Fahrrad vorfahren und in einer richtigen Burg übernachten Das hat doch was * Musik *

Die letzte Etappe meiner Radtour Sie führt mich nach Bernkastel-Kues und an die Mosel * Musik * Entlang der Lieser verläuft der Radweg bei Maring-Noviand * Musik * Oberhalb des Wegs liegt der Klosterhof Siebenborn Das Gut versorgte einst die Mönche der Abtei Himmerod mit allem, was sie zum Leben brauchten, und auch der Weinbau hat hier eine lange Tradition In der 6. Generation bewirtschaftet die Familie Melsheimer das Weingut Hier hoffe ich, alles über den berühmten Moselwein zu erfahren Ich bin mit Esther und Franz Melsheimer verabredet Hallo – Hallo Mensch, diese Anfahrt ist herrlich Herzlich willkommen Hallo, Tamina Hallo, Tamina Wann ist es soweit? 5 Tage sind es noch Ganz spannend und aufregend Drittes, ne? – Ja Was wird es denn? – Noch ein Mädchen Ist schon klar? – Ja Freuen wir uns sehr Die werden hier schön aufwachsen Ja, in so einem alten Anwesen, da kann man schön aufwachsen Du bist hier groß geworden? – Genau. Hier groß geworden Du hast auch Geschwister noch, ne? – Richtig Wir waren hier mit 6 Kindern Mein Onkel hat 3 Kinder gehabt, mein Vater 3 Das ist ein alter Familienbetrieb Wir sind im Moment zu viert und bald zu fünft Kleine Großfamilie Platz ist genug, ne? – Genau, richtig Toll Dann stelle ich kurz mein Rad ab, mir ist das Ding abgebrochen Da läuft im Moment noch kein Wasser, es wird nicht nass Dahinten sind die Moselhänge mit Wein Ihr habt hier am Haus auch noch, ne? – Richtig Hier ist das Ursprungstal der Mosel Früher ist die Mosel hier durchgeflossen Vor 100.000 Jahren ca Dadurch ist dieses trockene Tal gebildet worden Wir haben hier unten vorm Haus direkt einen kleinen Leerpfad, auf dem ich Führungen mache und über den biologischen Weinanbau erzähle Habt ihr umgestellt, ne? – Genau Ich habe mit Esther vor 6 Jahren den Betrieb übernommen und auf Bioanbau umgestellt Können wir uns das angucken? – Klar, kommt mit Jetzt sieht man hier verschiedene Reberziehungsarten Das ist ein kleiner Weinleerpfad Hier habe ich verschiedene Reberziehungen gemacht Reberziehung heißt, wie man eine Rebe bindet und schneidet Das nennt man Erziehung, wie bei unseren Kindern Unsere Weinberge sind sehr bunt und grün Hier blüht es richtig – Genau Es wird auch alles eingesät Es ist nicht so, dass das von selbst kommt Z.T. kommt natürlich auch einiges von selbst, gerade im Zwischenstockbereich Wo man schöne Königskerzen sieht, die noch hoch wird Die probieren wir stehenzulassen Hier funktioniert das gut, weil hier viel Handarbeit drinsteckt Diese Zeilen sind eingesät Dann fährt man hier drüber mit der Fräse, die aber ausgeschaltet ist Und dann wird das plattgewalzt Wozu macht man das? 1. Die Begrünung wächst sehr hoch Das ist eine “Winterbegrünung”, die wächst v.a. im Oktober, November Aber dann v.a. im Februar, März Die Rebe schläft dann noch Die Rebe treibt im April aus In so einem Weinberg braucht man nicht mehr düngen Das ist der Gedanke des biologischen Anbaus, dass man im Kreislauf wirtschaftet Hier wird gar nichts gespritzt? Ihr kommt klar ohne Pestizide? Pestizide ist ein weiter Begriff Wir müssen unsere Reben spritzen, das ist ganz wichtig Wir setzen pflanzliche und mineralische Extrakte ein, um unsere Rebe zu schützen Die Rebe in einem Weinbaugebiet wie der Mosel würde keine Trauben bringen, nie Die Mehltaukrankheiten, es sind so viele Sporen in der Luft, dass die Rieslingrebe v.a keine Traube bilden könnte, die gesund bleibt Was wächst hier? Du hast gesagt, jede Rebe wird anders erzogen

Was kann man hier lernen oder sehen? Das ist eine Rieslingrebe, die hier in dem Fall auf einen Kordonschnitt gesetzt ist Da kommen sie – Genau Das ist eine alte Rebe, die auf 2 Augen geschnitten wird Das ist ein perfektes Rebschnittsystem für zu Hause Wenn man eine schöne Rebe hat, einen Rosenbogen, wo man die Rebe reinzieht Dass man die Triebe, wenn sie im Winter leicht verholzt sind, auf 2 Augen runterschneidet Das habe ich hier z.B. gemacht Das macht man am besten im Februar, März Da schneidet man auf 1, 2 Augen runter und kann die Rebe neue aufbauen Welche Weine sind hier? Riesling ist unsere Hauptrebsorte Der profitiert am meisten von den Schieferböden Schiefer ist ein Tonschichtsediment, was über Jahrmillionen gepresst ist, und leicht durch eine Wurzel aufgebrochen werden kann Dadurch wachsen die Wurzeln entlang des Schiefersteins Das ist die Besonderheit, deshalb machen wir die Arbeit in den Steilhängen Weil da mehr Schieferanteil ist Und die Rebe mehr Mineralstoffe aufnehmen kann Deshalb ist der Moselriesling weltberühmt Wenn man unter den Topweinen guckt, in den Gault-Millaux und Co., ist immer unter den ersten 10 Plätzen ein Riesling von der Mosel dabei Das ist mir sehr sympathisch Gehen wir mal in den Keller Hier wird es kalt Genau, jetzt wird es kühl und ein bisschen dunkel Wie alt ist das Gemäuer? Das Kreuzgewölbe ist aus dem 11., 12. Jh Das kann man relativ gut datieren anhand der Säulenform Fachmänner können das relativ genau datieren, das ist 11., 12. Jh Das Interessante ist, dass dieser Keller ziemlich sicher noch älter ist Das sieht man auch an dem Fenster Das ist z.T hinter der Säule noch gelegen D.h. eigentlich müsste die Außenmauer noch älter sein, als diese ca. 900 Jahre, die dieses Gewölbe schon hat Das sieht alles ein bisschen Das ist die Flora und Fauna, wie ich gerne sage Dieser Keller hatte eben auch schon 900 Jahre Weinbaukultur Wir sind damit auch eines der ältesten Weingüter, weil es immer Weinbau hier gegeben hat In dieser Flora und Fauna halten sich auch die Hefezellen auf, die dann für die Spontanvergärung Ich setze z.T. auch die traditionelle Methode ein Dass man den Wein, wenn die Trauben gekeltert sind, der Traubensaft eher gesagt, in das Fuderfass eingelagert wird Es wird gewartet, bis es anfangt zu gären Wenn man Wein probiert, machst du das hier unten im Keller? Nee, da gehen wir nach oben Zum einen wegen der Temperatur, zum anderen sind hier viele Gerüche, die unsere Wahrnehmung beeinflussen Deshalb mache ich in der Regel keine Kellerweinproben Was ist das? Während Franz die Weinprobe vorbereitet, kocht seine Frau Esther das Mittagessen für die Familie Es gibt Graupensuppe nach einem alten Familienrezept Nur noch eine Möhre? Das ist Lauch, das schneidet die Mami gleich Mit ihren Töchtern Sophia und Laura bereitet Esther Lauch, Möhren und Kartoffeln vor So Super Gut gemacht Schau mal hier, die kannst du noch kleinschneiden Dann wäscht sie die Graupen und setzt sie mit reichlich Wasser auf Mit Wasser aufgießen Das Gemüse wird in Butter angeschwenkt und mit Salz und Pfeffer gewürzt Sophia, kannst du hier bitte nicht so hüpfen? Dadurch, dass wir das anschwitzen und die Butter reingemacht haben, gibt das diesen besonderen Geschmack Dass es nicht so läppisch schmeckt Jetzt wird das Ganze abgelöscht mit einem leckeren Schluck unseres feinen Weines natürlich Das ist das A und O Das Gemüse kommt nun zu den Graupen und wird mit Gemüsebrühe aufgegossen Prima

Das Ganze muss jetzt noch 10 bis 15 min kochen In die Wärme – Genau Stellen wir uns doch hier an den Brunnen 1, 2, 3 Ich habe sehr unterschiedliche Weine ausgesucht. – Darf ich probieren? Ich würde bei dem 1. anfangen Bei dem? – Ja Das hat was mit der Restsüße zu tun Man probiert vom Trockenen zum Süßen hin Aha, genau Du probierst einfach mal Ich habe dir nicht gesagt, was es ist Zu lange hast du nicht auf die Flaschen geguckt, da steht es drauf Nö, habe ich gar nicht Der ist zwar fruchtig, aber hat einen gewissen Säureanteil Genau, richtig Jetzt mal hier den Muss ich noch mal drehen? Reicht jetzt, ne? Der ist ein bisschen süßlicher – Mhm Jetzt komme ich zu diesem mega Blumigen Unglaublich, der ist fast ein Dessertwein Für den einen ist das der Trinkwein Wenn man süßere Weine mag, das ist bei uns einer der bestverkauftesten Weine Ein Basiswein Jetzt lös mal auf Der ganz Süße hier Das ist einer aus der Rebsorte “Bacchus” Ein Sommerwein, der hat nur 8,5% Alkohol Ist sehr leicht, fruchtig, hat die Fruchtsüße Wenn man gerne süßere Weine mag, ist das perfekt Hier der etwas Süßlichere? Das ist ein Feinherber Das ist unser “Franziskus” Gewidmet dem Heiligen Franz von Assisi Das ist kein Riesling Nein – Sondern ein? Ein Souvignier gris und Johanniter Eine Cuvée Ich mache sehr gerne Cuvées Cuvée heißt? – 2 Weine zusammen Was in Frankreich üblich ist, ist in Deutschland teilweise nicht so bekannt Oder verschrien als Verschnitt Das ist die Kellermeisterkunst Dass man es im richtigen Anteil mischt Genau, weil man dadurch auch ein bisschen kreativ sein kann Das ist der – Klassische Trockenste – Genau, richtig Wenn ich klassisch sage und Mosel? Dann wäre das der Riesling – Genau, richtig Der schmeckt mir aber auch gut Ich finde, der passt hierhin Schöne Mineralität, Spritzigkeit, was für den Sommer gut ist Super zum Essen geeignet – Glaube ich Da schmeckt man die Mineralität vom Schieferboden Möchtest du nicht auch trinken? Ist sehr süffig Ich würde den Franziskus nehmen – Komm, wir stoßen an Schöner Klang Was für eine nette Winzerfamilie Danke Esther und Franz für die Gastfreundschaft Ich will weiter nach Bernkastel-Kues, die Einladung zum Mittagessen habe ich deswegen ausgeschlagen So, hier kommt die Suppe Super Nein Nein Willst du dir davon was draufmachen? – Nein Übrigens: Die Klostermühle unterhalb des Weinguts ist ein Tipp unter Radlern, für eine Rast direkt neben dem Radweg Angekommen an der Mosel * Musik * Bevor ich die Stadt erreiche, umrunde ich den kleinen Hafen von Bernkastel-Kues * Musik * Die Ursprünge von Bernkastel-Kues liegen weit zurück Schon um 3.000 vor Christus soll es hier eine Ansiedlung gegeben haben Im 11. Jh. nach Christus ist die Stadt erstmals namentlich erwähnt Der Marktplatz mit seinen Giebelfachwerkhäusern aus dem 17. Jh ist ein echter Hingucker So wie die gesamte Altstadt des Ortsteils Bernkastel Alles hier steht im Zeichen des Weinanbaus

* Musik * Die Mosel trennt die beiden Stadtteile Bernkastel und Kues Ich will mir noch was im Stadtteil Kues angucken, also wieder zurück auf die andere Seite der Mosel Hier liegt das Geburtshaus von Nikolaus von Kues, auch Nicolaus Cusanus genannt Er wurde im Jahre 1401 geboren und war schon zu Lebzeiten ein berühmter Philosoph und Mathematiker Er befasste sich u.a mit der Berechnung des Kreisumfangs und suchte eine Formel für die Quadratur des Kreises * Musik * Und das war es jetzt schon fast Zum Ausgangspunkt meiner Tour nach Daun kann ich mich ganz bequem samt Fahrrad mit dem Bus bringen lassen Ein toller Service für alle Radler auf dem Maare-Mosel-Radweg * Musik * Kriegen wir das da drauf? Das ist die Idee, ne? Den nehme ich runter, die kann ich dranlassen? Es stand schon ein Tandem drauf Echt? Das ist ja toll So, wunderbar Ich habe die Bestätigung: ein Fahrrad, eine Person Wie lange fahren wir? – 1 1/2 h Gemütlich Dann setze ich mich hinten rein Genau – Danke Und Schwups haben wir den Maare-Mosel-Radweg geschafft Jetzt können wir natürlich den Rucksack auspacken Obwohl ich glaube, das fliegt uns hier alles um die Ohren Sie haben sich sicher gemerkt, welche 6 Geschenke darin sind Ich habe sogar noch ein 7. für Sie Unser Wunderschön-Buch, auf Entdeckungstour durch NRW Wenn Sie den Rucksack mit 7 Geschenken gewinnen wollen, schicken Sie uns ein Postkärtchen Mit ein bisschen Glück kommt der zu Ihnen nach Hause Maare-Mosel-Radweg ist toll für Familien mit kleinen Kindern Oder Großeltern mit Kindern Auch sonst ist es eine sehr entspannte, nette Reise Bis zum nächsten Mal. Tschüs * Musik * Copyright WDR 2017